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        <title type="volume" n="vol-53">Predigten 1907–1910</title>
        <title type="content">Vorwort</title>
        <title type="citation_line_1">Weinreich, Simon, Zocher, Peter: Vorwort, in: Predigten 1907–1910, April 2018</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/53001 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1907–1910, hrsg. v. Zocher, Peter (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 2018, S. .</title>
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      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1907–1910</title>
          <title type="text">Vorwort</title>
          <author ref="kbga-actors-9027">Weinreich, Simon</author>
          <author ref="kbga-actors-8878">Zocher, Peter</author>
          <editor>Zocher, Peter</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2018</date>
          <!--position within a volume-->
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        <date type="creation" when="2018-04">April 2018</date>
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                 <head>VORWORT</head>
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                    <head type="sub">
                    <hi rend="italic">1.) Dank an Hermann Schmidt</hi>
                </head>
                    <p>Die Herausgeber möchten einen besonderen Dank an den im Jahre
                    2005 verstorbenen Hermann Schmidt diesem Band voranstellen. Unter
                    den insgesamt neun von Hermann Schmidt als Herausgeber betreuten
                    Bänden der Gesamtausgabe sind sieben Predigtbände (Predigten
                    1915–1921, erschienen von 1996 bis 2007), denen sich mit dem
                    hier vorliegenden Band in gewisser Weise ein achter hinzugesellt: Mit
                    großem Dank konnten die Herausgeber dieses Bandes auf eine vorliegende,
                    noch von Hermann Schmidt erarbeitete erste Transkription
                    zurückgreifen, die der weiteren Arbeit als fester und verlässlicher
                    Grund eine überaus wichtige Hilfe war.</p> 
                  </div>
                    <div> <head type="sub">
                    <hi rend="italic">2.) Biographisches</hi>
                </head>
                    <p>Dieser Band präsentiert die ersten 55 Predigten Karl <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>, die er in
                    den Jahren 1907 bis 1910 gehalten hat. Was wohl insgesamt von Predigtbänden
                    gilt, muss daher für den vorliegenden Band besonders
                    unterstrichen werden: Er zeigt den Prediger Barth ‹auf dem Weg›.
                    Verfolgen lässt sich dieser Weg von der allerersten im Homiletischen
                    Seminar (und einer weiteren in einer Übung) gehaltenen Predigt über
                    die beiden kurzen Vikariate in Meiringen und Pruntrut / Porrentruy,
                    eine mehrfache Predigtvertretung im kurhessischen Niedergrenzebach
                    hin zu <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> erster größerer Wirkungsstätte Genf.</p>
                    <p rend="margin-top">Im August 1907 trat Barth ein Vikariat in der Gemeinde <hi rend="italic">Meiringen</hi> im
                    Berner Oberland an; er war hier für vier Wochen selbständig und ohne
                    einen Mentor direkt am Ort tätig. Während er Wochen zuvor gegenüber
                    einem Studienkollegen noch scherzend vom «Ende seiner Jugendfröhlichkeit»
                    und einem «Spektakel» schrieb, das dieser Monat
                    als «Pfarrer, d. h. Vikar in Meiringen» bedeuten werde,<note xml:id="n01"> Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an <persName ref="kbga-actors-783">W. Spoendlin</persName> vom 11.6.1907 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9207.27</idno>).</note> ist unmittelbar
                    nach seiner Ankunft doch mehr Respekt vor der Aufgabe zu spüren,
                    wenn er seinen Eltern schreibt: «[…] die Metamorphose hat be<pb xml:id="pr010" ed="pga" break="no"/>gonnen,
                    und ich will über den Anfang gleich berichten, obwohl ich
                    sehr eifrige Fortsetzung nicht garantieren kann, da ich [...] ziemlich
                    beschäftigt sein werde».<note xml:id="n02"> Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an seine Eltern vom 29.7.1907 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9207.29</idno>).</note> Und mehr als die verschiedenen Besuche –
                    und auch gleich Diskussionen über theologische und andere Fragen –,
                    von denen er berichtet, beschäftigte ihn dabei seine sich in der hier
                    vorliegenden Edition spiegelnde Aufgabe, das Predigen: «Meine
                    ­Seminars­predigt mag ich vorläufig nicht wiederkäuen. Ich behalte sie
                    in Reserve und habe eine neue entworfen über <ref type="can" subtype="bible" target="Ps.121.1 Ps.121.2">Ps. 121,1–2</ref>, soll eine
                    ‹Berg›-Predigt werden. Ich laufe sehr würdig herum als ‹Herr Vikaari›,
                    mache Einträge in dicke Bücher und Anderes mehr. Auf die verschiedenen
                    Reaktionen habe ich nicht übel Angst. Die Kirche ist beängstigend
                    groß und die Kanzel wie ein Turm in der Mitte!»<note xml:id="n03"> Ebd.; die angesprochene Predigt findet sich unten, <ref type="pub" target="../volume/53/p010#p010">S. 10–18</ref>.</note>
                </p>
                    <p>Fast genau ein Jahr später und wenige Wochen vor seinem Examen
                    war Barth in seinem zweiten, diesmal nur dreiwöchigen Vikariat in
                    <hi rend="italic">Pruntrut / Porrentruy</hi> vor ganz andere Herausforderungen gestellt;
                    im Mittelpunkt stand ihm aber auch dort das Predigen, und mit der
                    ersten dort zu haltenden Predigt war er noch zwei Tage vor dem Gottesdienst
                    unzufrieden: «Gegenwärtig lerne ich meine Predigt für
                    Sonntag (Miécourt) und finde sie ungenügend. […] Im Studierzimmer
                    habe ich ein Harmonium mit 8 Registern, nun orgele ich beständig,
                    dass die Wände zittern. Mit den Buben mache ich Reiterspiele und lese
                    dazwischen das Kollegheft von Kaftan und dergleichen. So geht’s mir
                    hier erträglich, besonders da man hier fast fortwährend ausführlich
                    isst».<note xml:id="n04"> Postkarte <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an seine Eltern vom 21.8.1908 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9208.50</idno>).</note>
                </p>
                    <p>Zwiespältig sollte <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Erinnerung an die Predigtvertretungen in
                    <hi rend="italic">Niedergrenzebach</hi> bleiben, die er dreimal von Marburg aus übernahm.
                    Den positiven und beinahe liebevollen Eindrücken von der Gemeinde
                    und ihren Gebräuchen stand gegenüber die immer größer werdende
                    Enttäuschung über den ortsansässigen Pfarrer, von dem die im Austausch
                    erwartete fachliche Meinung zu den Predigten des frisch Examinierten
                    in keiner auch nur im Ansatz befriedigenden Weise zu
                    bekommen war.</p>
                   <p rend="margin-top">  <pb rend="noPipe" xml:id="pr011" ed="pga"/> Mitte September 1909 schließlich trat Barth in <hi rend="italic">Genf</hi> die Stelle des
                    Hilfspredigers (pasteur suffragant) an der dortigen, zur «L’Église nationale
                    protestante de Genève» gehörenden Deutschen reformierten
                    Gemeinde an. Der Gemeinde gehörten auf dem Papier viele tausend
                    Deutschschweizer im ganzen Kanton Genf an; die in dieser Bevölkerungsgruppe
                    hohe Fluktuation und der Umstand, dass die länger
                    Bleibenden sich in der Regel über kurz oder lang einer einheimischen
                    französischsprachigen Gemeinde anschlossen, ließ die Zahl der wirklich
                    aktiven Gemeindemitglieder aber sehr überschaubar bleiben.<note xml:id="n05"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-4">M. Jehle-Wildberger, <hi rend="italic">Adolf Keller (1872–1963). Pionier der ökumenischen Bewegung</hi>, Zürich 2008, S. 60</bibl>.</note>
                </p>
                    <p>Auf <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> am 26. Mai 1909 geschriebene Bewerbung hin<note xml:id="n06"> Vgl. das Bestätigungsschreiben des Bureau du Consistoire der L’Église nationale protestante de Genève vom 4.6.1909 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9309.11</idno>).</note> wurde
                    ihm die Stelle mit Beschluss vom 31. August 1909 übertragen; dies, das
                    ihm zustehende Salär von 2500 CHF im ersten Jahr und dass er die
                    Stelle auf Wunsch des Pfarrers der Gemeinde, Adolf Keller, bereits am
                    15. September antreten solle, teilte man ihm mit einem Schreiben vom
                    7. September mit.<note xml:id="n07"> Schreiben V. von Berchems, des Sekretärs des Konsistoriums der L’Église nationale protestante de Genève, an <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> vom 7.9.1909 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9309.25</idno>).</note>
                </p>
                    <p>Barth wohnte in Genf zunächst am Quai des Bergues 21 im vierten
                    Stock, ab Mai 1909 dann an der Avenue des Petits Délices 9; sein
                    besonderes Aufgabenfeld war die Betreuung des innerstädtischen, an
                    den Hauptbahnhof angrenzenden Quartiers Pâquis.<note xml:id="n08"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-134"><persName ref="kbga-actors-1513">Busch</persName>, S. 64</bibl>.</note> Am 26. September
                    1909 wurde er in sein Amt eingeführt und hielt die erste seiner
                    Genfer Predigten. Adolf Keller, zu dessen Entlastung in seinem Amt
                    als erster Pfarrer der Gemeinde die Hilfspredigerstelle neu eingerichtet
                    worden war, sollte die Gemeinde nur wenige Wochen später verlassen
                    und im Oktober 1909 ein Pfarramt in Zürich antreten. So währte
                    diese erste Zusammenarbeit <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> und Kellers nur wenige Wochen,
                    hatte aber eine lebenslange nicht immer kritikfreie, aber doch freundschaftliche
                    Verbundenheit zur Folge.<note xml:id="n09"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-4">Jehle-Wildberger (Anm. 5), S. 63f.</bibl>
                    </note>
                </p>
                    <p>Die unmittelbare Folge von Kellers schnellem Weggang jedoch war,
                    dass Barth das Pfarramt gleich für mehrere Monate allein zu versehen
                    <pb xml:id="pr012" ed="pga"/> und neben seinen sonstigen Verpflichtungen ab Ende Oktober 1909
                    bis Mitte Februar durchgehend wöchentlich zu predigen hatte. Erst
                    Ende Februar 1910 wurde die erste Pfarrstelle wieder mit Paul Walter
                    besetzt.</p>
                    <p>In seinen Genfer Predigten ließ Barth sich stark auf das gehobene
                    städtische Bildungs-Bürgertum ein, das den Großteil der Gottesdienstbesucher
                    stellte. Sie setzen einen nicht unerheblichen Grundbestand
                    an historischem, philosophischem und auch religiösem Wissen
                    voraus, und nahezu jede Predigt weist mehrere Zitate aus Klassikern
                    deutscher und schweizerischer Literatur auf. Das immer tiefere
                    Einleben <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> in die Gemeinde kann man auch daran festmachen,
                    dass er im Verlauf des Jahres 1910 dazu übergeht, immer wieder einmal
                    auch Ereignisse aus dem Gemeindeleben zum Aufhänger von
                    oder in Predigten zu machen. So konkrete und ausgeführte Aufnahmen
                    des Genfer Geschehens wie dann in der ersten Jahreshälfte
                    1911<note xml:id="n10"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-834">Predigten 1911, <ref type="pub" target="../volume/51/pr008#pr008">S. VIII</ref></bibl>.</note> gibt es allerdings in den hier vorliegenden Predigten noch nicht.</p>
                    <p>Besonders ins Auge fallen die 18 in Form einer Reihenpredigt gehaltenen
                    Predigten zum Jakobusbrief. Vom 9. Januar 1910 an – unterbrochen
                    nur durch die Predigten an Karfreitag und zur Konfirma­tion –
                    versucht Barth bis in den späteren Sommer hinein, seiner Gemeinde
                    diese ‹stroherne Epistel› (Luther) ans Herz zu legen und aufzuweisen,
                    dass Luthers Verdikt nicht zutreffend sei. Man mag sich
                    fragen, ob er damit Erfolg hatte: Einmal predigt er für größere Teile
                    seiner Zuhörer so unverständlich, dass er die Predigt zum selben
                    ­Thema noch einmal halten zu müssen meint,<note xml:id="n11"> Siehe unten, <ref type="pub" target="../volume/53/p470#p470">S. 470f.</ref>
                    </note> mehrfach taucht in
                    Jakobuspredigten der Name des Paulus fast so häufig oder sogar häufiger
                    auf als der des Jakobus und schließlich, nachdem er zur einschlägigen
                    Stelle <ref type="can" subtype="bible" target="Jak.2.14 Jak.2.26">Jak. 2,14–26</ref> eindeutig gegen den Text und für die
                    paulinische Position gepredigt hat, entsteht ein wenig der Eindruck,
                    dass er doch auch selbst die Lust am Jakobusbrief verliert: Während es
                    zum ersten Kapitel des Jakobusbriefes neun Predigten gibt und zum
                    zweiten immerhin noch fünf, predigt Barth nur noch dreimal über das
                    dritte Kapitel, und zu den beiden letzten Kapiteln findet sich nur noch
                    eine Predigt zu <ref type="can" subtype="bible" target="Jak.4.7 Jak.4.8">Jak. 4,7–8</ref>.</p>
                    <p>  <pb rend="noPipe" xml:id="pr013" ed="pga"/> Bemerkenswert sind sicher auch die Predigt über das Abendmahl
                    (4. Dezember 1910), mit der Barth der in der Gemeinde verbreiteten
                    Abendmahlsabstinenz abhelfen will, und die beiden Reformationspredigten
                    von 1909 zu Luther und 1910 zu Melanchthons «Loci communes»
                    – nicht etwa zu Calvin oder Zwingli, und besonders die Letztere
                    über weite Strecken einem kleinen Kolleg gleichend.</p>
                    <p>In seinen regelmäßig nach Hause geschickten Briefberichten, aber
                    mehr oder weniger versteckt auch in den Predigten spiegeln sich einerseits
                    die positiven Erfahrungen des jungen Pfarrers, seine herzliche
                    Aufnahme in der Gemeinde und sein ihn erfüllendes Wirken dort;
                    andererseits jedoch auch eine mit der Zeit größer werdende Enttäuschung
                    über die mangelnde Intensität des Gemeindelebens, das in Vielem
                    überschaubare Engagement innerhalb der Gemeinde und vor allem
                    über den eher spärlichen Gottesdienstbesuch. Nicht umsonst
                    wird Barth es 1911, nach seinem Amtsantritt in Safenwil, als einen
                    besonders erfreulichen Umstand hervorheben, dass er dort und nun
                    das Gefühl habe, wirklich «<hi rend="italic">nötig</hi> zu sein».<note xml:id="n12"> Brief <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an seinen <persName ref="kbga-actors-21">Vater</persName> vom 21.9.1911 (<idno type="kba-objects-identifier">KBA 9211.90</idno>). Vgl. dazu <bibl corresp="kbga-bibls-2498">P. Zocher, <hi rend="italic">«Hier hat man das erfreuliche Gefühl,</hi> nötig <hi rend="italic">zu sein.» Der neue Pfarrer Karl Barth und die Gemeinde Safenwil im Jahre 1911</hi>, in: ZDTh 31 (2015), Nr. 2, S. 109–121</bibl>.</note>
                </p>
                    <p>Nicht zuletzt der Konfirmandenunterricht, den er 1909/10 erstmals
                    durchgängig für einen Jahrgang erteilt, gehört in Genf zu den Aufgaben,
                    die Barth besonders am Herzen liegen.<note xml:id="n13"> Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-1641">
                            <hi rend="italic">Konfirmandenunterricht 1909–1921</hi>, <ref type="pub-" target="../volume/18/p001#p001">S. 1–55</ref> (Jahrgang 1909/10) und <ref type="pub-" target="../volume/18/p057#p057">S. 57–106</ref> (Jahrgang 1910/11)</bibl>.</note> Und dieser Unterricht
                    ist es auch, der ihm ganz besonders im Gedächtnis geblieben sein
                    dürfte, war doch unter den Konfirmandinnen dieses Jahrgangs die
                    damals 16jährige Nelly Hoffmann, die Barth drei Jahre später heiraten
                    wird. Beide werden am 27. März 1913 in der Nydeggkirche in Bern
                    getraut – von Adolf Keller.</p> 
                  </div>
                    <div> <head type="sub">
                    <hi rend="italic">3.) Zu dieser Edition</hi>
                </head>
                    <p>Der Band enthält die von Nr. 1 bis 55 durchnummerierten ersten
                    Predigten Barths, die er von 1907 bis 1910 gehalten hat, 40 davon
                    allein in Genf seit dem 26. September 1909; aus diesen Jahren sind
                    <pb xml:id="pr014" ed="pga"/> keine Kasualansprachen erhalten. Die im Karl Barth-Archiv aufbewahrten
                    Manuskripte sind überwiegend auf unlinierten Bögen geschrieben,
                    die eine Höhe von 22,5 cm und eine Breite von 36 cm haben
                    und einmal quergefaltet sind. Alle Predigten sind in sauberer, deutscher
                    Handschrift komplett ausgeschrieben. Das so entstandene Manuskript
                    bildete die Basis für das von Barth so genannte «Lernen»<note xml:id="n14"> Siehe oben, Zitat bei <ref type="pub" target="#fn_n04">Anm. 4</ref>.</note>
                    oder auch Memorieren der Predigt, die er dann in der Regel fast ganz
                    frei vortrug. Für die Genfer Predigten benötigte Barth in der Regel
                    vier solcher Bögen und beschrieb alle 16 Seiten. Mit Predigt 44 ging er
                    dazu über, die Bögen zu teilen, und beschrieb die so erhaltenen Blätter
                    jeweils einseitig; überwiegend blieb es bei 16 Seiten, lediglich für die
                    Predigten 53 und 54 benötigte er 17 Seiten. Bei den vor Genf gehaltenen
                    Predigten sind es in der Regel ein bis zwei Manuskriptseiten
                    weniger, die Barth beschrieb.</p>
                    <p>Den Predigttext hat Barth jeweils der Predigt vorangestellt und
                    durch Unterstreichungen zumeist des ganzen Textes, mitunter auch
                    nur der in ihm enthaltenen wörtlichen Rede oder von Teilen davon,
                    hervorgehoben. Ganz überwiegend hat Barth in diesen Jahren den
                    Predigttext selbst übersetzt; mitunter jedoch hat er ganz oder teilweise
                    den Luthertext<note xml:id="n15"> <bibl corresp="kbga-bibls-2492">Revidierte Ausgabe von 1892, 9. Abdruck, Halle/Saale 1899</bibl>; Predigten <ref type="pub" target="./53010">8</ref>, <ref type="pub" target="./53012">12</ref>, <ref type="pub" target="./53016">14</ref>, <ref type="pub" target="./53017">15</ref>, <ref type="pub" target="./53024">22</ref>, <ref type="pub" target="./53029">27</ref>, <ref type="pub" target="./53049">47</ref>, <ref type="pub" target="./53055">53</ref>, <ref type="pub" target="./53057">55</ref>.</note> bzw. die Übersetzung des Neuen Testaments
                    durch Carl Weizsäcker<note xml:id="n16"> <bibl corresp="kbga-bibls-2412">
                            <hi rend="italic">Das Neue Testament</hi>, übers. von C. Weizsäcker, Tübingen / Leipzig 1903<hi rend="sup">9</hi></bibl>; Predigten <ref type="pub" target="./53003">1</ref>, <ref type="pub" target="./53008">6</ref>, <ref type="pub" target="./53022">20</ref>, <ref type="pub" target="./53025">23</ref>, <ref type="pub" target="./53027">25</ref>, <ref type="pub" target="./53032">30</ref>, <ref type="pub" target="./53033">31</ref>, <ref type="pub" target="./53039">37</ref>.</note> übernommen.</p>
                    <p>Die für den Gottesdienst vorgesehenen Lieder, deren Nummern
                    sich nach dem 1890/91 eingeführten <bibl corresp="kbga-bibls-1085"><hi rend="italic">Gesangbuch für die evangelisch-reformierte
                    Kirche der deutschen Schweiz</hi> (GERS)</bibl> richten, sind in der
                    Regel oben links auf der ersten Manuskriptseite notiert; sie werden in
                    dieser Ausgabe unterhalb der jeweiligen Predigt mitgeteilt, die Liednummern
                    im <bibl corresp="kbga-bibls-1089"><hi rend="italic">Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der
                    deutschsprachigen Schweiz</hi> (RG)</bibl> von 1998 bzw. im (deutschen) <bibl corresp="kbga-bibls-1088"><hi rend="italic">Evangelischen
                    Gesangbuch</hi> (EG) von 1992</bibl> sind hinzugefügt, soweit die
                    Lieder dort enthalten sind. Während seiner Zeit in Genf und in der
                    letzten zuvor gehaltenen Predigt hat Barth ebenfalls oben auf der er<pb xml:id="pr015" ed="pga" break="no"/>sten
                    Seite des Manuskripts die Bibelstelle(n) für die Lesung(en) im
                    Gottesdienst aufgeschrieben. Auch diese Angaben finden sich in dieser
                    Ausgabe unterhalb der jeweiligen Predigt. Nur bei den beiden
                    Predigten vom 23. und 30. August 1908 sind lateinisch nummerierte
                    Gebete notiert; vermutlich benutzte Barth hier die <hi rend="italic">Liturgie für die
                    Evangelisch-reformirte Kirche des Kantons Bern</hi>, Bern 1888<hi rend="sup">2</hi>, dort
                    S. 9–22 (Gebete vor der Predigt I–VIII) und S. 22–39 (Gebete nach der
                    Predigt I–VIII).</p>
                    <p>Die ursprünglich durch Hermann Schmidt erfolgte Transkription
                    der Manuskripte wurde von den Herausgebern überprüft. Die sehr
                    wenigen unsicheren und einige im Manuskript aus äußeren Gründen
                    kaum oder gar nicht lesbare Worte sind mit einer entsprechenden
                    Anmerkung versehen. Orthographie und Interpunktion sind nach
                    den für die Gesamtausgabe gültigen Regeln modernisiert. Abkürzungen
                    sind in der Regel ausgeschrieben, lange Passagen ohne Gliederung
                    häufiger durch Herausgeber-Absätze untergliedert. Diese orientieren
                    sich in vielen Fällen an Gedankenstrichen, die Barth eingefügt hatte,
                    und sind erkennbar an einem senkrechten Strich hinter dem letzten
                    Satzzeichen des Absatzes. Eckige Klammern im Predigttext – ganz
                    überwiegend handelt es sich um Bibelstellennachweise – markieren,
                    wenn nicht anders vermerkt, Zusätze der Herausgeber.</p>
                    <p>Der Editionstext selbst erscheint in der letzten Form des Manuskripts,
                    also inklusive aller vorgenommenen Korrekturen. Sofern es
                    sich um Korrekturen mit Tinte handelt, bei denen in der Regel nicht
                    zu entscheiden ist, ob sie schon direkt während des Schreibvorgangs
                    oder nachträglich vorgenommen wurden, sind sie direkt in den Editionstext
                    übernommen; auf später vorgenommene Bleistiftkorrekturen
                    wird durch textkritische Fußnoten hingewiesen. Ähnliches gilt für
                    die im Manuskript vorgenommenen Unterstreichungen: Solche mit
                    Tinte oder mit Blaustift, die sicher auf Barth selbst zurückgehen und
                    der Hervorhebung dienen, sind übernommen und durch Kursivsatz
                    wiedergegeben. Solche mit Bleistift, von denen nur einige der Hervorhebung
                    dienen, andere aber eindeutig der Infragestellung von
                    Aussagen oder Formulierungen, sind nur im ersten Fall übernommen;
                    sie sind aber so oder so durch textkritische Fußnoten ausgewiesen, so
                    dass die Entscheidung der Herausgeber in jedem Fall überprüfbar
                    bleibt.</p> 
                  </div>
                    <div> <pb xml:id="pr016" ed="pga"/>
                <head type="sub">
                    <hi rend="italic">4.) Dank der Herausgeber</hi>
                </head>
                    <p>Für ihre Hilfe bei Recherchen und Auskünfte in Einzelfragen danken
                    die Herausgeber Prof. Dr. Christophe Chalamet (Genf), Peter Heidtmann-Unglaube
                    (Landeskirchliches Archiv, <choice>
                        <sic ed="pga">Kasel</sic>
                        <corr>Kassel</corr>
                    </choice>), Prof. Dr. Martin
                    Meiser (Saarbrücken), Dr. Christian Neddens (Saarbrücken) und Michael
                    Pfenninger (Basel / Zürich); Letzterem zudem für die Hilfe bei
                    der Durchsicht der Register. Ebenfalls für ihre Hilfe bei der Durchsicht
                    der Register ist Mareike Zocher (Hannover) zu danken, die darüber
                    hinaus hilfreiche und in der Endphase der Arbeit an den Dateien
                    überaus notwendige technische Unterstützung leistete.</p>
                    <p>Zuletzt sei den Mitarbeitern des Theologischen Verlags Zürich für
                    die verlässlich gute verlegerische Betreuung und denen der pagina
                    GmbH, Tübingen, für ihre akkurate Arbeit bei der Satzerstellung gedankt.
                    Dass dies bei jedem Band wie selbstverständlich wieder der Fall
                    ist, macht es noch keineswegs zu einer Selbstverständlichkeit!</p>

                    <closer> 
                        <dateline rend="left">Basel und Effretikon, im April 2018</dateline> 
                        <signed rend="right"><hi rend="italic">Simon Weinreich</hi></signed>
                        <signed rend="right"><hi rend="italic">Peter Zocher</hi></signed>
                </closer> 
            </div>
          </div>
        </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
