Eduard Thurneysen an Karl Barth
14. Februar 1921
Lieber Karl ,
Von Post zu Post warte ich wie auf nichts anderes auf Nachricht von dir. Dein Schweigen deutet mir am ehesten darauf hin, daß du selber noch ohne Kunde bist. Aber wieso denn? Hast du vielleicht Informationen erhalten, die dich zögern heißen? Ich sage mir, daß du auch vor gewissen Schwierigkeiten nicht allzusehr zurückschrecken dürftest. Du würdest dir deinen Platz schon erkämpfen. Freilich, wie wird mir sein, wenn du nicht mehr da bist! Doch davon will ich nicht reden. Denn es ist ein Ruf in diesem Rufe. Laß also bald wieder von dir hören, wie dich alles ansieht, nachdem du jetzt manche Pfeife darüber geraucht hast. |467 Am liebsten führe ich noch einmal zu euch, aber es geht nicht schon wieder. […]
Herzliche Grüße