Bibelstellen-Register

Hiob. 9,11–21

Hiob. 9,11–21

11Siehe, er geht an mir vorüber, ehe ich’s gewahr werde, und wandelt vorbei, ehe ich’s merke. 12Siehe, wenn er hinreißt, wer will ihm wehren? Wer will zu ihm sagen: Was machst du? 13Er ist Gott; seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihn mußten sich beugen die Helfer Rahabs.
14Wie sollte ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn? 15Wenn ich auch recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten, sondern ich müßte um mein Recht flehen. 16Wenn ich ihn schon anrufe, und er mir antwortet, so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme höre. 17Denn er fährt über mich mit Ungestüm und macht mir der Wunden viel ohne Ursache. 18Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrübnis. 19Will man Macht, so ist er zu mächtig; will man Recht, wer will mein Zeuge sein? 20Sage ich, daß ich gerecht bin, so verdammt er mich doch; bin ich unschuldig, so macht er mich doch zu Unrecht. 21Ich bin unschuldig! ich frage nicht nach meiner Seele, begehre keines Lebens mehr.

Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)

Fundstellen im Text 1

  • 3. Kapitel: Gottesgerechtigkeit 1922

    … doch als falsch; wenn ich auch fromm bin, so weiß doch meine Seele nichts davon, außer dass mein Leben dahingerafft werden wird» ( Hiob 9,11–21 LXX). Hier also: in der 65 Tiefe solchen Seufzens und Klagens muss Stellung nehmen, wer es mit dem Gesetz hält, wem es mit Religion und Frömmigkeit …