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        <title type="volume" n="vol-39">Predigten 1919</title>
        <title type="content">Epheser 6,10-17</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Epheser 6,10-17, 24. August 1919</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/39038 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1919, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 2003, S. 315.</title>
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      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/39038</idno>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1919</title>
          <title type="text">Epheser 6,10-17</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2003</date>
          <biblScope unit="page">315</biblScope>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Eph 6,10-17, 24. August 1919. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1922">KBA 1465</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1919-08-24">24. August 1919</date>
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        <language ident="ger">German</language>
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          <head><idno>483</idno></head>
          <dateline>
            <placeName ref="kbga-places-54"><hi rend="italic">Safenwil</hi></placeName> und <placeName ref="kbga-places-382"><hi rend="italic">Ürkheim</hi></placeName><note xml:id="n01">Siehe oben <ref target="../volume/39/p296#fn_n01" type="pub">S. 296, Anm.1</ref>.</note>,
            Sonntag, den <date when="1919-08-24">24. August 1919</date>
          </dateline>


          <epigraph>
            <cit>
              <ref type="can" subtype="bible" target="Eph.6.10 Eph.6.17">Epheser 6,10-17</ref>
              <quote><p><hi rend="italic" resp="kb">Endlich: werdet kräftig in dem Herrn und in der
                    Macht seiner Stärke! Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr euch halten
                    könnt gegen die Schliche des Teufels. Denn unser Kampf geht nicht gegen Fleisch
                    und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen alles das, was in
                    dieser Finsternis die Welt beherrscht, gegen die bösen Geister im Himmel.
                    Deswegen greifet zur Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage Widerstand
                    leisten und wohlausgerüstet das Feld behaupten könnt.</hi></p>
                <p><hi rend="italic" resp="kb">So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit,
                    angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, an den Füßen geschuht mit Bereitschaft
                    für das Evangelium des Friedens, zu dem allem aber ergreifet den Schild des
                    Glaubens, mit dem ihr die feurigen Geschosse des Bösen löschen könnt, und
                    empfanget den Helm des zukünftigen Heils und das Schwert des Geistes, das heißt
                    das Wort Gottes.</hi></p></quote>
            </cit>
          </epigraph>

        </div>
        <div type="main">
          <p><hi rend="italic">1.</hi>
            <hi rend="italic">Es gibt eine Wahrheit.</hi> Sie umgibt uns von allen Seiten. Wir leben
            von ihr. Die Welt kann sich nicht <hi rend="italic">irren</hi>, ohne in all ihren
            Irrtümern immer auch ein Körnlein Wahrheit mit sich zu führen. Die Welt kann nicht
            einmal <hi rend="italic">lügen</hi>, ohne bei der Wahrheit wenigstens ein schamhaftes
            oder heuchlerisches kleines Anleihen zu machen. Wir können das ganze Leben als einen
            wüsten, verworrenen <hi rend="italic">Traum</hi> auffassen, es hat doch auch dieser
            große Traum wie jeder Traum sein Stücklein Wahrheit, durch das er mit der Wirklichkeit
            zusammenhängt. Vielleicht daß die Wahrheit in manchem Menschenleben <hi rend="italic">nur ein einziges Mal</hi> in einer glücklichen Stunde aufleuchtet und dann sofort
            wieder verschwindet. Vielleicht daß ganze Familien, ganze Schichten der Menschheit,
            ganze Zeiten und Länder <hi rend="italic">nur eben von ferne</hi> gegrüßt werden von der
            Wahrheit. <hi rend="italic">Wir leben</hi> bei aller Verkehrtheit doch nicht von der
            Verkehrtheit selbst, sondern von dem in der Verkehrtheit, was Wahrheit ist. Auch die
            schwer Leidenden, auch die Irrsinnigen, auch die Verbrecher, auch die Selbstmörder <hi rend="italic">zehren heimlich</hi> an einem verkümmerten, verdorbenen Restlein von
            Wahrheit, wie eben ein Verhungernder nimmt, was er findet, so übel es sein mag. Der
            Irrtum und die Lüge haben ihre <hi rend="italic">Kraft nicht aus sich</hi> selbst,
            sondern aus jenem mitlaufenden Restlein von Wahrheit. <hi rend="italic">Wir alle
              wenden</hi> uns unwillkürlich immer wieder der <pb ed="pga" xml:id="p307"/> Wahrheit
            zu, wissen, daß von dort eigentlich das
            Leben kommt. Es <hi rend="italic">blickt heimlich Alles</hi> nach der Wahrheit aus, wie
            man eben nach etwas ausblickt, was einmal kommen sollte; es sehnt sich Alles nach ihr,
            es wartet Alles auf sie.</p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">2.</hi> Das ist freilich <hi rend="italic">der
              Jammer und das Rätsel</hi> unseres Lebens, daß uns die Wahrheit so verborgen ist.
            Nicht ganz verborgen freilich; denn die Wahrheit kann uns nicht ganz verborgen bleiben,
            aber doch <hi rend="italic">so verborgen</hi> wie etwa das feurige Inwendige unseres
            Erdballs. Da und dort ein geheimnisvoll rauchender Berg, da und dort eine heiße Quelle,
            da und dort, wo menschliche Kunst und Arbeit bis in große Tiefen vorgedrungen ist, die
            Kunde von einer immer größer und schließlich unerträglich werdenden Hitze da unten. Dann
            und wann ein Erdbeben, dann und wann ein plötzlicher Ausbruch der unterirdischen Kräfte,
            der Felsen zerreißt und Berge zerbricht. Aber wer achtet auf die Zeichen? Wer denkt
            daran, daß Feuer und wieder Feuer unter unseren Füßen ist, daß unsere Erde vom gleichen
            Stoff gebildet ist wie die Sonne? So ist uns die Wahrheit nicht ganz verborgen und doch
            verborgen, <hi rend="italic">zu verborgen</hi>, als daß unser Leben ist, was es sein
            könnte. Daran <hi rend="italic">leiden wir</hi>, daß wir nur von den Trümmern, von den
            Spuren, von den Überresten der Wahrheit leben. Denn die Wahrheit <hi rend="italic">ist
              ein Ganzes</hi> und möchte auch in unserem Leben als ein Ganzes auftreten. <hi rend="italic">Halbe</hi> Wahrheiten, teilweise Wahrheiten sind Torheiten und
            Bosheiten, die wir zu büßen bekommen. Die verkümmerte, die <hi rend="italic">verdorbene
              Wahrheit</hi> wird uns nicht zum Segen, sondern zum Fluch. <hi rend="italic">«Gottes
              Zorn</hi> ist geoffenbart vom Himmel her», sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> im Römerbrief [<ref type="can" subtype="bible" target="Röm.1.18">1,18</ref>], «über
            alles gottlose und ungerechte Wesen der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit
            darnieder halten.» Und einen <hi rend="italic">«bösen Tag»</hi>, einen Tag des Gerichts
            und des Schreckens, einen Tag, da der Teufel große Gewalt bekommt, nennt er in unserem
            Text den Tag, wo die Wahrheit offenbar wird vor den Augen unvorbereiteter,
            ungeschickter, unreifer Menschen. Wir befinden uns auch heute unter den <hi rend="italic">Zeichen dieses bösen Tages.</hi> Unter den <hi rend="italic">Erschütterungen</hi> unserer Zeit sind viele alte <hi rend="italic">Irrtümer</hi>
            morsch und zerbrechlich geworden, so daß sie als solche erkannt und überwunden werden
            könnten. Die Erkenntnis meldet sich an, daß die Menschheit den eigentlichen <hi rend="italic">Sinn des Lebens</hi> im Ganzen bisher verfehlt hat und daß eben im
            Ganzen etwas <hi rend="italic">anders <pb ed="pga" xml:id="p308"/> werden</hi> müßte,
            wenn wir wirklich anfangen wollen zu leben. Viele sind heute <hi rend="italic">erschrocken</hi> über Dinge, auf die sie früher noch stolz waren, <hi rend="italic">unsicher</hi> und verlegen in Gedanken, die ihnen früher fest standen. <hi rend="italic">Fragen</hi> tauchen heute auf über den Zusammenhang der Welt und die
            Einrichtung des Lebenswegs des Einzelnen, an die noch vor wenig
               Jahren kein Mensch gedacht hat. |</p>
          <p>Seht, das ist <hi rend="italic">die Wahrheit</hi>, die da erscheinen und zu Ehren
            kommen will, das große, verborgene Feuer im Erdinnern, das sich da wieder einmal
            bemerkbar macht. Aber es scheint, <hi rend="italic">wir sind noch nicht</hi> vorbereitet
            darauf. Die Einen wissen nun nichts zu tun, als vor der Wahrheit furchtbar zu <hi rend="italic">erschrecken</hi> und sich die Ohren zuzuhalten, und da bleibt sie dann
            natürlich ein dürftiges Lichtlein, das nicht hell gibt. Die Anderen schenken ihr zwar
            Gehör, aber sie sind <hi rend="italic">zu leidenschaftlich</hi> und wild, um wahr zu
            werden, und da wird sie dann zu einem bösen, verzehrenden Feuer. Die Einen haben den Mut
            und die Aufrichtigkeit nicht, zu erkennen, daß <hi rend="italic">der Weg nun
              vorwärts</hi> gehen müßte vom Alten zum Neuen, und da bleibt dann die Wahrheit in den
            Gedanken und wird nicht zur Tat. Die Anderen haben die Weisheit und die Geduld nicht,
              <hi rend="italic">den Zusammenhang</hi> zu erkennen, der vom Alten ins Neue
            hinüberführen muß, und nun tun sie zwar allerlei, aber was sie tun, ist nicht aus der
            hohen [?], ruhigen Einsicht in die Wahrheit geboren. So erliegen wir allseits den
            «Schlichen des Teufels», wie <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> sagt. <hi rend="italic">«Der große Moment</hi>
            findet ein kleines Geschlecht»<note xml:id="n02"><bibl corresp="kbga-bibls-2504"><persName ref="kbga-actors-764">Fr. von Schiller</persName>, <hi rend="italic">Xenien</hi>, «Der Zeitpunkt»</bibl>: <q rend="block">
                <lg>
                  <l>Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren,</l>
                  <l>Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht.</l>
                </lg></q></note>. <hi rend="italic">Wo sind jetzt</hi> die Menschen, die zugleich
            weit sehen und das Nächste sehen, zugleich warten und eilen<note xml:id="n03">Anspielung
              auf <ref type="can" subtype="bible" target="2.Petr.3.12">2. Petr.3,12</ref> und auf <persName ref="kbga-actors-47">Chr. Blumhardt</persName>; vgl. oben, <ref target="../volume/39/p180#fn_n05" type="pub">S. 180, Anm.5</ref>
                .</note>, zugleich
            beten und arbeiten<note xml:id="n04">Vgl. den alten Leitspruch des Mönchtums «<foreign xml:lang="lat">Ora et
              labora</foreign>». Näheres bei <bibl corresp="kbga-bibls-2429">Büchmann, S. 594</bibl>.</note> können. Kaum hat sich die Wahrheit ein
            wenig <hi rend="italic">frei</hi> gemacht, wird sie auch schon wieder gefangen genommen.
            Kaum ist sie <hi rend="italic">erschienen</hi>, verwandeln wir sie aufs neue in Irrtum
            und Lüge. Und so bereitet uns die Offenbarung der Wahrheit einen <hi rend="italic">bösen
              Tag</hi> statt einen guten. Es fährt Alles <hi rend="italic">auseinander</hi> und
            gegeneinander, statt daß wir zusammenkom<pb ed="pga" xml:id="p309" break="no"/>men. Es
              <hi rend="italic">verliert sich</hi> der ganze Strom der lebendigen Quelle in
            Millionen Tröpflein, die keines Menschen Durst stillen können. Wir erleben <hi rend="italic">Unfrieden</hi> statt Frieden, Verwirrung statt Ordnung, Fluch statt
            Segen, weil wir nicht einfach, nicht nüchtern, nicht ehrlich genug sind, die ganze
            Wahrheit zu uns reden zu lassen. Wir möchten <hi rend="italic">beinahe wünschen</hi>,
            Gott hätte seine Wahrheit für sich behalten und ließe uns ruhig weiterschlafen den alten
            Schlaf: die volle Wahrheit ist wohl [?] für ihn allein!<note xml:id="n05">Vgl.
              <bibl corresp="kbga-bibls-5449"><persName ref="kbga-actors-244">G. E. Lessing</persName>, <hi rend="italic">Eine Duplik</hi>, Werke, Bd. VIII, hrsg. von
              H. G. Göpfert u. a., Darmstadt 1979, S. 33</bibl>: «Wenn Gott in seiner Rechten alle
              Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon
              mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte, und spräche zu
              mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke, und sagte: Vater, gib! die reine
              Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!»</note> Wir <hi rend="italic">fühlen’s
              alle</hi>, gemeinsam und jeder für sich: Die Wahrheit ist nicht verborgen und doch
            verborgen, wir haben sie und haben sie nicht, und dieser <hi rend="italic">Widerspruch
              rächt sich</hi> alsbald in stärkeren Torheiten und kräftigeren Bosheiten, von denen
            die Welt nun voll ist zu unser aller Staunen und Schrecken. Immer noch und immer wieder
            ist der <hi rend="italic">Zorn Gottes</hi> vom Himmel her offenbar über uns, weil wir
            immer noch und immer aufs neue die Wahrheit <hi rend="italic">darniederhalten</hi> in
            Ungerechtigkeit. Das sind die Zeichen des bösen Tages, von denen <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> geredet hat und
            von dem wir heute wieder etwas erleben. 
          </p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top">
            <hi rend="italic">3.</hi> Aber nicht wahr, das sehen wir ein: daß eine Zeit, in der sich
            die Wahrheit wieder meldet, uns eigentlich nicht zum bösen, sondern <hi rend="italic">zum guten Tag werden müßte,</hi> nicht zum Gericht, sondern zur Gnade. Es ist doch
            etwas ganz <hi rend="italic">Großes</hi> und Hoffnungsvolles, wenn man da dabei sein
            darf, wo die Wahrheit sich wieder meldet. Es liegt eine große <hi rend="italic">Verantwortung</hi> und eine große Verheißung auf Menschen, die eine solche Zeit
            erleben wie die unsrige. <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> stellt solche Menschen zum vornherein <hi rend="italic">unter das Zeichen des Sieges.</hi> Werdet <hi rend="italic">kräftig</hi> in dem
            Herrn!, sagt er, damit ihr euch <hi rend="italic">halten</hi> könnt gegen die Schliche
            des Teufels, damit ihr am bösen Tage <hi rend="italic">Widerstand</hi> leisten und das
            Feld behaupten könnt! Er will offenbar <hi rend="italic">nicht damit rechnen</hi>, daß
            es den Menschen in einer solchen Zeit gehen kann, wie es uns jetzt geht. Er will <hi rend="italic">nicht daran glauben</hi>, daß der große Moment notwendig ein kleines
            Geschlecht finden müsse. Er glaubt daran, daß es anders gehen <pb ed="pga" xml:id="p310"/> kann. Woher kommt das? <hi rend="italic">Sicher nicht davon, daß <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName></hi> ein
            glückseliger Optimist war, wie man heute sagt, ein Mensch, der Alles in rosarotem
            Hoffnungsschein sieht und nichts so, wie es wirklich ist. Er sah auch, <hi rend="italic">wie gefährlich</hi> gerade solche bedeutsamen Zeiten sind, <hi rend="italic">wie
              leicht und schnell</hi> da die Wahrheit sich unter den Händen der Menschen wieder in
            ihr Gegenteil verkehrt. Er hat gerade in unserem Text ernst genug von den unsichtbaren,
            unfaßbaren und doch vorhandenen <hi rend="italic">Hindernissen</hi> geredet, die sich
            der Erkenntnis der Wahrheit entgegenstellen. Das ist’s also nicht! Aber das ist’s, daß
            <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> <hi rend="italic">eine klare Übersicht hatte</hi> über die Lage zwischen Himmel
            und Erde, zwischen Gott und den Menschen. Er betrachtete <hi rend="italic">seine Zeit
              von Gott aus</hi>, darum konnte er die Menschen seiner Zeit glaubensvoll und
            zuversichtlich betrachten. Er sah <hi rend="italic">an den Weltereignissen</hi> nicht
            ein sinnloses Wogen und Brausen unbestimmter Mächte, sondern er sah in ihnen und über
            ihnen eine Lenkung, eine regierende Hand. Er sah <hi rend="italic">in der Erscheinung
              der Wahrheit</hi> nicht etwas Zufälliges und Vorübergehendes, nicht eine schöne
            Möglichkeit, zu der man sich so oder auch anders stellen kann, nicht ein Ereignis, das
            man mit anderen Ereignissen vergleicht und dann höher oder niedriger einschätzt, mehr
            oder weniger respektiert, er sah darin, nachdem er sie einmal gesehen, eine Wendung von
            entscheidender, bezwingender Kraft und Notwendigkeit. Ihm war <hi rend="italic">die
              Wahrheit selbst</hi> nicht etwas Ungefähres, Undeutliches, Unsicheres, Unbestimmtes,
            Unpersönliches, er erkannte in der Wahrheit, die auch einmal über ihn kam wie jetzt über
            uns, den Herrn Jesus Christus, das <hi rend="italic">ewige, kräftige Wort</hi>, durch
            das alle Dinge getragen sind [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Hebr.1.3">Hebr. 1,3</ref>], den <hi rend="italic">Heiland</hi>, durch den der ganzen Menschheit
               Vergebung und Erlösung verkündigt ist
            [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Eph.1.7">Eph. 1,7</ref> par.], den treuen <hi rend="italic">Knecht Gottes</hi>, der in seinem Tode die Welt überwunden hat und der
            seinem Vater nun alle Reiche der Welt übergeben will [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="1.Kor.15.24">1.Kor. 15,24</ref>]. |</p>
          <p><hi rend="italic">Daran freute sich <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName></hi> und zweifelte nicht, wenn er die
            Menschen in das Licht der Wahrheit treten sah, darum getraute er sich, diese Menschen
            ohne weiteres unter das Zeichen des Sieges zu stellen. Werdet <hi rend="italic">kräftig
              in dem Herrn!</hi> Im Herrn <hi rend="italic">wird</hi> man kräftig. Im Herrn fällt
            man nicht wieder zurück. Im Herrn verpaßt man die gelegene Zeit nicht, sondern versteht
            und benützt man den Augenblick. Im Herrn macht sich die Wahrheit ganz frei und gewinnt
            uns Menschen. <pb ed="pga" xml:id="p311"/> Für uns ist kein Grund da, <hi rend="italic">warum wir uns das nicht auch sollten sagen lassen</hi>, warum sich der böse Tag nicht
            auch für uns zum guten wenden sollte. Warum sollte uns jene klare <hi rend="italic">Übersicht über die Dinge</hi> unmöglich sein? Warum sollten wir durchaus genötigt
            sein, immer von unten <hi rend="italic">statt von oben her</hi> zu sehen? Warum sollten
            wir immer nur die Welt und die Weltgeschichte und die Weltverhältnisse vor Augen haben
            und <hi rend="italic">nie die Regierung</hi>, die durch den Gang der Welt hindurchgeht?
            Warum sollten wir nicht merken, daß die <hi rend="italic">Wahrheit notwendig</hi>,
            respektabel und zwingend ist wie nichts Anderes? Warum sollten wir im Treiben und Wesen
            der Menschheit immer nur die Menschen suchen und <hi rend="italic">nie Christus</hi>,
            seine Vergebungsmacht und Erlösungskraft, seinen Weg und seine Zukunft? Warum sollten
            wir nicht eines Tages <hi rend="italic">mit der vollen Wahrheit gesegnet</hi> [sein],
            statt mit allen unseren halben Wahrheiten ewig verflucht zu sein? Sollte es denn ganz
            ausgeschlossen sein, daß wir einmal so einfach, so nüchtern, so vernünftig werden, in
            jene Bewegung und Wendung und <hi rend="italic">Entscheidung des Herzens und
              Gewissens</hi> hineinzutreten, die <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> meint mit den zwei Wörtlein «im Herrn»? Der
            Widerspruch zwischen der offenbaren und der verborgenen Wahrheit, das geheimnisvolle <hi rend="italic">Hindernis ist in uns</hi>, und in uns könnte und kann es überwunden
            werden. Wir könnten <hi rend="italic">auch als siegreiche Leute</hi> dastehen. Denn <hi rend="italic">Christus ist</hi> auch unser Herr, und <hi rend="italic">Gott ist</hi>
            auch unser Gott. Aber das will in <hi rend="italic">Aufmerksamkeit und Ehrfurcht</hi>
            gehört, erkannt, erkämpft und angenommen sein.</p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">4.</hi> Wir wollen nun zum Schluß aus unserem Text
            noch hören, <hi rend="italic">wie das aussieht, wenn die Menschen</hi> am bösen Tage, in
            der schweren, gefahrvollen Lage, wenn die Wahrheit kommt und wieder gehen und uns ärmer
            als zuvor zurücklassen könnte - wenn Menschen in dieser Lage im Zeichen des Sieges
            stehen. Der <hi rend="italic">erste</hi> Eindruck ist der, daß das für uns ganz
            zweifellos <hi rend="italic">einen Kampf bedeutet</hi>, in den wir hinein müssen. Das
            ist für Viele von uns immer noch <hi rend="italic">etwas Neues</hi> und Erstaunliches, wenn sie an sich und Anderen
            wahrnehmen, daß man in Bewegung und ins Gedränge kommt, wenn man sich mit Christus, dem
            König der Wahrheit [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Joh.18.37">Joh. 18,37</ref>],
            auch nur ein wenig einläßt. Aber es ist doch so. <hi rend="italic">Jesus</hi> hat seinen
            Jüngern nie ein ruhiges, friedliches, unangefochtenes Leben verheißen, sondern er hat
            sie in die Welt gesandt als auf einen Kriegsschauplatz. Das, was die Wahrheit
            darniederhält in <pb ed="pga" xml:id="p312"/> Ungerechtigkeit [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.1.18">Röm. 1,18</ref>], ist gerade <hi rend="italic">das
              Unlebendige in uns.</hi> In den Erschrockenen und in den Leidenschaftlichen, in den
            Trägen und in den Übereifrigen, in all den verschiedenartigen Menschen, die die Wahrheit
            immer wieder erniedern [?], ist das Innerste dieses Unlebendige. <hi rend="italic">Sie
              schlafen.</hi> Sie <hi rend="italic">schütteln das Alte</hi> nicht von sich ab und
            reißen das Neue nicht an sich. Sie <hi rend="italic">verändern sich nicht</hi>, sondern
            sie bleiben sich selbst gleich. Die <hi rend="italic">Wahrheit beschäftigt sich</hi>
            wohl mit ihnen, aber sie beschäftigen sich nicht eigentlich mit der Wahrheit. Schlafend
            kann man aber nicht in das Reich Gottes eingehen. Schlafend bedeuten wir nichts für das
            Reich Gottes als ein Hindernis. <hi rend="italic">Wir müssen</hi> erwachen, aufstehen,
            uns rüsten, uns vom Platz bewegen [?], angreifen, uns wehren. <hi rend="italic">Ich kann
              nicht!</hi>, sagst du. Und <hi rend="italic">ich will auch nicht!</hi> Im Herrn kannst
            du, kannst du sogar wollen. Werdet kräftig im Herrn!|</p>
          <p>Das Zweite, was klar wird, ist das, daß es in diesem Kampfe <hi rend="italic">für Gott
              geht und gegen seine Feinde</hi> und nicht für uns selbst oder überhaupt für Menschen
            gegen Menschen. Das <hi rend="italic">unterscheidet</hi> diesen Kampf von jeder Sorte
            von Zank; wo gezankt wird, da geht es sicher nicht um die Wahrheit. Das macht diesen
            Kampf <hi rend="italic">groß und wichtig</hi>, daß dabei das Persönliche nicht in
            Betracht kommt. Das macht, daß mitten im Kampf <hi rend="italic">der Friede größer
              ist</hi> als der Streit. Wer im Herrn die Wahrheit erkennt, der bekommt eine gewisse
              <hi rend="italic">Selbstlosigkeit</hi>, daß es ihm mehr um das Interesse der Wahrheit
            zu tun ist als darum, selber recht zu haben, einen gewissen <hi rend="italic">Weitblick</hi>, daß er auch in den Menschen, die der Wahrheit zuleide leben, mehr die
            Werkzeuge als die Urheber des Bösen erkennt, eine gewisse <hi rend="italic">Offenheit</hi> nach allen Seiten, daß er alle Menschen, auch die widerstrebenden, als
            Mitstreiter für die Wahrheit würdigt und gleichsam mitnimmt. «Unser Kampf richtet sich
              <hi rend="italic">nicht gegen Fleisch und Blut.»</hi> Es kann sich nie darum handeln,
            Menschen anzuklagen, Menschen zu widerlegen, Menschen zu überwinden, und wenn es die
            schädlichsten und gefährlichsten Menschen wären. Wenn das manchmal <hi rend="italic">nebenbei</hi> auch geschehen muß, so ist’s doch immer Nebensache. Es geht eben <hi rend="italic">«gegen die Mächte</hi>, gegen die Gewalten». Es sind eben <hi rend="italic">hinter und über den Menschen</hi> Ideen, Gedanken, Kräfte, Verhältnisse,
            die der Wahrheit widrig sind; mögen die widrigen Menschen
            <hi rend="italic">im Frieden</hi> ihres Weges ziehen, aber diesen widrigen Kräften und
            Gewalten können und dürfen wir <hi rend="italic">keine Ruhe</hi> las<pb ed="pga" xml:id="p313" break="no"/>sen. Es geht «gegen alles das, <hi rend="italic">was in
              dieser Finsternis</hi> die Welt beherrscht». Wir dürfen also nicht denken, <hi rend="italic">es werde da so leicht gesiegt</hi> wie dann, wenn wir für uns selbst
            Ruhe finden oder aber andere Menschen belehren und überzeugen wollen. Es ist nicht mehr
            und nicht weniger als die jetzige <hi rend="italic">Weltordnung</hi> und Weltherrschaft,
            die der Wahrheit entgegen ist und gebrochen werden muß. Es geht «gegen <hi rend="italic">die bösen Geister im Himmel».</hi> Das ist ein dunkles Wort. Also <hi rend="italic">auch im Himmel</hi> ist noch nicht Alles in Ordnung, gibt es noch böse Geister,
            geschieht Gottes Wille noch nicht vollständig. Vielleicht müssen wir an all die <hi rend="italic">Verstorbenen</hi> denken, die auch im jenseitigen Leben Gott noch zu
            schaffen machen, der Wahrheit widerstehen und deren Unvollkommenheit dann auch im
            Diesseits ein Hindernis bilden kann. Wenn man alles das weiß, wird man <hi rend="italic">bescheiden</hi> und <hi rend="italic">rüstet sich</hi> zugleich zu großer Anstrengung
            und großer Geduld. Es ist ein <hi rend="italic">weiter Kriegsschauplatz</hi>, den wir
            betreten, wenn wir im Herrn streiten werden. |</p>
          <p>Das Dritte ist, daß wir in diesem Kampf <hi rend="italic">von Gott selbst ausgerüstet
              werden</hi> müssen. Es gibt auch eine <hi rend="italic">menschliche Ausrüstung</hi>,
            die nicht zu verachten ist. Die heißt z. B. <hi rend="italic">Geduld</hi> in Krankheit,
              <hi rend="italic">Verstand</hi> in Unternehmungen, <hi rend="italic">Energie</hi> bei
            der täglichen Arbeit, <hi rend="italic">Zähigkeit</hi> gegenüber Widersachern, <hi rend="italic">Selbstbeherrschung</hi> gegenüber den eigenen Leidenschaften, <hi rend="italic">Aufmerksamkeit</hi> gegenüber den Versuchungen, <hi rend="italic">Begeisterung</hi> für hohe Ziele. Das alles sollen und wollen wir brauchen, wenn wir
            es haben und wenn es nötig ist. Aber im <hi rend="italic">Kampf um die Wahrheit</hi>
            können wir mit diesen Waffen nicht kämpfen. Wir können, mit all diesen Waffen versehen,
            doch auch Feinde der Wahrheit sein. Es gibt unter den Widersachern der Wahrheit ganz
            ausgezeichnete ernste, sogar fromme Menschen. Es gibt aber eine <hi rend="italic">Waffenrüstung Gottes</hi>, ihr habt gehört, wie <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> sie beschreibt. Die hat man
            nicht, die nimmt man sich nicht, die <hi rend="italic">bekommt</hi> man. Es ist etwas
            Merkwürdiges um dieses Bekommen. Solange man’s nicht versteht, meint man, das sei
            unmöglich, solchen Schutz und Trutz zu bekommen. Wir meinen immer, wir könnten nur haben
            oder uns nehmen und dann nichts mehr. Aber das Stärkste [?] im Leben ist gerade das, was
            wir nach und nach bekommen, wenn das Leben zu einem Dienst der Wahrheit wird. Diese
            Waffenrüstung Gottes hat es an sich, daß sie, wie <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> sie beschreibt, <hi rend="italic">vollständig ist;</hi> es fehlt nichts daran. Gerechtig<pb ed="pga" xml:id="p314" break="no"/>keit ist nicht ohne Frieden. Glaube ist nicht ohne Hoffnung,
            Hoffnung ist nicht ohne Geist. Wenn eins fehlte, würden alle fehlen. Eins ergibt sich
            aus dem anderen. Sie hat es an sich, daß <hi rend="italic">kein Stück davon bloß
              irdisch</hi>, menschlich, gemein oder 
            selbstsüchtig verwendet werden kann. Was von Gott kommt, kann auch nur im Sinn Gottes
            verwendet werden. Sie ist rein und ehrenhaft. Wenn wir auch nur ein Stück davon
            mißbrauchen würden, würden wir das Ganze verlieren. Je mehr wir uns ganz auf diese
            Waffen verlassen, um so mehr sind wir im Notfall vor Irrtum und Lüge geschützt. Sie hat
            es an sich, daß sie <hi rend="italic">genügt</hi>, auch für den schwächsten Menschen
            genügt. Wenn du im Dienst Gottes stehst und das <hi rend="italic">brauchst</hi>, was
            Gott selbst dir dazu darreicht, dann wirst du auch auf deinem Posten deine Sache recht
            machen. Du kannst dann vielleicht manches Menschliche <hi rend="italic">entbehren</hi>,
            was andere haben, z. B. Gescheitheit, starker Wille, große Begeisterung. Sei du nur mit
            den Waffen Gottes gerüstet, <hi rend="italic">was du bist</hi>, so bist du ein Kämpfer
            Gottes, der sich darf sehen lassen und der für das Reich Gottes etwas bedeutet, mehr als
            zehn Andere, die menschlich hundertmal gerüsteter sind. Das sei allen <hi rend="italic">Kleinen</hi> gesagt, damit sie mutig, und allen <hi rend="italic">Großen</hi>, damit
            sie demütig seien.</p>
          <p>Seht, <hi rend="italic">so sehen Menschen aus</hi>, die am bösen Tage unter dem Zeichen
            des Sieges stehen. <hi rend="italic">Kämpfer</hi> sind sie, Gottes Kämpfer wie <persName ref="kbga-actors-8959">Jakob</persName>
            [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Gen.32.29">Gen. 32,29</ref>], von <hi rend="italic">Gott ausgerüstete</hi> Kämpfer. Solche Menschen <hi rend="italic">halten
              sich</hi> gegen die Schliche des Teufels. Solche Menschen sind <hi rend="italic">das
              Morgenrot des Tages</hi>, an welchem die Wahrheit nicht nur erscheinen und wieder
            verschwinden, sondern triumphieren wird. Wer hindert <hi rend="italic">uns</hi>, im
            Herrn kräftig zu werden und uns in solche Menschen zu verwandeln? Siehe, ich stehe vor
            der Tür und klopfe an [<ref type="can" subtype="bible" target="Apk.3.20">Apk. 3,20</ref>]!</p>
          <!-- leerzeile -->
        </div>
        <div type="songs">
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-20" type="song"> In der einen Gemeinde Nr. 3 «Sollt’ ich meinem
              Gott nicht singen» von P<persName ref="kbga-actors-131">. Gerhardt,</persName> Strophen 1-2 (RG [1998] 724,1-2; EG 325,1-2;
              jeweils mit Textabweichungen)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-88" type="song">Nr. 83 «Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn»
              von <persName ref="kbga-actors-1389">Fr. Oser</persName>, Strophen 1-2 (GERS [1952] 194,1. 3; EG 377,1-2 «Zieh an … ») </bibl>
              </listBibl>
           </div>
           <div type="songs">
           <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-113" type="song">
              <pb ed="pga" xml:id="p315" rend="noPipe"/> In der anderen Gemeinde Nr. 235 «Ich weiß,
              woran ich glaube» von <persName ref="kbga-actors-871">E. M. Arndt</persName>, Strophen 1-3 (RG [1998] 278,1-3; EG 357,1.2.- mit
              Textabweichungen)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-104" type="song">Nr. 225 «Ist Gott für mich, so trete» von
              <persName ref="kbga-actors-131">P. Gerhardt</persName>, Strophen 1.3.4 (RG [1998] 656,1.3.4; EG 351,1.3.5b.6b; jeweils mit
              geringen Textabweichungen)</bibl>
          </listBibl>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
