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        <title type="volume" n="vol-50">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
        <title type="content">[Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer Gotteserkenntnis]</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: [Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer Gotteserkenntnis], kein Datum</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/50013 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik, hrsg. v. Stoevesandt, Hinrich / Trowitzsch, Michael (Gesamtausgabe, Abt. II), Zürich 2014, S. 611.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
          <title type="text">[Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer Gotteserkenntnis]</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Stoevesandt, Hinrich</editor>
          <editor>Trowitzsch, Michael</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2014</date>
          <biblScope unit="page">611</biblScope>
          <!--position within a volume-->
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, [II/1] §31 Einheit der Gotteserkenntnis am Ende von KD II/1 §31, kein Datum. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1143">KBA 25007</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
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        <date type="creation">kein Datum</date>
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    <head>II. Die kleineren Fragmente<lb/>
       [Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer Gotteserkenntnis]</head>
    <div type="abstract">
     
     <p>Dieses Fragment<note xml:id="n01"><idno type="kba-objects-identifier">KBA 25007</idno> (CD-ROM, Text Nr. 6).</note> stammt vermutlich aus der ursprünglich
      ausführlicheren Einleitung von § 31,3: «Gottes Ewigkeit und Herrlichkeit»<note xml:id="n02">Vgl. unten, <ref type="pub" target="#fn_n03">Anm. 3–3</ref>.</note>; es wurde für den Druck durch den kurzen hinführenden Absatz <bibl corresp="kbga-bibls-2">KD
      II/1, S. 685</bibl>, ersetzt.</p>
    </div>
    <div>
     <head>[Gottes Ewigkeit und der zeitliche Weg unserer ­Gotteserkenntnis]</head>
     
     <p><pb xml:id="p610" ed="pga" rend="noPipe"/>Es bestünde kein logisches Hindernis, anstelle der vielen Nennungen und
      Betrachtungen nur eine einzige zu vollziehen, alle anderen dieser ein- und unterzuordnen. Es
      besteht aber ein sachliches Hindernis, das Wesen <term key="Gott, Wesen">Gottes</term> zu
      systematisieren, d. h. auf den Nenner eines einzigen Begriffs zu bringen. Gott selbst
      widersteht diesem Versuch. Wirkliche Erkenntnis des wirklichen Gottes wäre das Unternehmen,
      ihn von einer seiner <term key="Gott, Vollkommenheiten">Vollkommenheiten</term> her ganz
      übersehen zu wollen, so wie er sich selber übersieht, gerade <hi rend="italic">nicht</hi>.
      Erkenntnis <term key="Mensch, Gotteserkenntnis">Gottes</term> vollzieht sich, indem wir uns
      mit ihm, geführt von ihm selbst, auf den Weg begeben, <anchor type="note" xml:id="fn-3"/>um mit ihm auf dem Wege zu
      bleiben<note n="3" target="fn-3" type="textcritical" xml:id="n03"> Der ursprüngliche, von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> gestrichene
       und durch den obigen Halbsatz ersetzte Typoskript-Text bietet einen entscheidenden Hinweis
       für die in der Einleitung erfolgte Zuordnung dieses Fragments: «und immer aufs Neue auf den
       Weg begeben. Das ist es, was wir in diesen beiden Paragraphen über die göttlichen
       Vollkommenheiten versucht haben und das haben wir nun auf einer letzten Etappe dieses Weges
       nochmals zu versuchen. – Darum kann es sich freilich <hi rend="italic">nicht</hi> handeln, mit dem
       Wesen Gottes zu <hi rend="italic">Ende</hi> zu kommen und nun also gewissermaßen ein Schlusswort
       darüber zu sprechen».</note>. Der Weg unserer Erkenntnis Gottes ist, so gewiss er der Weg <hi rend="italic">unserer</hi> Erkenntnis ist, ein <hi rend="italic">zeitlicher</hi> Weg, d. h. ein Weg,
      der irgendwo anfangen und anderswo endigen und wieder anderswo in einer gewissen Folge
      begangen werden muss. Dass er im <term key="Mensch, Gehorsam">Gehorsam</term> gegen Gott
      begangen wird, daran hängt es, ob er der Weg wirklicher Erkenntnis <hi rend="italic">Gottes</hi>
      ist. Gott aber ist, wie wir nun <pb xml:id="p611" ed="pga"/> noch im Besonderen hören sollen,
       <hi rend="italic">ewig</hi>. Weil Gottes <term ref="kbga-keywords-976">Ewigkeit</term> die <term ref="kbga-keywords-1008">Zeit</term> und also den Anfang, die Folge und das Ende nicht aus-,
      sondern einschließt, darum dürfen und müssen wir es wagen, einen solchen Weg zu gehen und also
      in der Betrachtung <pb ed="A" n="1250"/> des Wesens Gottes irgendwo anzufangen, in einer
      gewissen Folge weiterzugehen und irgendwo zu endigen. Wobei unser Anfangen, Folgern und
      Endigen sich selber doch nur als Fragment verstehen kann. Es kann also unser letztes Wort, zu
      dem wir uns hier anschicken, nur das Ende dieses Fragments als solchen, den Abschluss unserer
      Betrachtung des Wesens Gottes, in keiner Weise aber einen Abschluss des Wesens Gottes selber
      bezeichnen wollen. Gerade dies allerdings ist dem Wesen Gottes selber eigentümlich, dass seine
      Erkenntnis durch das Geschöpf nur Fragment sein kann und also einen Abschluss, und zwar gerade
      diesen Abschluss mit dem Lobpreis der <term ref="kbga-keywords-976">Ewigkeit</term> und
      Herrlichkeit <term ref="kbga-keywords-106">Gottes</term> haben muss. Gerade mit diesem
      Abschluss bekennen wir ja, dass wir uns bei der Betrachtung des Wesens Gottes nicht auf einem
      unendlichen Weg befinden, dass wir als Menschen und nicht selber als Götter vor Gott stehen,
      dass es nichts ist mit dem Traum, als könnten wir, wenn wir nur die Zeit und Geduld dazu
      hätten, in einem unendlichen Fortschritt dem Wesen Gottes doch noch näher kommen und endlich
      und zuletzt wohl gerecht werden. Es entspricht vielmehr dem Wesen Gottes, dass wir uns bei
      seiner <term key="Mensch, Gotteserkenntnis">Erkenntnis</term> auf einem irgendwo anfangenden
      und anderswo endigenden Weg befinden, auf dem wir wohl fortschreiten dürfen und sollen, auf
      dem aber die Nähe des Wesens Gottes im Verlauf unseres Fortschreitens weder geringer noch
      größer wird, auf dem es vielmehr bei jedem Schritt, beim ersten wie beim letzten, um Alles
      oder Nichts geht. Und eben dieser Weg als solcher hat ein Ende. Unsere Schritte, bei deren
      jedem es um Alles oder Nichts geht, sind gezählt. Wir können uns nicht anmaßen wollen, dem
      Wesen Gottes in unserer Erkenntnis ein Gleiches gegenüberzustellen, es in unserer Erkenntnis
      sozusagen <term key="Gott, Nicht-Abbildbarkeit">abbilden</term> zu wollen. Wir sind auch nicht
      gebunden, das zu tun. Gott selbst gebietet unserer Betrachtung seines <term key="Gott, Wesen">Wesens</term> ein Halt! Wir dürfen auch sagen: Gott selbst erlaubt uns, in dieser
      Betrachtung innezuhalten. Dieses</p>
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