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      <titleStmt>
        <title type="volume" n="vol-53">Predigten 1907–1910</title>
        <title type="formal">Predigt Nr. 4</title>
        <title type="content">Predigt: 1.Korinther 4,20</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: 1.Korinther 4,20, 18. August 1907</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/53006 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1907–1910, hrsg. v. Zocher, Peter (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 2018, S. .</title>
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      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/53006</idno>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1907–1910</title>
          <title type="text">Predigt Nr. 4: Predigt: 1.Korinther 4,20</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Zocher, Peter</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2018</date>
          <!--position within a volume-->
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: 1 Kor 4,20, 18. August 1907. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1446">KBA 982</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1907-08-18">18. August 1907</date>
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        <language ident="ger">German</language>
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                        <idno>4</idno>
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                    <dateline>
                        <placeName ref="kbga-places-133">
                            <hi rend="italic">Meiringen</hi></placeName>, <date when="1907-08-18">Sonntag,
                            den 18. August 1907</date> <date rend="right">(12. nach Trinitatis)</date>
                    </dateline>
                    <epigraph>
                        <cit>
                        <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.4.20">1.Korinther 4,20</ref>
                            <quote>
                                <hi rend="italic" resp="kb">Das Reich Gottes stehet nicht in
                                    Worten, sondern in Kraft.</hi>
                            </quote>
                        </cit>
                        
                    </epigraph>
                    <salute>Liebe<note type="textcritical" n="a" xml:id="na"> Im Mskr. mit Bleistift korrigiert aus: «Im Herrn
                            geliebte».</note>
                        Mitchristen!</salute>
                </div>
                <div type="main">
                <p> Wir leben noch immer im <term type="Sachen" key="Zeitalter, gegenwärtiges">Zeitalter</term> der <term type="Sachen" key="Elektrizität">Elektrizität</term> und der <term type="Sachen" key="Dampfmaschinen">Dampfmaschine</term>. Das Interesse auch des zwanzigsten Jahrhunderts
                    wird konzentriert sein auf die immer vollständigere Unterwerfung und
                    Nutzbarmachung der <term type="Sachen" key="Natur">Natur</term> und ihrer
                        <term type="Sachen" key="Natur, Gewalt">Gewalten</term>. Großes ist
                    schon erreicht und noch Größeres wird ohne Zweifel erreicht werden. Diese
                    Gedankenrichtung mit allem, was dazu gehört, ist es, die für eine gewisse
                    Grund<pb ed="A" rend="hidden" n="2"/>stimmung bei der überwiegenden Mehrzahl
                    unsrer <term type="Sachen" key="Zeitgenossen">Zeitgenossen</term>
                    ausschlaggebend geworden ist. <hi rend="italic">Was in unsern Tagen Wert haben will,
                        muss Tatsache sein</hi>, mit Augen sichtbar und mit Händen greifbar.
                    Vor dem, was sie «Hirngespinste» nennen, haben die Leute einen großen,
                    merkwürdigen Schrecken, sind aber gar stolz auf <hi rend="italic">ihre</hi>
                    <term type="Sachen" key="Arbeit">Arbeit</term>, auf <hi rend="italic">ihr</hi>
                    <term type="Sachen" key="Denken, tatsachenorientiert">Denken</term>, das
                    sich nur mit wirklich Vorhandenem, mit Tatsachen beschäftigt.</p>
                <p>Wir wollen ihnen zunächst gar nicht widersprechen, sondern vielmehr heute
                    anhand unsres Textwortes gerade aus diesen Stimmungen und Urteilen unsrer
                    Zeitgenossen etwas zu lernen suchen. <hi rend="italic">Wir</hi> halten ja fest an
                    Unsichtbarem, an Ewigem, wir <hi rend="italic">bezeugen</hi> das, indem wir hier das
                        <term type="Sachen" key="Evangelium">Evangelium</term> predigen und
                    hören, indem wir unsre Kinder <term type="Sachen" key="Taufe">taufen</term>
                    und <term type="Sachen" key="Unterweisung">unterweisen</term>, unsre <term type="Sachen" key="Ehe">Ehen</term> einsegnen lassen, überhaupt indem
                    wir Mitglieder der christlichen <term type="Sachen" key="Kirche, christliche">Kirche</term> sind. <hi rend="italic">Tun wir das Alles
                        nur aus Macht der Gewohnheit oder aus unbestimmten Ahnungen und Gefühlen
                        oder aber aufgrund von Tatsachen?</hi> Diese Frage wollen wir uns
                    heute vorlegen, nicht nur weil unsre andersdenkenden Zeitgenossen <pb ed="A" rend="hidden" n="3"/> sie an uns stellen, sondern weil es für uns
                    selbst von höchster Wichtigkeit ist, sie uns immer wieder zu stellen und zu
                    beantworten.</p>
                <div>
                    <pb xml:id="p030" ed="pga"/>
                    <head>I</head>
                    <p rend="noindent">Der erste <term type="Sachen" key="Korintherbrief, Erster">Korintherbrief</term>, aus dem unser
                        Textwort entnommen ist, stammt aus der Zeit, da der Apostel <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> in <placeName ref="kbga-places-809">Ephesus</placeName> verweilte. Wir wissen aus
                        der <term type="Sachen" key="Apostelgeschichte">Apostelgeschichte</term>, dass er dort mannigfache Konflikte mit den
                        feindseligen <term type="Sachen" key="Juden / Judentum">Juden</term> und
                            <term type="Sachen" key="Heiden / Heidentum">Heiden</term> zu
                        bestehen hatte [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Act.19.8 Act.19.40">Act. 19,8–40</ref>]. Dazu erhielt er
                        nun noch beunruhigende Nachrichten aus der auf seiner ersten Reise
                        gegründeten Gemeinde von <placeName ref="kbga-places-1081">Korinth</placeName>. Nicht Feindschaft von außen war es, was dort
                        drohte, sondern Parteileidenschaften, Irrlehren, ja sogar grobe
                        sittliche Verfehlungen im Innern. Und besonders gegen seine, des Paulus
                        Person scheinen Intrigen und Anfeindungen im Gange gewesen zu sein
                        – Alles das nur zu deutliche Zeichen, dass es auch <anchor type="note" xml:id="fn-b"/>damals schon<note type="textcritical" n="b" xml:id="nb" target="fn-b"> Im Mskr. mit Bleistift korrigiert aus: «in jenen ersten
                                Gemeinden».</note>, in der Zeit der ersten Liebe [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Apk.2.4">Apk. 2,4</ref>], schon Menschliches,
                        allzu Menschliches<note xml:id="n01">Anspielung auf die 1878
                            bzw. 1886 erschienenen Bände: <bibl corresp="kbga-bibls-2368">
                                    <persName ref="kbga-actors-301">Fr. Nietzsche</persName>, <hi rend="italic">Menschliches,
                                Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister</hi> (ders.,
                                <hi rend="italic">Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15
                                Bänden</hi>, hrsg. von G. Colli / M. Montinari, Bd. 2,
                            München / Berlin / New York 1980)</bibl>.</note> gab unter den <term type="Sachen" key="Christen, frühe">Christen</term>!</p>
                     <p>  <pb ed="A" rend="hidden" n="4"/> Um diesen Verwirrungen zu begegnen, schrieb
                        Paulus seinen Brief an die korinthische Gemeinde. Im 4. Kapitel wendet
                        er sich speziell an jene persönlichen Gegner, er nennt sie Aufgeblasene
                        [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.4.6">1.Kor. 4,6</ref>], die
                        viele Worte machen, und verheißt ihnen sein baldiges persönliches
                        Erscheinen, vor dem <hi rend="italic">er</hi> sich nicht zu fürchten habe. Aber
                        nicht um ihre <hi rend="italic">Worte</hi> zu hören komme er, die sie über das
                        Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term> zu machen
                        wüssten, sondern um zu erfahren, ob auch <hi rend="italic">Kraft</hi> da sei [vgl.
                        <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.4.19">1.Kor. 4,19</ref>],
                        persönliches <term type="Sachen" key="Leben, persönliches">Leben</term>,
                        aktive Teilnahme und Arbeit für Gott. <hi rend="italic">Denn nicht in Worten steht
                            das Reich Gottes</hi>, so fährt er fort, <hi rend="italic">sondern in
                            Kraft</hi>. Glaubt nicht, dass ihr mit Worten – und wären
                        es die schönsten – etwas ausrichten werdet. Das Reich Gottes ist
                        Kraft, und wo sie fehlt, fehlt Alles! Was wollt ihr? Soll ich mit der
                        Rute zu euch kommen oder mit sanftmütigem Geist? [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.4.21">1.Kor. 4,21</ref>], so schließt er
                        seine Anrede.</p>
                   
                     <p>  <pb rend="noPipe" xml:id="p031" ed="pga"/> Liebe Freunde! Was würden <hi rend="italic">wir</hi> wohl zu hören bekommen, wenn
                            <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> heute lebte und
                        einmal an unsre christlichen <term type="Sachen" key="Gemeinde">Gemeinden</term> das Wort zu richten hätte?! Nun, im Einzelnen
                        wissen <pb ed="A" rend="hidden" n="5"/> wir das nicht, aber da uns seine
                        Briefe an die damaligen <term type="Sachen" key="Christentum, frühe">Christen</term> überliefert sind, die seine gewaltige <term type="Sachen" key="Persönlichkeit, des Paulus">Persönlichkeit</term>
                        so deutlich zeigen, so liegt es nahe, aus ihnen immer wieder die
                        Anwendung auf uns zu machen, umso mehr als die Bedürfnisse und
                        Schwierigkeiten des christlichen <term type="Sachen" key="Leben, christliches">Lebens</term> innerlich heute noch
                        dieselben sind wie im ersten Jahrhundert und wie in allen Perioden der
                        Kirchengeschichte.</p>
                    <p> Durch den Mund der <term type="Sachen" key="Apostel">Glaubensboten</term> war jenen Korinthern die Verkündigung
                        geworden: <hi rend="italic">Das Reich Gottes kommt! Das Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term></hi>
                        <hi rend="italic">ist schon da!</hi> Und Viele hatten diesen Ruf mit Freuden
                        vernommen und ihn fortgepflanzt, sie waren <term type="Sachen" key="Jünger">Jünger</term> des unbekannten Jesus von <term type="Sachen" key="Jesus Christus, Jesus von Nazareth">Nazareth</term> geworden, von dem sie glaubten und wussten: er
                        lebt! Aber dann waren jene rastlosen Glaubensboten, <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> voran, weitergezogen, und
                        nun galt es, die erhaltene frohe Botschaft, diese herrlichen und großen
                        Worte ins Leben umzusetzen, in Kraft! Und jetzt begann die
                        Schwierigkeit, der Kampf, der Konflikt mit den Mächten der Selbstsucht
                        und der tatenlosen Weltfreude. Wir haben gesehen, welche Folgen er
                        hatte.</p>
                     <p>  <pb ed="A" rend="hidden" n="6"/> Liebe Freunde! Auch zu uns allen ist jene
                        frohe Botschaft gekommen. Aus dem Munde frommer Eltern und Lehrer haben
                        wir <anchor type="note" xml:id="fn-c"/>in unsrer Kindheit<note type="textcritical" n="c" xml:id="nc" target="fn-c"> Im Mskr. mit Bleistift korrigiert aus: «von den Tagen unsrer
                                Jugend».</note>
                         die Kunde von Gottes Reich erhalten, am Tage unsrer <term type="Sachen" key="Konfirmation">Konfirmation</term> den Entschluss
                        neu bekräftigt, ihm anzugehören, und alle Sonntage versammeln wir uns
                        hier, um Worte des Lebens zu hören. Wie leicht und schön ist es doch,
                        ein Christ zu sein! Aber nicht wahr, wir haben es alle erfahren, wie
                        ganz anders die Sache dann wurde, als wir nach der Konfirmation nun ins
                        Leben hinaus traten und die Anwendung machen sollten; ja, wir empfinden
                        es alle Sonntage, dass es ein ganz Anderes ist, hier von Gott zu
                            <hi rend="italic">reden</hi> und zu singen, als draußen am Licht des Tages
                        nach Gottes <term type="Sachen" key="Wille Gottes">Willen</term> zu
                            <hi rend="italic">leben</hi>. Gerade dieses Zweierlei, diese Doppelspurigkeit
                        sollen wir aber überwinden lernen, sonst ist es nichts mit unserm ganzen
                            <term type="Sachen" key="Christentum">Christentum</term>! <hi rend="italic">Das
                            Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term></hi>
                        <hi rend="italic">steht nicht in Worten, sondern in Kraft</hi>. Nach zwei <pb xml:id="p032" ed="pga"/> Seiten wollen wir dieses Pauluswort erwägen.
                            <hi rend="italic">Wie kommt das Reich Gottes?</hi> und: <hi rend="italic">In was zeigt es
                            sich</hi>, da wo es gekommen ist?</p>
                </div>
                <div>
                    <head>
                        <pb ed="A" rend="hidden" n="7"/> II</head>
                    <p rend="noindent">
                            <hi rend="italic">Wie kommt das Reich Gottes?</hi> Das ist die eine
                        Frage, die wir uns vorlegen wollen. Wie kommen wir zur Bürgerschaft
                        dieses Reiches? Welches sind die Mittel, die Gottes <term type="Sachen" key="Gott, Herrschaft in uns">Herrschaft</term> in jedem von uns
                        begründen? Wie fängt der <term type="Sachen" key="Christenstand">Christenstand</term> an? Jesus hat einmal gesagt: Das Reich Gottes
                        kommt <hi rend="italic">nicht mit äußerlichen Gebärden</hi> [<ref type="can" subtype="bible" target="Lk.17.20">Lk. 17,20</ref>]. Gerade so denkt
                        offenbar <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName>: <hi rend="italic">nicht
                            in Worten</hi>.</p>
                    <p>Bedenken wir ernsthaft, was damit gesagt ist!! Was Jesus und Paulus da
                        behaupten, ist mitnichten selbstverständlich! Wie soll denn das Reich
                        Gottes anders verbreitet werden als mit Worten? Hat nicht Jesus seinen
                            <term type="Sachen" key="Jünger">Jüngern</term> befohlen zu
                        predigen? [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Mk.16.15">Mk. 16,15</ref>] Ja, heißt er nicht selbst im Anfang des vierten
                        Evangeliums das Wort, das Fleisch geworden? [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Joh.1.14">Joh. 1,14</ref>] – Hast du
                        dir diese Fragen nicht auch schon gestellt beim Lesen unsrer Stelle,
                        lieber Mitchrist?! Alles, was wir ja in <term type="Sachen" key="Schule">Schule</term> und <term type="Sachen" key="Unterweisung">Unterweisung</term> vom Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term> gehört haben, waren doch Worte! Was
                        wir in der Kirche hören, sind Worte! Was wäre unser Christentum ohne
                        Worte, geht es doch schließlich auf <pb ed="A" rend="hidden" n="8"/> die Worte
                        der <term type="Sachen" key="Bibel">
                                <hi rend="italic">Bibel</hi></term> zurück,
                        die wir das «<hi rend="italic">Wort Gottes</hi>» nennen?! Gerade an diesem letzten
                        Punkt, dem schwierigsten, wollen wir einsetzen, vielleicht fällt dann
                        von da aus Licht auf die übrigen Fragen.</p>
                    <p>«Wort <term type="Sachen" key="Bibel, Wort Gottes">Gottes»</term>! Wie
                        oft ist uns Allen diese Bezeichnung durch den Mund gegangen, und wir
                        haben uns nichts oder wenig dabei gedacht! Eine große und herrliche
                        Wahrheit sprechen wir damit aus, aber es ist zu viel Gewohnheit dabei,
                        und die Gewohnheit ist es, die die <term type="Sachen" key="Wahrheit, verdunkelt durch Gewohnheit">Wahrheit</term>
                        verdunkelt. Vor Allem Eines: die ernste Frage, die jeder an sich stellen
                        soll, heißt nicht: Glaube ich, dass jedes Wort in der <term type="Sachen" key="Bibel, Verbalinspiration">Bibel</term> von Gott
                        eingegeben ist?, sondern:</p>
                    <p>
                            <hi rend="italic">Höre ich in dem, was ich da lese, Gottes Stimme an mich?</hi>
                        </p>
                    <p>Viel zu viel ist über jene Wortfrage gestritten worden. Wir wollen sie
                        heute ganz beiseite lassen. Nicht das ist wichtig, was du über die Bibel
                        glaubst oder sagst, sondern das, <hi rend="italic">was die Bibel dir sagt</hi>.
                        Und nun sieh, der Apostel <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> behält vor Allem gleich hier recht: <pb ed="A" rend="hidden" n="9"/> Auch <anchor type="note" xml:id="fn-d"/>die Bibel, die
                            Gottes<note type="textcritical" n="d" xml:id="nd" target="fn-d"> Im Mskr. mit Tinte und Bleistift korrigiert aus: «das Wort
                                Gottes, das sein».</note>
                        
                        <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Reich</term> in uns vorbereitet,
                        steht nicht in Worten, <pb xml:id="p033" ed="pga"/> sondern in Kraft!
                            <hi rend="italic">Verstehst du es, Kraft aus ihr zu schöpfen</hi>, begegnest
                        du in ihr den Spuren der <term type="Sachen" key="Gott, Herrlichkeit">Herrlichkeit</term> und <term type="Sachen" key="Gott, Liebe">Liebe</term> des lebendigen <term type="Sachen" key="Gott, Lebendiger">Gottes</term>, und geht etwas von dieser
                        Herrlichkeit und Liebe über auf dich, lieber Mitchrist? Wenn du das
                        bekennen darfst, dann nennst du sie mit Recht Gottes <term type="Sachen" key="Bibel, Wort Gottes">Wort</term>, denn dann hat Gott in ihr zu
                        dir geredet. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann magst du in
                        Menschen- und Engelzungen von ihr reden, es wird dich nicht besser und
                        seliger machen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.13.1">1.Kor. 13,1</ref>]. – |</p>
                    <p>
                            <hi rend="italic">Was ist denn nun diese Kraft?</hi> Wie wird uns die Bibel, im
                        rechten Geist verstanden, Gottes Wort? Wir wollen nicht lange suchen,
                        sondern mit <persName ref="kbga-actors-261">Martin Luther</persName> antworten: «Da, <hi rend="italic">wo sie Christum
                            treibet</hi>.»<note xml:id="n02">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-2268">
                                    <persName ref="kbga-actors-261">M. Luther</persName>,
                                <hi rend="italic">Vorrede auf die Episteln S. Jacobi und Judä</hi> (1522),
                            WA.DB 7,384,25–27</bibl>: «Und daryn stymmen alle rechtschaffene
                            heylige Bucher vber eyns, das sie alle sampt Christum predigen vnd
                            treyben. Auch ist das der rechte prufesteyn alle bucher zu taddelln,
                            wenn man sihet, ob sie Christum treyben odder nit.»</note> Wo wir
                        seinen <term type="Sachen" key="Gott, Geist Gottes">Geist</term>
                        verspüren, wo er uns anleitet, zu ihm aufzusehen und in seinen Spuren zu
                        gehen, da ist wahrhaft Gottes Wort, aber da ist es auch bereits mehr,
                        unendlich viel mehr geworden als Wort, es ist <hi rend="italic">Kraft</hi>, Kraft
                        Gottes, <pb ed="A" rend="hidden" n="10"/> ein neues, ewiges <term type="Sachen" key="Ewiges Leben">Leben</term> zu leben schon hier in
                        den Schranken der <term type="Sachen" key="Zeitlichkeit">Zeitlichkeit</term>. Sieh, wer das einmal erkannt hat, der wird
                        nicht mehr fragen: Was ist Gottes Wort? In welchem Buch, in welchem
                        Kapitel, in welchem Vers der Bibel ist eigentliches Gotteswort? Das
                        wäre, wie wenn du eine elektrische Leitung an dieser und jener Stelle
                        anschneiden wolltest, um des Stromes, der hindurchgeht, ansichtig zu
                        werden. Du wirst nichts finden als Metall und wieder Metall. Und doch
                        lebt er darin, und du wirst ihn spüren, wenn du verstehst, Verbindung
                        herzustellen. So ist es in der <term type="Sachen" key="Bibel">Bibel</term>. Schlage sie auf, wo du willst, es sind Worte und
                        Sätze, von Menschen niedergeschrieben; aber wenn du sie im rechten Sinn
                        liesest, so wird dich da und dort plötzlich der Geist <term type="Sachen" key="Gott, Geist Gottes">Gottes</term> berühren, der
                        mächtig in jenen Menschen gelebt hat.</p>
                    <p> Wort <term type="Sachen" key="Bibel, Wort Gottes">Gottes</term>! Viel
                        zutreffender würden wir dieses Buch <hi rend="italic">Kraft <term type="Sachen" key="Bibel, Kraft Gottes">Gottes</term></hi> nennen, wenn es
                        uns einmal <term type="Sachen" key="Evangelium">Evangelium</term>, frohe
                        Botschaft geworden ist, selig zu machen Alle, die daran glauben [vgl.
                        <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.1.16">Röm. 1,16</ref>].</p>
                   
                     <p>  <pb rend="noPipe" xml:id="p034" ed="pga"/> Und sieh, so steht es nun auch mit all den andern «Worten», die dich zum
                        Reich <pb ed="A" rend="hidden" n="11"/>
                        <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term> einladen. Nur wenn
                        Kraft darin ist, <term type="Sachen" key="Leben, aus Gott">Leben</term>
                        aus Gott, erreichen sie ihren Zweck, sonst sind sie hohl und unnütz. Ist
                        das, was du von Gott und Christus und deiner Seele gehört hast im
                        Elternhaus, in der <term type="Sachen" key="Schule">Schule</term> und
                            <term type="Sachen" key="Kirche">Kirche</term>, nicht bloß Wort
                        gewesen, sondern Kraft, Überzeugung, <term type="Sachen" key="Gewissheit">Gewissheit</term>, dann wohl dir, ja</p>
              
                        <q rend="block">
                            <lg>
                                <l>Es muss von Herzen kommen,</l>
                                <l>Was zu Herzen gehen soll.<note xml:id="n03">Vgl.
                                        <bibl corresp="kbga-bibls-1624">
                                            <persName ref="kbga-actors-136">J. W. von Goethe</persName>,
                                            <hi rend="italic">Faust. Der Tragödie zweiter Teil</hi>,
                                        V. 9685f. (Arkadien)</bibl>: <q rend="block">
                                            <lg>
                                                <l>Denn es muss von Herzen gehen,</l>
                                              <l>Was auf Herzen wirken soll.</l>
                                            </lg>
                                        </q>
                                    </note>
                                </l>
                            </lg>
                        </q>
                    
                    <p rend="noindent">Hast du <hi rend="italic">Kraft</hi> Gottes erhalten?! Dann ist das
                            <hi rend="italic">Reich</hi> Gottes wahrhaft zu dir gekommen.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>III</head>
                    <p rend="noindent">Und nun: <hi rend="italic">welches sind die Wirkungen des Reiches
                            Gottes in uns?</hi> Woran zeigt es sich, dass wir wirklich <term type="Sachen" key="Christen, Jesu Jünger">Christen</term>, will
                        sagen Jesu <term type="Sachen" key="Jünger">Jünger</term> geworden
                        sind?</p>
                    <p> Man macht heutzutage der <term type="Sachen" key="Kirche, Vorwürfe an die K.">Kirche</term> viele Vorwürfe, mit
                        Recht und Unrecht. Ich glaube, wir tun recht, denen Gehör zu geben, die
                        uns sagen: euer Christentum ist zu sehr ein <hi rend="italic">Christentum der <term type="Sachen" key="Christentum, der Worte">Worte</term></hi>
                            <hi rend="italic">!</hi> Zu viel Worte, zu wenig Kraft!
                        Das wollen wir uns selber sagen. <pb ed="A" rend="hidden" n="12"/> Und an der
                        Verantwortung dafür hat jeder einzelne Christ in seinem Teil
                        mitzutragen, denn jeder fehlt mehr oder weniger darin, dass er das Reich
                        Gottes immer wieder in Worten sucht!</p>
                    <p> Glaube nicht, dass du die Bürgerpflicht dieses <term type="Sachen" key="Reich Gottes, Bürgerpflicht">Reiches</term> damit erfüllst,
                        dass du täglich dein <hi rend="italic">Kapitel liesest</hi> aus der <term type="Sachen" key="Bibel">Bibel</term>. Wenn du nicht Kraft aus ihr
                        gewinnst, so hast du nichts gewonnen, sie bleibt dir Worte! Ja, du
                        verlierst etwas, denn du täuschest dir vor, du habest ein gutes <term type="Sachen" key="Gute Werke">Werk</term> getan.</p>
                    <p>Glaube nicht, das sei das Reich Gottes, wenn du alle Sonntage <hi rend="italic">zur
                                <term type="Sachen" key="Predigt">Predigt</term></hi> und
                        nachher noch in die Versammlung<note xml:id="n04">Gemeint sind
                            die Zusammenkünfte der meist pietistisch orientierten
                            landeskirchlichen Gemeinschaften.</note> gehst. Es ist gut, wenn du
                        dort Kraft schöpfst und zu schöpfen weißt. Gehst du aber nur, <pb xml:id="p035" ed="pga"/>
                        <anchor type="note" xml:id="fn-e"/>weil es so Brauch ist und<note type="textcritical" n="e" xml:id="ne" target="fn-e"> Im Mskr. nachträglich mit Bleistift hinzugefügt.</note>
                         um schöne Worte zu hören, so könntest du gerade so gut oder
                        besser spazieren gehen.</p>
                    <p> Glaube nicht, darin stehe das Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term>, dass du von göttlichen Dingen nur
                        noch in der <hi rend="italic">Sprache Kanaans</hi> redest, dass du beständig
                        Bibelsprüche und fromme Redensarten auf den Lippen führst. Wohl dir,
                        wenn sie aus dem <pb ed="A" rend="hidden" n="13"/> Herzen kommen, aber wehe
                        dir, wenn du nur aus Gewohnheit so redest.</p>
                    <p> Und wir alle, die christliche <term type="Sachen" key="Gemeinde">Gemeinde</term>, wollen uns davor hüten, zu glauben, damit seien
                        wir ein erfreuliches Glied des Reiches Gottes, wenn wir ängstlich
                        darüber wachen, dass in unserm <term type="Sachen" key="Leben, kirchliches">kirchlichen</term> und gottesdienstlichen
                            <term type="Sachen" key="Gottesdienst">Leben</term> vor Allem Alles
                        beim Alten bleibt, dass wir jeden Sonntag die gleichen Formeln und <term type="Sachen" key="Gottesdienst, Zeremonien">Zeremonien</term> hören
                        und sehen, die wir von alters her gewohnt sind. Gewiss, wir wollen das
                        Alles pietätvoll bewahren, aber nicht, weil wir glauben, das sei nun das
                        Höchste und Beste, denn das Reich Gottes steht weder in Worten noch in
                        alten Bräuchen, sondern in Kraft.</p>
                    <p>Das Reich Gottes will bei uns Allen, den Einzelnen und der Gesamtheit,
                            <hi rend="italic">in Kraft treten</hi>, kein tönendes Erz und keine klingende
                        Schelle soll unser <term type="Sachen" key="Christentum, Liebe">Christentum</term> sein, sondern <hi rend="italic">Liebe</hi> [vgl. 
                            <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.13.1">1.Kor. 13,1</ref>]. Und hier
                        stehen wir nun vor der großen Hauptsache unsres Gegenstandes, die auch
                        dem Apostel <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> die
                        Hauptsache war: «Wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse
                        und Er<pb ed="A" rend="hidden" n="14"/>kenntnis und hätte der Liebe nicht,
                        so wäre ich nichts!» [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.13.2">1.Kor. 13,2</ref>] Die Kraft, von der Paulus in unserm Textwort redet,
                        der Kern und Stern des Reiches Gottes ist die Kraft der <term type="Sachen" key="Liebe, Kern und Stern des Reiches Gottes">
                                <hi rend="italic">Liebe</hi></term>. Liebe zum <term type="Sachen" key="Nächstenliebe">Nächsten</term> vor Allem als deinem Mitbruder
                        vor Gott dem Vater, und ihr wisst, welch Großes Jesus darunter
                        verstanden hat. Und höher noch steht die Liebe zu <term type="Sachen" key="Gottesliebe">Gott</term> als der freudige Wille, ihm
                        anzugehören im Leben und Sterben,<note xml:id="n05">Vgl.
                                <hi rend="italic">Heidelberger <term type="Sachen" key="Katechismus, Heidelberger">Katechismus</term></hi>,
                            Frage 1 (<bibl corresp="kbga-bibls-17">BSRK, S. 682,20</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-20">RefBS II/2, S. 175,32</bibl>).</note> als der
                            <term type="Sachen" key="Glaube">
                                <hi rend="italic">Glaube</hi></term>, der
                        getrost darauf baut, dass der <term type="Sachen" key="Gott, Allmacht">Allmächtige</term> auch seine <term type="Sachen" key="Gott, Liebe">Liebe</term> auf uns gerichtet hält, dass er größer ist als unsre
                        Unvollkommenheit, und als <term type="Sachen" key="Hoffnung">
                                <hi rend="italic">Hoffnung</hi></term>, die den Blick auf das Ewige
                        richtet, auf das unverwelkliche Erbe [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Petr.1.4">1.Petr. 1,4</ref>], das jenseits von <term type="Sachen" key="Tod">Tod</term> und <pb xml:id="p036" ed="pga"/> Grab denen bereitet
                        ist, die Gott lieb haben [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.2.9">1.Kor. 2,9</ref>]. <hi rend="italic">Nun aber bleibet Glaube,
                            Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter
                            ihnen</hi> [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.13.13">1.Kor. 13,13</ref>].</p>
                    <p> Das sind die Kräfte des Reiches <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term>, und sie sollen zu Tage treten, nicht nur hier im
                            <term type="Sachen" key="Gottesdienst">Gottesdienst</term> oder wenn
                        du gerade über göttliche <pb ed="A" rend="hidden" n="15"/> Dinge redest,
                        sondern in all deinem Tun und Lassen, ja, lieber Freund, wenn sie dort
                        nicht hervortreten, so ist es ein Zeichen, dass du sie nicht oder noch
                        nicht recht ergriffen hast. Dein <term type="Sachen" key="Christenstand">Christenstand</term>, deine Bürgerschaft im Gottesreich soll eine
                        Tatsache werden, die mächtig in dein ganzes Sein eingreift, eine
                            <hi rend="italic">Tatsache für den <term type="Sachen" key="Werktag">Werktag</term></hi>, lieber Mitchrist, nicht bloß für den
                            <term type="Sachen" key="Sonntag">Sonntagmorgen</term>.</p>
                    <p>
                            <hi rend="italic">Steht das Reich Gottes bei dir in Worten oder in Kraft?</hi>
                        </p>
                    
                    <p rend="margin-top">Wenn das wahre Reich Gottes, das in Kraft steht, bei
                        einem Menschen Wohnung genommen hat, da wird jene Frage von selbst
                        verstummen, ob der <term type="Sachen" key="Glaube">Christenglaube</term> denn auch auf Tatsachen gegründet sei.
                            <hi rend="italic">Im Wandel der Christen sollen diese Tatsachen zum Vorschein
                            kommen</hi>. Im alten <term type="Sachen" key="Rom (Römisches Reich)">Rom</term> sollen die <term type="Sachen" key="Heiden / Heidentum">Heiden</term> angesichts des
                        christlichen <term type="Sachen" key="Gemeinde, Leben">Gemeindelebens</term> staunend ausgerufen haben: Sehet, wie sie
                        sich untereinander so lieb haben!<note xml:id="n06">Vgl. 
                        <bibl corresp="kbga-bibls-2180">
                                    <persName ref="kbga-actors-2618">G. Uhlhorn</persName>, <hi rend="italic">Die christliche Liebesthätigkeit in der alten Kirche</hi>, Stuttgart 1895<hi rend="sup">2</hi>, S. 196</bibl>: «Die
                        Heiden selbst konnten sich dem Eindruck nicht entziehen, daß da ein
                        neues Leben war, wie sie es nicht kannten […]. ‚Sehet’,
                            riefen sie aus, ‚wie sie einander lieben!’» Uhlhorn zitiert <bibl corresp="kbga-bibls-2479">
                                    <persName ref="kbga-actors-798">Tertullian</persName>,
                                <hi rend="italic">Apologeticum</hi>, 39,7</bibl>.</note> Ist das Reich Gottes bei
                        uns eine solche <pb ed="A" rend="hidden" n="16"/> Lebenstatsache? Liebe
                        Freunde! Wir wissen, dass uns Allen dazu noch viel fehlt. Lasst uns das
                        aus diesem <term type="Sachen" key="Gottesdienst">Gottesdienst</term>
                        mit nach Hause nehmen, dass das Reich <term type="Sachen" key="Reich Gottes">Gottes</term>, dass unser Christenglaube nicht in
                        Worten steht, sondern in Kraft. Gott, unser <term type="Sachen" key="Gott, Vater">Vater</term>, aber wolle das in uns Allen immer
                        mehr zur <term type="Sachen" key="Wahrheit">Wahrheit</term> werden
                        lassen, denn <hi rend="italic">sein</hi> ist das <hi rend="italic">Reich</hi> und die
                            <hi rend="italic">Kraft!</hi> [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.6.13">Mt. 6,13</ref>].</p>
                    
                </div>  
                <div type="closer">
                        <salute>Amen!</salute>
                </div>
                <div type="songs">
                    <head>Lieder:</head>
                        <listBibl type="songs" rend="simple">
                            <bibl type="song" corresp="kbga-songs-58">
                                <choice>
                                    <sic ed="pga">Nr. 6</sic>
                                    <corr>224</corr>
                                </choice>: «
                                    <choice>
                                        <sic ed="pga">Lobe den Herren</sic>
                                        <corr>Such’, wer da will, ein ander Ziel</corr>
                                    </choice>&gt;» von <choice>
                                    <sic ed="pga">J. Neander</sic>
                                    <corr>G. Weißel</corr>
                                </choice>, <choice>
                                    <sic ed="pga">Strophen 1.2.3 (RG
                                242,1–3; EG 317,1–3).</sic>
                                    <corr>Strophen 1.2.4 (RG 276; EG 346)</corr>
                                </choice>.</bibl>
                           <bibl type="song" corresp="kbga-songs-153">Nr. 187: «Wort aus Gottes Munde» von <persName ref="kbga-actors-5711">H. C. Hecker</persName>, Strophen
                                1.6.</bibl>
                        </listBibl>
                    </div>
                </div>
                
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
