Mk. 4,3–20
Mk. 4,3–20
3Höret zu! Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen. 4Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel unter dem Himmel und fraßen’s auf. 5Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. 6Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrte es. 7Und etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s, und es brachte keine Frucht. 8Und etliches fiel auf ein gutes Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug dreißigfältig und etliches sechzigfältig und etliches hundertfältig. 9Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat, zu hören, der höre!
10Und da er allein war, fragten ihn um dies Gleichnis, die um ihn waren, samt den Zwölfen. 11Und er sprach zu ihnen: Euch ist’s gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles durch Gleichnisse, 12auf daß sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören, und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermaleinst bekehren und ihre Sünden ihnen vergeben werden. 13Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr denn die andern alle verstehen? 14Der Säemann sät das Wort. 15Diese sind’s aber die an dem Wege sind: wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gesät war. 16Also auch die sind’s, bei welchen aufs Steinige gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es alsbald mit Freuden auf, 17und haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so ärgern sie sich alsbald. 18Und diese sind’s, bei welchen unter die Dornen gesät ist: die das Wort hören, 19und die Sorgen dieser Welt und der betrügliche Reichtum und viele andere Lüste gehen hinein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. 20Und diese sind’s, bei welchen auf ein gutes Land gesät ist: die das Wort hören und nehmen’s an und bringen Frucht, etliche dreißigfältig und etliche sechzigfältig und etliche hundertfältig.
Übersetzung Martin Luther (Ausgabe 1912)
Fundstellen im Text 1
-
Gottes Gnadenwahl
1936
… dem Gleichnis vom Sämann dasselbe göttliche Wort auf den Weg, aufs Steinige, in die Dornen – oder aber auf gutes Land gesät sein ( Mr. 3,3f. ). Gottes Wille und Recht ist es, auf einer freien Wahl beruhend, was auch nach jener anderen Seite zur Vollstreckung kommt. Oder «hat nicht ein Töp …