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        <title type="volume" n="vol-50">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
        <title type="content">Vorwort</title>
        <title type="citation_line_1">Zocher, Peter: Vorwort, in: Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik, 2014 – 2914</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/50001 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik, hrsg. v. Stoevesandt, Hinrich / Trowitzsch, Michael (Gesamtausgabe, Abt. II), Zürich 2014, S. VII–IX.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik</title>
          <title type="text">Vorwort</title>
          <author ref="kbga-actors-8878">Zocher, Peter</author>
          <editor>Stoevesandt, Hinrich</editor>
          <editor>Trowitzsch, Michael</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2014</date>
          <biblScope unit="page">Pp. VII–IX</biblScope>
          <!--position within a volume-->
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          <head>VORWORT</head>
          <div>

<head type="sub"><hi rend="italic">Zur Entstehungsgeschichte dieses Bandes</hi></head>
<p>Im Sommer 1970, anderthalb Jahre nach <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Tod, versammelte sich
in der evangelischen Tagungsstätte <placeName ref="kbga-places-251">Leuenberg</placeName> bei Hölstein im
schweizerischen Kanton Basel-Landschaft eine ad hoc gebildete
Gruppe von dazu eingeladenen Freunden und Schülern <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName>, um
darüber zu beraten, ob und in welcher Weise dessen literarischer
Nachlass veröffentlicht werden könne und solle. Die Initiative dazu
war von zwei Seiten ergriffen worden: einerseits von der von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>
testamentarisch eingesetzten «Nachlasskommission» aus einigen seiner direkten 
Nachkommen als Erben des Urheberrechts an seinen
Schriften, andererseits vom Theologischen Verlag Zürich, vormals
Evangelischer Verlag Zollikon, in dem sein Freund <persName ref="kbga-actors-1585">Arthur Frey</persName>,
nachdem in Deutschland alles von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> Verfasste unter ein Publikationsverbot gefallen war, 
ihm 1937 eine neue ‹Unterkunft› geschaffen hatte. Den Verlag vertrat bei der Zusammenkunft sein nebenamtlicher 
Leiter, der Basler Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte <persName ref="kbga-actors-1603">Max Geiger</persName>. Die wesentlichen Impulse bei der Beratung gab
<persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> naher Freund <persName ref="kbga-actors-431">Ernst Wolf</persName>, Professor für Dogmengeschichte
und Systematische Theologie in Göttingen, der zuverlässige Erfahrungen in Editionsangelegenheiten besaß. Der Beratung zugrunde lag
ein von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Enkel <persName ref="kbga-actors-1976">Dieter Zellweger</persName> erstelltes vorläufiges Verzeichnis des schriftlichen Nachlasses.</p>
<p>
Gedacht war zunächst daran, eine Auswahl von Stücken aus jenem
Verzeichnis zu veröffentlichen. Nach längerer Diskussion, in der je
nach eigenem Interesse der eine für diese und der andere für jene Titel
plädierte, war es <persName ref="kbga-actors-431">Ernst Wolf</persName>, der den entscheidenden Gedanken formulierte: <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> gehöre zu den sehr wenigen ganz Großen der Theologiegeschichte, deren Werke früher oder später in einer Gesamtausgabe zusammengefasst werden müssten. Dies solle nicht einer späteren Generation überlassen bleiben, sondern eine umfassende Planung
dafür sei unverzüglich in die Wege zu leiten. Dieses Argument überzeugte alle Anwesenden einschließlich der Mitarbeiter des Verlags,
der sich bereit erklärte, die Verantwortung für das noch gar nicht
überschaubare Unternehmen zu übernehmen. So wurde <persName ref="kbga-actors-431">Wolfs</persName> (viel<pb ed="pga" xml:id="pr008" break="no"/>eicht improvisierte?) Idee einhellig zum Beschluss erhoben: es war
die Geburtsstunde der Karl Barth-Gesamtausgabe.</p>
<p>Ein Jahr später, 1971, trat die beratende Gruppe erneut auf dem
<placeName ref="kbga-places-251">Leuenberg</placeName> zusammen. <persName ref="kbga-actors-431">Wolf</persName> hatte inzwischen einen Gesamtplan für
die zu schaffende Ausgabe entworfen, der ihr seitdem – in modifizierter Form – zugrunde liegt. Umfassen sollte die Ausgabe sämtliche veröffentlichten und unveröffentlichten Werke <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> einschließlich seiner Briefe, jedoch ohne die Kirchliche Dogmatik, die
als geschlossenes Ganzes ihren Sonderstatus behalten sollte. Richtlinien für die Edition der Texte und Anmerkungen wurden während
der Tagung von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von <persName ref="kbga-actors-24">Markus
Barth</persName> erarbeitet. </p>
<p>Im Rahmen von <persName ref="kbga-actors-431">Wolfs</persName> Gesamtplan wurden an Ort und Stelle Editionsaufträge für einzelne Stücke an Interessenten erteilt. Einen davon
übernahm, angelockt durch den auf der Liste aufgeführten Titel «Gott
und die Götter» und nicht ahnend, was damit auf ihn zukam, der
Verfasser dieser Zeilen: die von <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> nicht publizierten Fragmente
zur Kirchlichen Dogmatik.</p>
<p>Etwa gleichzeitig wurde in <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> letztem Wohnhaus in <placeName ref="kbga-places-5">Basel</placeName> das
<orgName ref="kbga-actors-8253">Karl Barth-Archiv</orgName> eröffnet, und man betraute mich mit dessen Verwaltung. Das schloss de facto und nach einiger Zeit auch de iure die
redaktionelle Leitung der Gesamtausgabe in Zusammenarbeit mit den
einzelnen Bandherausgebern ein. Dieses Amt ließ nur wenig Zeit für
die Arbeit an den Fragmenten, die nur stockend vorankam. Der Eintritt von Michael Trowitzsch, Professor für Systematische Theologie
in Jena und ausgewiesener Kenner von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Werken, in die Mitherausgeberschaft des Bandes war für mich eine große Erleichterung. Bis
zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 bemühten er und seine Mitarbeiter in Jena sich um die Klärung zahlreicher Nachweisprobleme.
Unterdessen beschritten der Verlag und mein Nachfolger im Archiv,
Dr. Hans-Anton Drewes, noch einen anderen Weg, um die Texte vorläufig zugänglich zu machen:
2004 erschien auf einer CD-ROM unter
dem Titel «Unveröffentlichte Texte zur Kirchlichen Dogmatik» ein
Faksimile von <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Typoskripten mit allen Streichungen sowie
handschriftlichen interlinearen und marginalen Korrekturen samt
<pb ed="pga" xml:id="pr009"/> einem von Hans-Anton Drewes verfassten Begleitheft. Diese CD-ROM
ist dem Band beigelegt, das Begleitheft im Anhang abgedruckt.</p>
<closer>
<dateline rend="left">Basel, im Juni 2011</dateline>
<signed rend="right"><hi rend="italic">Hinrich Stoevesandt</hi></signed>
</closer>
          </div>
          <div>
<head type="sub"><hi rend="italic">Zu diesem Band</hi></head>
<p>Die beiliegende CD-ROM, mit deren Hilfe jeder Leser sich den Prozess, in dem die Texte entstanden sind, selbst anschaulich machen
kann, entlastet die Edition im Vergleich mit vorangegangenen Bänden
der Gesamtausgabe weitestgehend von textkritischen Fußnoten. Solche sind nur dort angebracht, wo es den Herausgebern aus ganz 
unterschiedlichen Gründen wichtig schien, den Leser auf bestimmte Bearbeitungen aufmerksam zu machen, oder wo die Herausgeber selbst
Eingriffe in den Text vorgenommen haben. Letzteres geschah selten
und dann in der Regel nur, um Sätze in eine syntaktisch oder grammatikalisch korrekte Form zu bringen, die sie nicht bzw. nicht mehr
hatten – denn in vielen Fällen sind solche Fehler im Typoskript darauf
zurückzuführen, dass <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> nach einer Einfügung oder Streichung
einzelner Passagen den Rest des Textes nicht entsprechend ‹nachbesserte›.</p>
<p>Die um der besseren Lesbarkeit und Überschaubarkeit des Textes
willen zusätzlich durch die Herausgeber eingefügten Absätze sind
durch einen senkrechten Strich markiert. Verweise auf Fußnoten innerhalb desselben Textes erfolgen ohne, alle anderen Verweise mit
Angabe der entsprechenden Seite. Im Übrigen folgt die Edition den
seit langem gültigen Prinzipien der Gesamtausgabe, d. h. Nachweise
erfolgen, soweit dies möglich und nötig ist, anhand von Literatur, die
<persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> selbst besaß – und in der Regel mit dafür sehr hilfreichen An-
und Unterstreichungen versehen hat – oder wenigstens kennen
konnte. Die übliche Angleichung an die derzeit gültige, und das heißt
seit Band 46 an die ‹neue› Rechtschreibung führte im vorliegenden
Band zu dem für manche vielleicht überraschenden Ergebnis, dass es
gar nicht sehr viel anzugleichen gab: Die Texte, die auch in den seltenen Fällen, wo es spätere (Teil-)Veröffentlichungen gibt, nach dem
Typoskript und also in ihrem ursprünglichen Zusammenhang ediert
sind, sind nach Regeln verfasst, die der derzeitigen Rechtschreibung
jedenfalls näher kommen als der zuvor gültigen.</p>
<p> <pb ed="pga" xml:id="pr010" rend="noPipe"/> Abweichend von der CD-ROM, auf der die Texte rein an ihrer
    Entstehungszeit orientiert angeordnet sind, gliedert sich die Wiedergabe hier in zwei Teile, die in sich chronologisch sortiert sind: Teil I
    enthält die während der Kriegsjahre entstandenen größeren Textblöcke § 42: «Der Schöpfer und seine 
    Offenbarung» (mit den Abschnitten 1. «Gott und die Götter» und 2. «Der Glaube und die Weltanschauungen»), § 43,2: «Des Menschen Menschlichkeit» 
    und § 44,2: «Der Mensch und die Menschheit». Teil II bringt die ganz unterschiedlichen Zusammenhängen entnommenen, zu verschiedenen
    Zeitpunkten niedergeschriebenen und vorgetragenen kleineren Fragmente. Genaue Informationen zur jeweiligen Entstehungszeit und
    dem ursprünglichen Ort im Textganzen bieten die den einzelnen
    Fragmenten vorangestellten Einleitungen, für die wir dankbar auf die
    von Hans-Anton Drewes geleistete Arbeit zurückgreifen konnten,
    die im Begleitheft zur CD-ROM dokumentiert ist.</p>
    <p>Besonderen Dank schulden die Herausgeber den in vielfacher
    Weise an Recherchen und Korrekturarbeiten beteiligten Mitarbeitern:
    in Jena Tillmann Boelter, Tommy Drexel, Juliane Hopf und PD Dr.
    Hans-Martin Rieger; im Karl Barth-Archiv in Basel Jan Arni, Michael
    Braunschweig, Stefan Landgrebe, Michael Pfenninger und Simon
    Weinreich. Für ihre Mitarbeit bei der Transkriptionskontrolle, bei der
    sie eine große Hilfe war, ist Margrit Müller sehr zu danken. Dem
    Leiter des Karl Barth-Archivs, Dr. Peter Zocher, gilt unser großer
    Dank für die Durchsicht und manche Verbesserung des von uns gelieferten Editionstextes. Dem Theologischen Verlag Zürich und seinen Leiterinnen, der verstorbenen Marianne Stauffacher, die mit Rat
    und Tat die Entstehung des Bandes über Jahre begleitete, und ihrer
    Nachfolgerin, Lisa Briner, ist für die unverändert gute verlegerische
    Betreuung ebenso zu danken wie Michael Nicklas und Thomas Ziegler von der pagina, Tübingen, für die umsichtige und akkurate Erstellung des Satzes. Nicht einzeln aufführbar ist die Hilfestellung, mit
    der Elisabeth Stoevesandt die Arbeiten an diesem Band begleitet hat;
    ihr gebührt ganz besonderer Dank.</p>
    <closer>
    <dateline rend="left">Basel und Weimar, im Juli 2014</dateline>
    <signed rend="right">Hinrich Stoevesandt</signed>
    <signed rend="right">Michael Trowitzsch</signed>
    </closer>
</div>
<div>
    <pb ed="pga" xml:id="pr011"/>
    <head type="sub"><hi rend="italic">Dank an Hinrich Stoevesandt</hi></head>
<p>Es ist, wie mir scheint, eine schöne, sehr angemessene und glückliche
Fügung, dass dieser ‹Jubiläumsband›, der 50. Band der Gesamtausgabe, von Hinrich Stoevesandt (und Michael Trowitzsch) herausgegeben wird. Keiner kann wie er den großen Bogen schlagen von den
von ihm hier im ersten Teil des Vorworts geschilderten Anfängen der
Gesamtausgabe bis heute, und dafür mag sinnbildlich der jetzt erscheinende Band stehen. Seit Jahrzehnten hat Hinrich Stoevesandt
seine außerordentliche Kompetenz und Gelehrsamkeit, seinen Spürsinn, seine Sorgfalt im Detail, aber auch seinen Sinn für die großen
Linien der Gedankenführung – und nicht zuletzt seine theologische
Leidenschaft – in den Dienst der Erschließung der Theologie <persName ref="kbga-actors-2151">Karl
Barths</persName> gestellt. Was er mit eigener Forschung, mit seiner Arbeit im
Karl Barth-Archiv und als erster und jahrzehntelanger Herausgeber
der Karl Barth-Gesamtausgabe dafür geleistet hat, kann gar nicht
hoch genug eingeschätzt werden. Dass ihn in alledem seine Frau Elisabeth Stoevesandt begleitet und unterstützt hat, soll und kann nicht
vergessen werden. Mir scheint, es gibt keinen besseren Ort, den Dank,
der beiden gebührt, auch im Namen des Mitherausgebers des Bandes
und im Namen der Barth-Forschung überhaupt, auszusprechen:</p>
<p rend="center">Danke, Elisabeth! Und vor allem: Danke, Hinrich!</p>
<closer>
<dateline rend="left">Basel, im Juli 2014</dateline>
<signed rend="right"><hi rend="italic">Peter Zocher</hi></signed>
</closer>


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