<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="kbga-texts-50020">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="volume" n="vol-50">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
        <title type="content">Anhang: Begleitheft zur CD-ROM</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Anhang: Begleitheft zur CD-ROM, kein Datum</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/50020 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik, hrsg. v. Stoevesandt, Hinrich / Trowitzsch, Michael (Gesamtausgabe, Abt. II), Zürich 2014, S. 692.</title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/50020</idno>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
        <bibl type="pga" xml:id="pga">
          <title type="volume">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
          <title type="text">Anhang: Begleitheft zur CD-ROM</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Stoevesandt, Hinrich</editor>
          <editor>Trowitzsch, Michael</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2014</date>
          <biblScope unit="page">692</biblScope>
          <!--position within a volume-->
          <biblScope unit="part">20</biblScope>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date type="creation">kein Datum</date>
      </creation>
      <textClass>
        <keywords>
          <term>paper</term>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
    <revisionDesc>
      <change when="2026-08-25T09:04:37+02:00">teiHeader was automatically produced from the database 2026-08-25T09:04:37+02:00</change>
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text>
        <body>
            <div type="paper">
                <pb xml:id="p681" ed="pga" rend="noPipe"/>
                <head>Anhang: Begleitheft zur CD-ROM</head>
                <head>Einleitung</head>
                <div>

                    <p><persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName> hat im Laufe der
                        Arbeit an der Kirchlichen Dogmatik (1932–1967) immer wieder Passagen, die er
                        im Kolleg vorgetragen hatte, für den Druck noch einmal neu formuliert. Er
                        hat aber auch längere und kürzere Texte aus verschiedenen Gründen
                        einstweilen ganz vom Druck zurückgestellt: weil sie einen anderen
                        systematischen Ort finden sollten, weil ihm der Zeitpunkt zur
                        Veröffentlichung ungeeignet schien oder weil <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> auf das Thema erneut
                        zurückkommen wollte. Zu diesen Texten gehört z. B., wie aus dem Vorwort zu
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/2</bibl> bekannt, ein Abschnitt über
                        «Der Mensch und die Menschheit», den <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> zurückstellte, «weil ich des
                        theologischen Zugangs zu dieser Frage [...] nicht sicher genug war» (S. VIII).</p>
                    <p>Auf der vorliegenden CD-ROM werden die Typoskripte dieser «Unveröffentlichten
                        Texte zur Kirchlichen Dogmatik» durch pdf-Dateien in Faksimile-Qualität
                        zugänglich gemacht, die gleichsam einen Archiv-Blick auf <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>
                        ursprünglichen Text ermöglichen. Die Texte sind nicht nur für <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>
                        Arbeitsweise und die Entstehungsgeschichte der Kirchlichen Dogmatik
                        aufschlussreich. Vor allem bieten sie wichtige Ausführungen zu Themen, die
                        <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> entgegen seinen Plänen in der Weiterarbeit an der Kirchlichen Dogmatik
                        nicht mehr aufgegriffen hat, die sich also nur hier behandelt finden.</p>
                    <p>Die vorliegende CD-ROM kann indessen nicht nur das seit langem bestehende,
                        durch die Nachfrage nach Fotokopien der Texte immer wieder unterstrichene
                        Interesse an diesen Paralipomena erst einmal befriedigen. Sie eröffnet auch
                        in der originalgetreuen Wiedergabe der Typoskripte die Möglichkeit zu
                        Beobachtungen an <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Arbeitsweise, an dem lebendigen Prozess von
                        Änderungen, Streichungen, Einfügungen, Ergänzungen, in dem er Schritt für
                        Schritt die Gedankenlinie herausarbeitete. Das könnte der gedruckte Text
                        auch mit einem komplizierten, die Lektüre im Übrigen erschwerenden Apparat
                        nicht ermöglichen. Zudem erlaubt die CD-ROM mit ihrer Suchfunktion eine
                        eigene Form der Text-Recherche, die als Ergänzung zu den Möglichkeiten der
                        Arbeit mit dem Text, die nur ein Buch bieten kann, <pb xml:id="p682" ed="pga"/> willkommen sein wird. Freilich ist diese Suchfunktion auf den
                        Schreibmaschinentext begrenzt, soweit er einwandfrei erkennbar, also nicht
                        durch Striche oder dergleichen verunklart ist.</p>
                    <p>Herrn Dr. Wolfram Fiedler und seinen Kollegen bei Herrmann &amp; Kraemer in
                        Garmisch-Partenkirchen gilt ein herzlicher Dank für die engagierte und
                        kompetente technische Betreuung des Projekts.</p>
                    <closer>
                    <dateline rend="right"><placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>, den
                            <date when="2005-09-08">8.9.2005</date></dateline>
                    <signed rend="right">
                        <persName ref="kbga-actors-3664">Hans-Anton Drewes</persName></signed>
                    </closer>
                </div>
                <div>
                <div>
                <div>
                    <head>1  Die natürliche Theologie unter der Geduld Gottes</head>

                    <p rend="margin-top">Das Fragment gehört in den Zusammenhang der Erörterungen von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, § 26,2</bibl>, und ist wahrscheinlich
                        vor der auf S. 188 in der vorletzten Zeile beginnenden Schlussdarlegung
                        einzufügen. Wie das folgende Stück ist es gegen Ende des Wintersemesters
                        1937/38 in der Vorlesung vorgetragen worden. Bei diesem, wie bei vielen der
                        übrigen Stücke, ist zu berücksichtigen, dass die Übergänge am Anfang und
                        Ende des «zurückgestellten» (also durch <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> von der Publikation ausgenommenen) Textes öfter
                        deshalb fehlen, weil sie auf Typoskript-Blättern standen, die unter
                        Streichung dieses Anfangs und Endes als Druckvorlage – in diesem Fall für
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, S. 188 und S. 189</bibl> –
                        dienten.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>2  Zusatz zur Auslegung des ersten Satzes der Barmer Theologischen
                        Erklärung in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, S. 194–200</bibl></head>

                    <p>Der Text ist erstmals in <bibl corresp="kbga-bibls-3285"><persName ref="kbga-actors-2151">K. Barth</persName>, <hi rend="italic">Texte
                                zur Barmer Theologischen Erklärung</hi>, hrsg. von M. Rohkrämer,
                            Zürich 1984 (2004<hi rend="sup">2</hi>), S. 77–81</bibl>, innerhalb der
                        «Kurzen Kommentierung des ersten Satzes der Theologischen Erklärung der
                        <orgName ref="kbga-actors-5393">Barmer Synode</orgName> vom <date when="1934-05-31">31. Mai 1934</date>» (<bibl corresp="kbga-bibls-3285">S. 67–87</bibl>) veröffentlicht worden. Dort
                        hat <persName ref="kbga-actors-1841">Rohkrämer</persName> in seinem
                        Editionsbericht auf <bibl corresp="kbga-bibls-3285">S. 243–245</bibl>
                        dargelegt, wie sich dieser Text aus dem Wintersemester 1937/38 –
                        wahrscheinlich im Januar / Februar 1938 vorgetragen – in der ursprünglichen
                        Fassung erhalten hat: in verschiedenen Vervielfältigungen, die noch vor der
                        Überarbeitung für die <pb xml:id="p683" ed="pga"/> Drucklegung von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1</bibl> in <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> weitergegeben wurden. Von
                        diesem Vorlesungstext unterscheidet sich die in der Kirchlichen Dogmatik
                        gedruckte Fassung durch stilistische und andere Verbesserungen, vor allem
                        aber durch die Streichung der Passage über die Frage, warum es «gerade
                        diesmal, gerade in <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName>,
                        zu diesem Widerspruch» gegen die natürliche Theologie kam, wie ihn die erste
                        Barmer These einlegt. Bis auf einige Zeilen am Anfang und am Schluss liegt
                        dieser Abschnitt hier in dem Typoskript vor, das <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> schon für die Drucklegung
                        bearbeitet hatte, bevor er sich entschloss, ihn im Druck zu übergehen. Wegen
                        der in der Veröffentlichung in den <hi rend="italic"><bibl corresp="kbga-bibls-3285">Texten zur Barmer Theologischen
                                Erklärung</bibl></hi> nicht berücksichtigten Änderungen und
                        Ergänzungen, die <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> für den Druck angemerkt hatte, sind diese Seiten von
                        Interesse, obwohl sie im Inhalt grundsätzlich schon bekannt sind.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>3  § 29 Gottes Vollkommenheiten</head>
                    <p>Die einleitenden drei Seiten des Paragraphen über die Vollkommenheiten Gottes
                        – vorgetragen im Sommersemester 1938 – sind im Druck (<bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, S. 362ff.</bibl>) durch eine wesentlich
                        breitere Problementfaltung mit einem neuen, schärfer gefassten und anders
                        akzentuierten Leitsatz ersetzt worden. Auf der Rückseite des letzten der
                        drei Blätter hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> notiert:
                        «Abgelegt aus Dogm. II 1».</p>
                </div>
                <div>
                    <head>4  «Dummheit»</head>
                    <p>Die von <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barth</persName>s Hand mit
                        «Dummheit» überschriebenen Seiten hätten die Ausführungen am Ende von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, § 30, auf S. 495</bibl> fortsetzen und
                        abschließen sollen. Das mit dem roten Teil des Farbbandes geschriebene, also
                        wie das Vorangehende für Petitsatz vorgesehene Stück ist wahrscheinlich im
                        Dezember 1938 im Kolleg vorgetragen worden. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> empfand offensichtlich,
                        dass jetzt «auch einmal hervorgehoben werden» sollte, «daß die ganze heilige
                        Schrift und also das ganze Zeugnis von Jesus Christus auch diese Front hat:
                        die Front gegen die <hi rend="italic">Dummheit</hi>». War sie 1939, während
                        der Drucklegung von <pb xml:id="p684" ed="pga"/> <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1</bibl>, gewiss nicht weniger aktuell, schien die Darlegung
                        dieser Implikation der Lehre von Gottes Weisheit <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> nun doch über die
                        Linie des § 30 hinauszuführen. So stellte er den Text zurück. Er knüpfte an
                        Gedanken und Wendungen aus diesen Ausführungen von 1938 an, als er 1954 in
                        der Hamartiologie des zweiten Teils der Versöhnungslehre Sünde als Dummheit
                        analysierte (<bibl corresp="kbga-bibls-2">KD IV/2, S. 460–486</bibl>). Doch
                        bleibt der Text von 1938 aus dem anderen Zusammenhang der Gotteslehre und in
                        seiner besonderen Stoßrichtung durchaus als eigener Traktat
                        beachtenswert.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>5  Bilderfrage</head>
                    <p>Die mit 912 bis 927 nummerierten ersten 16 Blätter der von <persName ref="kbga-actors-2151">Karl Barths</persName> Hand mit «Bilderfrage»
                        überschriebenen Ausführungen waren zur Fortsetzung des Petitabschnitts in
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, § 31,3, S. 503</bibl>, bestimmt,
                        wie die letzten Worte des gedruckten Textes in den ersten beiden Zeilen von
                        Typoskriptseite 912 belegen. Als <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> sich entschloss, den «kurzen
                        historischen Exkurs» nicht in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1</bibl> zu
                        übernehmen, kürzte er offensichtlich auch den vorangehenden Text, in dem er
                        – das gestrichene Wort «Unbegreiflichkeit» weist darauf hin – anscheinend
                        die drei Bestimmungen, die nach der reformierten Dogmatik die simplicitas
                        Gottes umfasst: <foreign xml:lang="lat">spiritualitas, invisibilitas,
                            incomprehensibilitas</foreign> (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-263">H.
                            Heppe, <hi rend="italic">Die Dogmatik der evangelisch-reformierten
                                Kirche</hi>, neu durchgesehen und hrsg. von E. Bizer, Neukirchen
                            Kreis Moers 1958<hi rend="sup">2</hi>, S. 47</bibl>), erklärt und als
                        letzten Punkt erwähnt hatte, dass von Gottes <foreign xml:lang="lat">simplicitas</foreign> und <foreign xml:lang="lat">spiritualitas</foreign> aus in der reformierten Theologie der
                        katholische und lutherische Bildergebrauch zurückgewiesen wurde (<bibl corresp="kbga-bibls-263">Heppe, a.a.O., S. 59, Anm. </bibl>*). Mit dem
                        daran anschließenden historischen Exkurs zur «Nicht-Abbildbarkeit Gottes»
                        sind auch diese auf ihn hinführenden Gedanken gestrichen worden. In ganz
                        anderer Weise hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> das Thema dann in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/1, S. 225–229</bibl>, behandelt.</p>
                    <p>Den besonders wegen der Auseinandersetzung mit <persName ref="kbga-actors-5497">Luther</persName> und <persName ref="kbga-actors-77">Calvin</persName> interessanten Exkurs aus <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1</bibl> hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> später durch die
                        Anfügung von zwei Seiten zu einem Beitrag umgestaltet, der in eine aktuelle
                        Auseinandersetzung um die «Bilderfrage» eingreifen sollte. <pb xml:id="p685" ed="pga"/> Das Papier und der für die Verbesserungen und Ergänzungen
                        benutzte Kugelschreiber weisen in die Nachkriegszeit, bestimmte Anspielungen
                        auf den von Ende 1950 bis Anfang 1952 in <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName> lebhaft geführten Streit um die sogenannten
                        «Münsterscheiben», d. h. um Glasmalereien für die Fenster im Chor des <placeName ref="kbga-places-859">Basler
                        Münsters</placeName>. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> hat an dieser
                        Auseinandersetzung öffentlich nur ganz am Schluss mit ­einem Leserbrief
                        teilgenommen (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-312"><persName ref="kbga-actors-2151">K. Barth</persName>, <hi rend="italic">Offene
                                Briefe 1945–1968</hi>, hrsg. von D. Koch [Karl Barth-Gesamtausgabe,
                            Abt. V], Zürich 1984, <ref type="pub-" target="../volume/15/p294#p294">S. 294–297</ref></bibl>). Er hatte, so erklärte er bei
                        dieser Gelegenheit, eigentlich nicht die «Absicht», sich «an dieser
                        Diskussion zu beteiligen, weil ich mit ihrer, soweit ich sehe, von beiden
                        Seiten unbestrittenen Voraussetzung nicht einig gehe», dass nämlich «die
                        Anbringung von Abbildungen Jesu Christi und des nach dem christlichen
                        Bekenntnis in ihm vollbrachten Heilsgeschehens im gottesdienstlichen Raum
                        einer Kirche reformierter Konfession überhaupt und als solche ein mögliches
                        Unternehmen sei» (<bibl corresp="kbga-bibls-312">a.a.O., <ref type="pub-" target="../volume/15/p295#p295">S. 295</ref></bibl>).</p>
                    <p>Eine kritische Erörterung eben dieser Voraussetzung scheint <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> immerhin so weit beschäftigt zu
                        haben, dass er seinen Text von 1938 für diesen Zweck zu ergänzen begann. Die
                        von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> im neu angefügten Schlussteil polemisch aufgegriffene Wendung
                        «Bild ist geronnene Wirklichkeit» geht auf Gerardus van der Leeuw zurück.
                        Sie war von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Basler Kollegen in der Systematischen Theologie,
                            <persName ref="kbga-actors-1807">Hendrik van Oyen</persName>, in einem
                        Vortrag <hi rend="italic">Zur Frage der christlichen Kunst</hi> angeführt
                        worden. Der Vortrag, in dem <persName ref="kbga-actors-1807">van
                            Oyen</persName> aus dem gegebenen Anlass vor einem «Bruch zwischen
                        Religion und Kunst» warnte, wurde am <date when="1951-10-15">15.10.1951</date> in <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName>
                        gehalten und erschien in der <bibl corresp="kbga-bibls-4910">Theologischen
                            Zeitschrift, 7. Jg., Heft 6, November/Dezember 1951, S. 423–445 (das
                            Zitat dort S. 437)</bibl>. Das Heft kam im Dezember 1951 heraus. In der
                        Einleitung erklärt <persName ref="kbga-actors-1807">van Oyen</persName>,
                        dass er sich in seinen Darlegungen «öfters» auf die «Thesen» der
                        «meisterhafte[n] Abhandlung des kürzlich verstorbenen Kollegen <bibl corresp="kbga-bibls-4905"><persName ref="kbga-actors-1113">Gerardus van
                                der Leeuw</persName>
                            <hi rend="italic">Wegen en Grenzen</hi>» (Amsterdam 1932; 1948<hi rend="sup">2</hi>; 1955<hi rend="sup">3</hi></bibl>) beziehen müsse
                            (<bibl corresp="kbga-bibls-4910">a.a.O., S. 424</bibl>). Da eine
                        deutsche Ausgabe noch nicht vorlag (später erschienen unter dem Titel <bibl corresp="kbga-bibls-4911"><hi rend="italic">Vom Heiligen in der
                                Kunst</hi>, Gütersloh 1957</bibl>), gibt <persName ref="kbga-actors-1807">van Oyen</persName> die Thesen in freier
                        Zusammenfassung und in eigener Übersetzung wieder. So auch an der von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
                        aufgegriffenen Stelle: Der Mensch «bewältigt» die «Bewegung» der
                        Wirklichkeit «im <pb xml:id="p686" ed="pga"/> Bilde; van der Leeuw bezeichnet
                        dieses Ergreifen der Bewegung als ein Gerinnen-Lassen; Bild ist geronnene
                        Wirklichkeit» (<bibl corresp="kbga-bibls-4910">van Oyen, a.a.O.,
                            S. 437</bibl> – die deutsche Ausgabe von <hi rend="italic">Wegen en
                            Grenzen</hi> braucht für das niederländische «stremmen» statt «gerinnen»
                        «erstarren»; vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-4911"><hi rend="italic">Vom
                                Heiligen in der Kunst</hi>, S. 167ff.</bibl>).</p>
                    <p><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> hat <persName ref="kbga-actors-1807">van Oyens</persName> Aufsatz, wie
                        die vielen An- und Unterstreichungen in seinem Exemplar zeigen, sorgfältig
                        gelesen. Offensichtlich hat er zur Entgegnung an die Darlegung einer
                        Gegenposition gedacht, für die ihm der zurückgestellte Traktat aus <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1</bibl> das Material bot. Dass er nach der
                        Abfassung des Schlusses, aber noch vor der Anpassung des Eingangsteils, das
                        Typoskript wieder beiseitelegte, wird verschiedene Gründe gehabt haben. Der
                        einfachste ist der, dass eine Veröffentlichung vor der Abstimmung über die
                        <placeName ref="kbga-places-859">Münsterscheiben</placeName> am <date when="1952-01-27">27.1.1952</date> sich als
                        unmöglich herausstellte.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>6  Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer Gotteserkenntnis</head>

                    <p>Es handelt sich um das Fragment einer umfangreicheren Einleitung zu <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/1, § 31,3</bibl>, die durch den kurzen
                        hinführenden Absatz auf S. 685 ersetzt wurde.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>7  Eigenart, Form, Inhalt und Sinn des göttlichen Gebotes</head>

                    <p>Der sich ganz am systematischen Aufriss der Ethik von 1928/29 (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-112"><persName ref="kbga-actors-2151">K.
                                Barth</persName>. Ethik I, hrsg. von D. Braun [Karl
                            Barth-Gesamtausgabe, Abt. II], Zürich 1973, <ref type="pub-" target="../volume/02/p074#p074">S. 74–101</ref></bibl>)
                        orientierende Abschnitt über die vier Gesichtspunkte, unter denen in
                        Schöpfungs-, Versöhnungs- und Erlösungslehre jeweils das von Gott gebotene
                        Gute darzustellen wäre, bildete den Abschluss des § 36,2 («Der Weg der
                        theologischen Ethik») in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/2</bibl>. Es
                        wird in einem Unbehagen <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> an jenem allzu systematischen Aufriss von
                        1928/29 seinen Grund haben, dass er den am Ende des Sommersemesters 1941
                        vorgetragenen Text kassierte und im gedruckten Text die Darlegungen des
                        Paragraphen mit den auf die «Schau eines Systems» ausdrücklich verzichtenden
                        Bemerkungen <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD II/2, S. 612</bibl>, enden
                        ließ.</p>
                    
                </div>
                <div>
                    <pb xml:id="p687" ed="pga"/>
                    <head>8  Zur katholischen Auslegung der Schöpfungsberichte</head>

                    <p>Das Stück über die katholische Hermeneutik der Auslegung der
                        Schöpfungsberichte nach der Responsio der Commissio de re Biblica vom <date when="1909-06-30">30.6.1909</date> (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-25">DH 3512–3519</bibl>) wurde, wie eine Vorlesungsnachschrift zeigt, im
                        Kolleg im Sommersemester 1942 nach den Ausführungen über «Mythus» und «Sage»
                        vorgetragen. Für die Drucklegung in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD
                            III/1</bibl> wurde die Vorlesung stärker überarbeitet. So ist die Stelle
                        dieses Exkurses im gedruckten Text von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD
                            III/1</bibl> zwar mit S. 95, im Petit nach dem ersten Absatz, genau
                        anzugeben. Doch ist der weitere Zusammenhang im Vorlesungstext von dem im
                        gedruckten Text verschieden, wie der Fortgang nach dem Exkurs im Typoskript
                        auf S. 108 deutlich zeigt.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>9  § 42 Der Schöpfer und seine Offenbarung</head>

                    <p><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> trug den Text, der den § 42 der Kirchlichen Dogmatik bilden sollte, im
                        Sommersemester 1943 und in der ersten Hälfte des Wintersemesters 1943/44
                        vor. Als er 1945 an die Drucklegung von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD
                            III/1</bibl> ging, fiel der Paragraph zum größten Teil der «Selbstzensur
                        des Autors» zum Opfer. So formuliert es <persName ref="kbga-actors-397">H.
                            Stoevesandt</persName> in seinem Aufsatz <hi rend="italic">Gott und die
                            Götter</hi>, der das Thema und die Geschichte des Textes aufs Genaueste
                        darlegt (<bibl corresp="kbga-bibls-4903"><persName ref="kbga-actors-397">H.
                                Stoevesandt</persName>, <hi rend="italic">Gottes Freiheit und die
                                Grenze der Theologie. Gesammelte Aufsätze</hi>, hrsg. von E.
                            Stoevesandt und G. Sauter, Zürich 1992, S. 178–200, Zitat
                        S. 186</bibl>). Stoevesandt erläutert auch überzeugend den vermutlichen
                        Grund der «Selbstzensur» (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-4903">a.a.O.,
                            S. 187f.</bibl>): Die Erörterung der Fundamentalunterscheidungen kommt
                        an dieser Stelle entweder (als Prinzipienfrage) zu spät oder (als Problem
                        der, wie <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> später in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/3</bibl> sagen
                        wird, durch das Nichtige bedrohten Schöpfung) zu früh. Die Darlegung stand
                        in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/1</bibl> nicht am gemäßen Ort. So
                        legte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> den Paragraphen zur Seite, ohne auf das für ihn so grundlegende
                        Thema in der weiteren Arbeit an der Kirchlichen Dogmatik noch einmal im
                        Zusammenhang zu sprechen zu kommen. Nur die Typoskriptseiten 454–601 fanden
                        in teilweise stark überarbeiteter Gestalt Eingang in den gedruckten (neuen)
                        § 42 und stellen dort den 2. und 3. <pb xml:id="p688" ed="pga"/> Abschnitt
                        dar (<bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/1, S. 295–476</bibl>). Der hier
                        erstmals allgemein zugänglich gemachte übrige Text des alten § 42 gliedert
                        sich in folgende Abschnitte:</p>
                    
                    <p rend="margin-top">§ 42 Leitsatz. Einleitung</p>
                    <list rend="indent">
                    <item n="1."><hi rend="italic">Gott und die Götter</hi><lb/>
                    Das Wesen der Götter<lb/>
                    Die Wirklichkeit der Götter<lb/>
                     Die Möglichkeit der Götter<lb/>
                    Die Beseitigung der Götter<lb/></item>
                    <item n="2."><hi rend="italic">Der Glaube und die Weltanschauungen</hi><lb/>
                    Der Gegensatz zwischen dem Glauben und den ­Weltanschauungen<lb/>
                    Der Glaube<lb/>
                    Die Weltanschauungen<lb/>
                    Die Unvereinbarkeit zwischen dem Glauben und den ­Weltanschauungen<lb/>
                    Schluss: Freiheit von den Weltanschauungen als Ziel der ­Entscheidungen des
                        Glaubens<lb/></item>
                    </list>
                    
                    <p rend="margin-top">Zur Auslegung des Textes vgl. auch <bibl corresp="kbga-bibls-5345">M. Hailer,
                                <hi rend="italic">Die Unbegreiflichkeit des Reiches Gottes. Studien
                                zur Theologie Karl Barths</hi>, Neukirchen 2004, S. 11–33</bibl>; <bibl corresp="kbga-bibls-4912">ders.,
                                <hi rend="italic">Gott und die Götzen. Über Gottes Macht angesichts
                                der lebensbestimmenden Mächte</hi> (FSÖTh 109), Göttingen vorauss.
                            2005, Kap. 4 III 1 [Göttingen 2005, S. 332ff.]</bibl>.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>10  Humor</head>

                    <p>Die Ausführungen stammen aus der ersten Fassung der Anthropologie. Sie
                        standen im ursprünglichen Text des mit «Der Mensch inmitten der
                        Geschöpfwelt» überschriebenen § 43, den <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in der zweiten Hälfte des Wintersemesters 1943/44 zu
                        lesen begann. Der Humor diente hier als kritisches Argument im 1. Abschnitt,
                        der «Des Menschen Besonderheit» erörterte. Zum Thema vgl. auch <bibl corresp="kbga-bibls-118"><persName ref="kbga-actors-2151">K.
                                Barth</persName>, <hi rend="italic">Ethik II</hi>, hrsg. von D.
                            Braun (Karl <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>-Gesamtausgabe, Abt. II), Zürich 1978,
                            <ref type="pub-" target="../volume/10/p444#p444">S. 444–447</ref></bibl>.</p>
                    
                </div>
                <div>
                    <head>11  § 43,2 Des Menschen Menschlichkeit</head>

                    <p><pb xml:id="p689" ed="pga" rend="noPipe"/><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> trug diesen Text aus der ersten Fassung der Anthropologie gegen Ende
                        des Wintersemesters 1943/44 und im Sommersemester 1944 vor. Weil ihn die
                        Anthropologie in dieser ersten Fassung bei der Drucklegung von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/1</bibl> «nun doch zu wenig befriedigt»
                        hatte (<bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/1, S. VI</bibl>), erschien der
                        Band ohne das Kapitel Anthropologie, das in neuer Bearbeitung den Inhalt von
                            <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD III/2</bibl> bildet. Der hier erstmals
                        allgemein zugänglich gemachte Text des alten § 43,2 lässt sich in folgende
                        Teile gliedern:</p>
<list type="simple">
                    <item>Der Mensch als Gottes geschöpfliches Du und als Gottes Ebenbild</item>
                    <item>Mystische Anthropologie?</item>
                    <item>Gottebenbildlichkeit als Gnade Gottes</item>
                    <item>Menschlichkeit als Mitmenschlichkeit</item>
                    <item>Jesus Christus als Mensch und Mitmensch</item>
                    <item>Erkenntnis der Mitmenschlichkeit als Gnade</item>
                    <item>Exkurs über Martin Buber: Ich und Du</item>
                    <item>Jesus Christus als Darstellung der Gottebenbildlichkeit und
                        ­Mitmenschlichkeit</item>
                    <item>Mann und Frau als Gottes Ebenbild</item>
                    <item>Das Miteinandersein des Menschen als Gleichnis der Menschlichkeit Jesu
                        Christi</item>
                    </list>
                </div>
                <div>
                    <head>12  § 44,2 Der Mensch und die Menschheit</head>

                    <p><persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> trug diesen Text aus der ersten Fassung der Anthropologie im
                        Sommersemester 1944 vor. Die Auslegung von Römer 5 legte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> 1952 unter
                        dem Titel <bibl corresp="kbga-bibls-1274"><hi rend="italic">Christus und
                                Adam nach Röm. 5. (Ein Beitrag zur Frage nach dem Menschen und der
                                Menschheit)</hi> als Theologische Studie, Heft 35</bibl>, vor – als
                        überarbeiteten Ausschnitt aus diesem «nachher aus verschiedenen Gründen in
                        Wegfall gekommenen Paragraphen» (so <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in der Vorbemerkung zur Neuauflage
                        in: <bibl corresp="kbga-bibls-1273"><persName ref="kbga-actors-2151">K.
                                Barth</persName>, <hi rend="italic">Rudolf Bultmann. Ein Versuch,
                                ihn zu verstehen – Christus und Adam nach Röm. 5. Zwei theologische
                                Studien</hi>, Zürich 3. resp. 2. Aufl. 1964, S. 5</bibl>). Der hier
                        erstmals allgemein zugänglich gemachte vollständige Text des alten § 44,2
                        gliedert sich in folgende Teile:</p>
                    
                    <p><pb xml:id="p690" ed="pga" rend="noPipe"/>
                        Mensch und Menschheit als Einheit in Jesus Christus<lb/>
                        Christus und Adam nach Röm. 5</p>
                        <list type="ordered">
                    <item n="1."> Der einzelne Mensch in der Gemeinschaft der Menschheit</item>
                    <item n="2."> Die Menschheit als Gemeinschaft aller einzelnen Menschen</item>
                    <item n="3."> Die je eigene Art des Menschen als gemeinsame Art der Menschheit</item>
                    <item n="4."> Die gemeinsame Art der Menschheit als Eigenart jedes einzelnen Menschen</item>
                        </list>
                    <p>Die christologische Wurzel der Aussagen über Mensch und Menschheit</p>
                       
                </div>
                <div>
                    <head>13  Über Sein des Menschen in Jesus Christus</head>

                    <p>Die beiden Fragmente – «Zurückgestellt aus IV,1» – gehören zu <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD IV/1, § 58,1</bibl>. Das erste Stück
                        (Typoskriptseiten 155–161) hatte seine Stelle, wie die umgebenden Texte auf
                        S. 155 und S. 161 des Typoskripts beweisen, vor dem im Druck unten auf S. 95
                        (Z. 9 v. u.) beginnenden Absatz. Das zweite Stück (Typoskriptseiten 166–169)
                        gehört vermutlich an das Ende des ganzen ersten Abschnitts über «Die Gnade
                        Gottes in Jesus Christus» auf S. 98. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> hatte die beiden Stücke im
                        Sommersemester 1951 vorgetragen. Er wird sie bei der Drucklegung deswegen
                        «zurückgestellt» haben, weil dem Thema ein eigener, der zweite Abschnitt
                        innerhalb des § 58, gewidmet ist, neben dem die beiden vorbereitenden Texte
                        allenfalls entbehrlich schienen.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>14  Erste und zweite Parusie</head>

                    <p>Leider sind die Verbindungsteile zum vorher und nachher sich anschließenden
                        gedruckten Text nicht erhalten So kann man nur allgemein feststellen: Das
                        Bruchstück gehört in <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD IV/1</bibl> in den
                        Zusammenhang der «dritten Überlegung» von § 59,3 («Das Urteil des Vaters»),
                        in der es um die Frage nach dem positiven Zusammenhang zwischen dem Tod Jesu
                        Christi und seiner Auferstehung geht (S. 341–368). Der vorliegende Text
                        gehört wahrscheinlich zur Vorbereitung der Antwort: «die Auferstehung Jesu
                        Christi steht mit seinem Tode in <hi rend="italic">doppelter</hi> Weise im
                        Zusammenhang: in der in den Os<pb xml:id="p691" ed="pga" break="no"/>tertagen anhebenden <hi rend="italic">ersten</hi> Parusie des
                        auferstandenen Gekreuzigten, von der her er damals und jetzt, gestern und
                        heute derselbe, lebendig ist, der <hi rend="italic">Gekommene</hi> und <hi rend="italic">Gegenwärtige</hi> – und in seiner <hi rend="italic">letzten</hi> Parusie, in der er (als derselbe auferstandene
                        Gekreuzigte, der damals und jetzt, gestern und heute lebt, <hi rend="italic">gegenwärtig</hi> ist) am Ende und als Ende aller Zeit und Geschichte
                        offenbar werden wird, der <hi rend="italic">Kommende</hi>» (S. 367). Am
                        meisten spricht dafür, dass das Fragment im Zusammenhang von S. 357 des
                        gedruckten Textes seinen Ort hatte. Möglicherweise ist es durch den knappen
                        Text des Absatzes S. 357f. ersetzt worden – bei der «dritten Überlegung» war
                        ohnehin «am weitesten auszuholen» (S. 390), so dass sich an dieser Stelle
                        eine Kürzung und die Ersetzung der längeren, auch exegetisch
                        argumentierenden Ausführungen durch eine thetische Zusammenfassung nahe
                        legen mochte.</p>
                </div>
                <div>
                    <head>15  Atomwaffen</head>

                    <p>Der Exkurs über das <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in dieser Zeit im Kontext der Politik in der
                        Schweiz (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-312"><persName ref="kbga-actors-2151">K. Barth</persName>, <hi rend="italic">Offene
                                Briefe 1945–1968</hi>, hrsg. von D. Koch [Karl Barth-Gesamtausgabe,
                            Abt. V], Zürich 1984, <ref type="pub-" target="../volume/15/p398#p398">S. 398f</ref>.; <ref type="pub-" target="../volume/15/p443#fn_n16">S. 443, Anm. 16</ref> und <ref type="pub-" target="../volume/15/p443#fn_n17">17</ref></bibl>) wie in
                        der Bundesrepublik <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName>
                        (vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-312">a.a.O., <ref type="pub-" target="../volume/15/p389#p389">S. 389–392</ref>.<ref type="pub-" target="../volume/15/p440#p440">440–444</ref></bibl>)
                        lebhaft beschäftigende Thema wurde im Sommersemester 1958 im Kolleg
                        vorgetragen. <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> ersetzte ihn dann bei der Drucklegung von <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD IV/3</bibl> durch einen kürzeren Hinweis
                        (S. 802).</p>
                    
                </div>
            </div>
            </div>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
