Jer. 20,7–13
Jer. 20,7–13
7Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verstörung, ist mir des Herrn Wort zum Hohn und Spott geworden täglich. 9Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, daß ich’s nicht leiden konnte, und wäre schier vergangen. 10Denn ich höre, wie mich viele schelten und schrecken um und um. »Hui, verklagt ihn! Wir wollen ihn verklagen!« sprechen alle meine Freunde und Gesellen, »ob wir ihn übervorteilen und ihm beikommen mögen und uns an ihm rächen.« 11Aber der Herr ist bei mir wie ein starker Held; darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen sehr zu Schanden werden, darum daß sie so töricht handeln; ewig wird die Schande sein, deren man nicht vergessen wird. 12Und nun, Herr Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz siehst, laß mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen. 13Singet dem Herrn, rühmet den Herrn, der des Armen Leben aus der Boshaften Händen errettet!
Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)
Fundstellen im Text 1
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Psalm 118,14-18
21. Dezember 1919
… zerstörtes Lebensglück, den Jammer, in dem sie als von Gott gezeichnete innerlich und äußerlich dastehen mußten [vgl. Hiob 1,21 ; Jer. 20,7-13 ]. Und vom Prediger Salomo : er sah nicht an den täuschenden Glanz seines vornehmen und gebildeten Lebens [ Pred. 1,16f. ; 2,1-11 ]. Und von so viel …