<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="kbga-texts-39034">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="volume" n="vol-39">Predigten 1919</title>
        <title type="content">Epheser 5,15-20</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Epheser 5,15-20, 20. Juli 1919</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/39034 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1919, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 2003, S. 274.</title>
      </titleStmt>
      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
        </availability>
        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/39034</idno>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
        <bibl type="pga" xml:id="pga">
          <title type="volume">Predigten 1919</title>
          <title type="text">Epheser 5,15-20</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">2003</date>
          <biblScope unit="page">274</biblScope>
          <!--position within a volume-->
          <biblScope unit="part">34</biblScope>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Eph 5,15-20, 20. Juli 1919. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1918">KBA 1461</ref>. </bibl>
        <!-- we should provide more types: <bibl type="not-found-in-kba"></bibl> <bibl type="not-in-kba"></bibl>  -->
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date type="creation" when="1919-07-20">20. Juli 1919</date>
      </creation>
      <langUsage>
        <language ident="ger">German</language>
      </langUsage>
      <textClass>
        <keywords>
          <term>sermon</term>
        </keywords>
      </textClass>
    </profileDesc>
    <revisionDesc>
      <change when="2026-08-25T09:04:37+02:00">teiHeader was automatically produced from the database 2026-08-25T09:04:37+02:00</change>
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div type="sermon">
        <pb xml:id="p265" ed="pga"/>
        <div type="opener">
          <head><idno>479</idno></head>
          <dateline>
            <placeName ref="kbga-places-54"><hi rend="italic">Safenwil</hi></placeName>, Sonntag, den <date when="1919-07-20">20. Juli 1919</date>
          </dateline>


          <epigraph>
            <cit>
              <ref type="can" subtype="bible" target="Eph.5.15 Eph.5.20">Epheser 5,15-20</ref>
              <quote><p><hi rend="italic" resp="kb">So gebt nun genau acht, wie ihr euren Wandel
                    führt: nicht als Unweise, sondern als Weise! Kaufet den rechten Augenblick aus,
                    denn es sind schlimme Zeiten. Darum werdet nicht unbesonnen, sondern lernet
                    verstehen, was jeweilen der Wille des Herrn ist.</hi></p>
                <p><hi rend="italic" resp="kb">Und berauscht euch nicht mit Wein, denn darin ist
                    etwas Heilloses, sondern werdet des <hi rend="spaced">Geistes</hi> voll. Redet
                    zueinander in Psalmen, Gesängen und Liedern, wie sie der <hi rend="spaced">Geist</hi> eingibt, singet und musizieret in euren Herzen dem Herrn.</hi></p>
                <p><hi rend="italic" resp="kb">Danket Gott, dem Vater immer und für Alles im Namen
                    unseres Herrn Jesu Christi.</hi></p></quote>
            </cit>
          </epigraph>

        </div>
        <div type="main">
          <p><hi rend="italic">1.</hi> Es ist <hi rend="italic">nicht leicht</hi>, von der großen
            Lebensweisheit zu reden, die in diesen Worten liegt, und es ist noch weniger leicht, sie
            sich anzueignen und danach zu tun. Wir werden das noch deutlicher sehen bei den nächsten
            Stellen, wo <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> über das Verhältnis von Männern und Frauen, Eltern und Kindern,
            Herren und Knechten redet. Das sind Gedanken, und so auch die, die wir soeben gehört
            haben, die uns zunächst nur von ferne grüßen und die sich sehr seltsam ausnehmen, wenn
            wir sie auf unser jetziges Leben beziehen. Sie machen uns <hi rend="italic">aufmerksam</hi> auf eine klare, lebendige Gottesordnung. Aber dann kommt sofort ein
            großes <hi rend="italic">Wenn und Aber!</hi> Man kann nicht nur heimgehen und sich
            vornehmen: nun will ich leben und mich verhalten, wie es im Epheserbrief beschrieben
            ist. Und man kann noch weniger hingehen und Andere verurteilen, weil man sieht, daß sie
            auch nicht danach tun. Es kommt sehr darauf an, wer man ist und wo man steht und wie es
            überhaupt heutzutage steht zwischen Gott und den Menschen. Das ist das große Wenn und
            Aber, das sich zwischen uns und den Ermahnungen des <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> erhebt. Wir können nicht
            darüber hinweghüpfen. Diese Ermahnungen sind <hi rend="italic">feine Blumen</hi>, die
            nur auf einem ganz bestimmten Boden und in einem ganz bestimmten Klima gedeihen können.
            <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hat sie an Leute gerichtet, die er vorher eindringlich daran erinnert hat, daß
            sie <hi rend="italic">«in Christus» seien</hi>, in der großen neuen Schöpfung des
            Menschen und der Welt von Gott her. Es fragt sich, ob <hi rend="italic">wir</hi> uns
            daran auch schon haben erinnern lassen. <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hat ihnen zugerufen: <hi rend="italic">Leget den alten Menschen ab</hi> und erneuert euch durch den Geist in eurer Vernunft
            und ziehet den neuen Menschen an [<ref type="can" subtype="bible" target="Eph.4.22 Eph.4.24">4,22-24</ref>]. <pb ed="pga" xml:id="p266"/> Es fragt sich, ob <hi rend="italic">wir</hi> auch in dieser Verwandlung
            stehen. <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hat sie mit einem großen Zutrauen trotz ihrer Schwächen und
            Unvollkommenheiten <hi rend="italic">Kinder des Lichts</hi> genannt [<ref type="can" subtype="bible" target="Eph.5.9">5,9</ref>]. Schwächen und Unvollkommenheiten haben wir
            freilich auch, es fragt sich aber, ob wir uns trotzdem zutrauen dürfen, uns Kinder des
            Lichts zu heißen, und jedenfalls dürfen wir uns nicht verwundern, wenn wir bei den
            Anderen das nicht finden, was eben von den Kindern des Lichts zu erwarten ist. Wenn wir
            das in einem gewissen christlichen Eifer <hi rend="italic">übersehen</hi>, so gleichen
            wir einem Törichten, der ernten will, wo gar nichts gesät worden ist. Wir gleichen dann
            einem Schiff, das mit gespannten Segeln und eingelegten Rudern auf dem Sand am Ufer
            steht. Man kann nicht fahren, wenn man nicht im Wasser ist. Man kann die Lebensweisheit
            der Bibel nicht fassen, wenn man nicht <hi rend="italic">in der Lebensbewegung der
              Bibel</hi> drin steht. |</p>
          <p>Sie ist Weisheit für das Leben von Menschen, mit denen <hi rend="italic">sich Gott
              eingelassen</hi> hat und sie sich mit ihm. Andere Menschen können nichts damit
            anfangen. Sie ist Weisheit für das Leben von Menschen, für die im Himmel gleichsam <hi rend="italic">ein Interesse vorhanden</hi> ist, weil Gott etwas mit ihnen im Sinne
            hat, weil er sie in Arbeit genommen hat. Das sind Menschen, in denen <hi rend="italic">etwas weich</hi> geworden ist, weil sie tief erschrocken sind über sich und über die
            Welt und sich erheben [?] durch ein Hoffnungslicht, das ihnen aufgegangen ist. Sie sind
            in ein sehr <hi rend="italic">ernstes Gericht</hi> gekommen, das ihnen alle Einbildungen
            und Träume über ihr Verhältnis zu Gott genommen hat, und nun haben sie eigentlich Gott
            gegenüber nur noch Respekt, Scheu, höchste Aufmerksamkeit wie <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName>, als er seine Schuhe
            ausziehen mußte, um mit Gott zu reden [<ref type="can" subtype="bible" target="Ex.3.5">Ex. 3,5</ref>]. Dafür ist ihnen Gott <hi rend="italic">etwas höchst Nahes</hi>,
            Bestimmtes, Starkes geworden. Sie können nur noch Großes und Gutes von ihm erwarten. Sie
            stehen unter einer Gnade. Sie wissen, wie man zuletzt und <hi rend="italic">im Grunde
              mit ihm dran</hi> ist: das Letzte, das Ziel ist ein göttlicher Sieg und Triumph. Auf
            diesen Sieg <hi rend="italic">warten</hi> sie, und ihr Leben ist eine <hi rend="italic">Bewegung</hi> nach diesem Ziel hin. Nicht als ob ich es schon ergriffen hätte, ich
            jage ihm aber nach [<ref type="can" subtype="bible" target="Phil.3.12">Phil. 3,12</ref>]. Der
            heilige Geist hat wenigstens Raum. Das heißt <hi rend="italic">in Christus sein.</hi>
            Denn Christus ist der große unsichtbare Beweger und Träger dieser Menschen. <hi rend="italic">Für solche Menschen gelten dann</hi> die Lebenseinsichten und
            Lebensregeln, die <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hier andeutet. <hi rend="italic">Gelten sie</hi> für uns? Für
            die heutige Christenheit? Für die <pb ed="pga" xml:id="p267"/> sogenannten<note xml:id="n01">Das Adjektiv «sogenannten» ist im Mskr. hier und in den beiden folgenden
              Sätzen zwischen den Zeilen nachgetragen.</note> Christen in den Kirchen? Für die
            sogenannten Christen in den Kapellen<note xml:id="n02">«Kapellen» meint hier die
              Versammlungsräume der freikirchlichen, meist pietistischen Gemeinschaften.</note>? Für
            die anderen sogenannten Christen, die weder von der Kirche noch von der Kapelle etwas
            erwarten? <hi rend="italic">Geht es uns</hi> an, wenn <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> uns hier anredet: gebt
            genau acht, wie ihr euren Wandel führt,
            ihr Christen, ihr in Christus? <hi rend="italic">Sind wir</hi> in Christus? <hi rend="italic">Können wir</hi> seine Winke und Weisungen gebrauchen, befolgen? Können
            wir auch nur von dieser Weisheit reden, sie hören, den Versuch wagen, danach zu tun? <hi rend="italic">Wenn diese Fragen</hi> sich schmerzlich und unruhig [?] in uns
            hineinbohren, wenn sie uns zu schaffen machen, dann ist’s recht. Sie sollen uns zu
            schaffen machen.</p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">2.</hi>
            <hi rend="italic">So gebt nun genau acht</hi>, wie ihr euren Wandel führt! <hi rend="italic"><persName ref="kbga-actors-77">Calvin</persName></hi> hat zu dieser Stelle die Bemerkung gemacht, ein Christ stehe
            in der Welt wie ein Schauspieler auf der Theaterbühne. Jedes Wort, das er sagt, wird
            gehört, jeder Schritt, den er tut, jede Miene, die er verzieht, wird beobachtet. Alles,
            was er tut und nicht tut, ist wichtig. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Aber nicht die
            Augen der Menschen allein sind es, die freilich auch, vor allem aber die Augen Gottes
            und der Engel.<note xml:id="n03"><bibl corresp="kbga-bibls-5437"><persName ref="kbga-actors-77">J. Calvin</persName>, <hi rend="italic">Commentarius in Epistulam
                Pauli ad Ephesios</hi>, in: Opera omnia, Vol. LI (CR LXXIX), Sp. 220</bibl>: «<foreign xml:lang="lat">Debent igitur
              [sc. fideles], ac si in celeberrimo theatro essent, vivere: quia sub conspectu Dei et
              angelorum vivunt</foreign>.»</note> Der Ort, wo ein solcher Mensch oder solche Menschen stehen,
            ist gleichsam ein wichtiger Punkt auf der Landkarte des Reiches Gottes. An solchen Orten
            ist ja immer <hi rend="italic">die Möglichkeit</hi> vorhanden, daß es mit der Sache
            Gottes <hi rend="italic">vorwärts</hi> gehen könnte, daß der eigentliche große <hi rend="italic">Segen</hi>, mit dem Gott die Erde noch segnen will, ein wenig weiter
            reichen, daß der <hi rend="italic">Tag Jesu Christi</hi>, der die Vollendung bringt, um
            Einiges näher rücken könnte. Wenn solche Menschen recht weich und beweglich in Gottes
            Hand bleiben, dann tritt damit für die ganze Welt eine <hi rend="italic">Veränderung</hi> ein. <hi rend="italic">Je tiefer</hi> es bei solchen Menschen geht,
            um so größer kann die Veränderung werden. Es ist aber auch die <hi rend="italic">andere
              Möglichkeit</hi> vorhanden, daß sie <hi rend="italic">einrosten</hi> [?] und
            zurückkommen, daß ihnen das, was sie haben, wieder verloren geht. Die anderen Menschen
              <pb ed="pga" xml:id="p268"/>
            <hi rend="italic">merken es</hi> vielleicht nicht, sie <hi rend="italic">freuen
              sich</hi> vielleicht sogar darüber, wenn die Christen immer wieder gewöhnlich werden,
            aber Gott und alle Engel <hi rend="italic">trauern</hi> darüber. Es geht dann nicht <hi rend="italic">vorwärts</hi> in der Welt. Es kommt darauf an, daß die Christen genau
            acht geben, wie sie wandeln. «Nicht als Unweise, <hi rend="italic">sondern als
              Weise»</hi>, sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hierzu. Solche Menschen haben ja eine gewisse Weisheit in
            sich: sie <hi rend="italic">kennen</hi> das Ziel, dem Alles zustrebt und dienen muß, sie
              <hi rend="italic">wissen</hi> auch im Einzelnen, was diesem Ziel jeweilen dient oder
            nicht dient. Sie müssen <hi rend="italic">sein, was sie sind.</hi> Sie sind Weise. Sie
            müssen sich als Weise bewähren und nicht als Unweise. Darauf müssen sie genau acht
            geben. |</p>
          <p>Dieses <hi rend="italic">Acht-Geben</hi> ist nicht das, was man sonst so nennt. Wir
            geben z. B. sehr genau acht, uns durch das, was wir sagen und tun, <hi rend="italic">keine Nachteile</hi> zuzuziehen, wir sind gewohnt, da sehr genau zu wachen.
             Aber das ist hier nicht gemeint. Als
            Christ muß man es wagen, manchmal einen offenkundigen Nachteil auf sich zu nehmen. Wir
            geben acht, <hi rend="italic">unsere Zwecke und Wünsche</hi> möglichst vollständig zu
            erreichen. Mögen wir’s tun, aber das ist hier nicht gemeint. Im Gegenteil, wir müssen es
            als Christen sehr oft riskieren, uns durch alle unsere Zwecke und Wünsche einen Strich
            machen zu lassen. Wir geben acht, <hi rend="italic">niemand vor den Kopf zu stoßen.</hi>
            Das ist eine löbliche und vorsichtige Absicht, aber auch das ist hier nicht gemeint. Ein
            Christ muß manchmal durch das, was er sagt und tut, die Leute vor den Kopf stoßen und
            muß die Folgen hinnehmen. Es handelt sich um etwas Höheres. Wir können auch einmal das
              <hi rend="italic">Gleichnis vom Schauspieler</hi> gebrauchen (es soll aber nur ein
            Gleichnis sein!): Es handelt sich darum, daß wir <hi rend="italic">die Rolle</hi>, wie
            man dort sagt, die uns übergeben ist, genau und getreu durchführen. Uns <hi rend="italic">nicht stören lassen</hi> durch das, was die Anderen spielen und nicht
            etwas zu spielen anfangen, was nur unserem eigenen Sinn und Geschmack entspricht, aber
            nicht zum Ganzen paßt. Wer auf dem Theater einen König zu spielen hat, darf sich nicht
            wie ein Bettler benehmen. Darin liegt die ganze Weisheit: <hi rend="italic">Wissen, was
              man</hi> ist und was Einem auf getragen ist, und dann sich selber und seiner Sache <hi rend="italic">nicht untreu werden.</hi> Die Gefahr und die Versuchung ist nicht das
            Böse, nicht das Schlechte, aber <hi rend="italic">das Fremde</hi>, das, was uns nichts
            angeht. <hi rend="italic">Holzwege</hi> im Wald sind ja auch Wege, aber wer ein Ziel
            erreichen möchte und sollte, darf sich auf Holzwege nicht einlassen. <hi rend="italic">Das Fremde kann</hi> von anderen Menschen zu uns kommen, oder es kann in uns <pb ed="pga" xml:id="p269"/> selbst aufsteigen. Es ist und bleibt immer das Fremde, das,
            was zu dem Göttlichen, das uns aufgetragen ist, <hi rend="italic">nicht paßt</hi> - was
            sich für Heilige nicht schickt, wie <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> früher gesagt hat [5,3]. Es gibt eine gewisse
            Art, über Andere zu <hi rend="italic">denken</hi>, eine gewisse Art, sich selbst zu <hi rend="italic">bedauern</hi>, einen gewissen Ton zu <hi rend="italic">reden</hi>, einen
            gewissen <hi rend="italic">Ausdruck</hi> im Gesicht, einen gewissen <hi rend="italic">Eifer</hi> und eine gewisse <hi rend="italic">Geduld</hi>, eine gewisse <hi rend="italic">Zufriedenheit</hi> und eine gewisse <hi rend="italic">Unzufriedenheit</hi>, eine gewisse <hi rend="italic">Sicherheit</hi> und ein gewisses
              <hi rend="italic">Schwanken</hi>, die uns fremd sind, wenn wir in Christus sind. Wir
              <hi rend="italic">dürfen nicht in dieses Fremde verfallen.</hi> Das Fremde liegt uns
            immer unendlich nahe, näher fast, als wir uns selbst sind. Eben darum heißt es genau
            acht geben. Unser Leben muß einen <hi rend="italic">reinen Ton</hi> geben. Das Unnötige,
            das Unerleuchtete, das Zufällige, das Eigenwillige muß allmählich <hi rend="italic">zurücktreten</hi>, und <hi rend="italic">hervortreten</hi> muß das, was von oben her
            notwendig, hell, wichtig ist. Dazu müssen wir acht geben, genau acht geben, das heißt
            auf alles <hi rend="italic">Einzelne</hi> acht geben, denn das Leben setzt sich aus
            Einzelheiten zusammen. Das ist das <hi rend="italic">«Wandeln als Weise».</hi> Es ist
              <hi rend="italic">nicht jedermanns</hi> Sache [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="2.Thess.3.2">2.Thess. 3,2</ref>]. Wer Ohren hat zu hören, der höre [<ref type="can" subtype="bible" target="Mk.4.9">Mk. 4,9</ref> par.].</p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">3.</hi>
            <hi rend="italic">«Kaufet den rechten Augenblick aus</hi>, denn es sind schlimme Zeiten.
            Darum werdet nicht unbesonnen, sondern lernet verstehen, was jeweilen der Wille des
            Herrn ist.» Da hören wir, daß die christliche Lebensweisheit etwas ganz besonders
              Merkiges<note xml:id="n04">= Waches, Wahrnehmungsfähiges.</note>, Gelehriges,
            Aufmerksames ist. Vor Allem müssen wir merken, daß die Zeiten im Allgemeinen <hi rend="italic">schlimme Zeiten</hi> sind. Die Erde steht jetzt unter einem <hi rend="italic">Schatten</hi>, unter einem Fluch. Der Mensch ganz besonders befindet
            sich in einer <hi rend="italic">Gefangenschaft</hi>, die jetzt noch nicht aufgehoben
            ist. Die Befreiung bahnt sich erst an, die in Christus einst kommen soll. Gewisse kleine
              <hi rend="italic">Verbesserungen und Veränderungen</hi> sind auch in diesen schlimmen
            Zeiten möglich. Aber <hi rend="italic">von dem Guten</hi>, auf das ein Christ hofft,
            will sich oft während langer Stunden, Tage und Jahre nichts zeigen. Es ist und bleibt
            dann Alles irdisch unvollkommen. Man muß merken, daß das <hi rend="italic">so ist und so
              sein muß.</hi> Alle christlichen Grundsätze und aller gute Wille kann nichts daran
            ändern, bis <hi rend="italic">der Tag anbricht</hi>, an dem Gott an diesem Zustand etwas
            ändert. Unser Leben kann also nur <pb ed="pga" xml:id="p270"/> ein <hi rend="italic">Hinzielen und Vorbereiten</hi> auf diesen Tag der Veränderung sein, unterdessen ist
            es ein Tragen und Ertragen eines Zustandes, der nun eben durch Gott aufgehoben werden
            muß. <hi rend="italic">Im Winter</hi> kann man mit seltenen Ausnahmen keine Blumen
            blühen sehen. Es <hi rend="italic">gibt aber solche Ausnahmen</hi>, sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName>. <hi rend="italic">Kaufet</hi> den rechten Augenblick aus, gerade weil die Zeiten im
            Allgemeinen schlimm sind. Es gibt Augenblicke, die unterbrechen jetzt schon die Regel,
            die sind gleichsam <hi rend="italic">vorlaufende Strahlen</hi> des kommenden großen
            Lichts. Es gibt Augenblicke, <hi rend="italic">da kann man</hi> etwas verstehen, ein
            gutes Wort sagen oder hören, etwas Rechtes tun, was dann nicht nur eine kleine
            Verbesserung und Veränderung ist, sondern, wenn auch noch nicht das neue Haus, das unser
            wartet [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="2.Kor.5.1">2.Kor. 5,1</ref>], so doch ein
            Steinlein dazu. <hi rend="italic">Unerwartet</hi> kommen solche Gelegenheiten, rasch
            treten sie an uns heran, rasch gehen sie benützt oder unbenützt vorüber. |</p>
          <p>Das ist das zweite, was wir merken müssen: daß es solche besonderen Augenblicke gibt
            mitten in den schlimmen Zeiten. Die müssen wir dann <hi rend="italic">auskaufen, das
              heißt, Alles dransetzen</hi>, damit wir dann auch bekommen, was sie uns zu bieten
            haben. Wir sind wie <hi rend="italic">in einer belagerten Stadt</hi>, wo man im
            Allgemeinen Hunger leiden muß. Dann und wann aber bietet sich eine günstige Gelegenheit.
            Dann muß man nicht länger geduldig warten, sondern rasch zugreifen. Wenn wir <hi rend="italic">merkiger wären</hi> diesen vorlaufenden Strahlen Gottes gegenüber, in
            dieser Stunde, wo es gilt zuzugreifen,
            wir könnten <hi rend="italic">mehr ewiges Licht</hi> haben schon im jetzigen Dunkel, wir
            würden uns dann auch ruhiger darein finden, daß das Dunkel wirklich <hi rend="italic">nur durch das ewige Licht</hi> gehoben [?] werden kann. Und dann, in diesen
            besonderen Augenblicken <hi rend="italic">gilt es, besonnen zu sein</hi> und zu
            verstehen, was da jeweilen der Wille des Herrn ist. |</p>
          <p>Das ist das dritte, für das wir einen Merks<note xml:id="n05">= ein Gespür.</note>
            bekommen müssen. <hi rend="italic">Was dann nehmen</hi>, wenn sich uns oft für einen
            Augenblick der ganze Reichtum Gottes auftut<note xml:id="n06"><ref corresp="A">Mskr.</ref>: «auftun»; Korrektur
              vom Hrsg.</note>? <hi rend="italic">Was dann sagen</hi>, wenn einmal etwas gesagt
            werden könnte? <hi rend="italic">Was dann tun</hi>, wenn wir merken: nun könnte einmal
            etwas getan werden? Gerade da fehlt man besonders leicht. Man ist zu <hi rend="italic">langsam</hi> oder man fährt zu schnell zu. Man fährt <hi rend="italic">rechts</hi>,
            wo man links <pb ed="pga" xml:id="p271"/> fahren sollte. Man redet grob, wo man fein,
            und fein, wo man grob reden sollte. <hi rend="italic">Die Weisheit</hi> besteht eben
            nicht nur darin, daß man schweigt und wartet, und nicht nur darin, daß man den
            Augenblick ergreift, wo es eine Ausnahme geben kann, sondern auch darin, in diesem
            rechten Augenblick <hi rend="italic">das Rechte zu ergreifen.</hi> Denn <hi rend="italic">jeder Augenblick</hi> hat seinen besonderen Sinn, seine besondere
            Bedeutung. Wer ein Christ ist, der kann dieses Besondere aus solchen Augenblicken <hi rend="italic">herausholen</hi> und fährt nicht daneben. Wie es im Prediger <persName ref="kbga-actors-2245">Salomo</persName>
            beschrieben ist, cap. <ref type="can" subtype="bible" target="2.Kor.3.1 2.Kor.3.8">3,1-8</ref>. Aber auch
            das alles: das <hi rend="italic">Ertragen</hi> der schlimmen Zeiten, das Auskaufen des
            rechten Augenblicks, das gute <hi rend="italic">Treffen</hi>, wenn ein solches Ziel sich
            bietet - auch das alles ist nicht für jedermann. Sondern wer Ohren hat zu hören, der
            höre.</p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">4.</hi> Und so steht es wohl auch mit dem, was
            <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> <hi rend="italic">über die rechte Freude</hi> sagt: Berauschet euch nicht mit
            Wein … Es ist ganz natürlich und recht, daß <hi rend="italic">der Mensch sich freuen
              will.</hi> Er soll es auch. Der Trieb, uns zu freuen, ist auch ein Zeichen, daß wir zu
            Gott gehören. Aber <hi rend="italic">in der Art</hi>, wie wir uns freuen, kommt es zum
            Vorschein, wer wir sind und wie wir mit Gott dran sind. Die Freude <hi rend="italic">gehört</hi> auch zum Leben, aber indem wir uns freuen, kommen wir <hi rend="italic">vorwärts oder rückwärts.</hi></p>
          <p>Entweder man hat die <hi rend="italic">Freude nicht in sich</hi>, weil man sich nicht
            in einer Lebensbewegung befindet, dann muß man den Freudenrausch irgendwo <hi rend="italic">außer sich</hi> suchen. «Im Wein», sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName>. Man könnte heute auch
            sagen: im Vereinsleben, im Kinematograph, auf der Reitschule. Das sind ganz natürliche,
            begreifliche Vorgänge: <hi rend="italic">was sie nicht haben, das müssen sie
              suchen.</hi> Aber <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> hat recht: «es liegt etwas Heilloses darin», nicht im Wein an
            sich, aber darin, daß man die Freude im Wein und in den anderen Zerstreuungen <hi rend="italic">suchen muß</hi>, weil man sie nicht in sich hat. <hi rend="italic">Sie
              lachen</hi>, weil sie nicht fröhlich sind, <hi rend="italic">sie schmücken</hi> sich,
            weil sie nicht schön sind, <hi rend="italic">sie tanzen</hi>, weil sie keine Bewegung haben. Dieser böse Ursprung in
            der Gottlosigkeit gibt Vielem, was sich Freude nennt, <hi rend="italic">so etwas
              Hohles</hi>, Leeres, Künstliches, Unbefriedigendes. Es ist <hi rend="italic">keine
              Freude</hi> in dieser Freude. Es ist etwas von Grund aus <hi rend="italic">Törichtes</hi> darin, wie der Prediger <persName ref="kbga-actors-2245">Salomo</persName> ein andermal sagt: Das Lachen der
            Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen (<ref type="can" subtype="bible" target="2.Kor.7.6">7,6</ref>). Und auf den bösen Freudenrausch folgt die ebenso <hi rend="italic">bittere Ernüchterung.</hi></p>
          <p><pb ed="pga" xml:id="p272" rend="noPipe"/> Es könnte auch anders sein: Man könnte <hi rend="italic">die Freude auch in sich haben.</hi> Das ist <hi rend="italic">das
              Christliche.</hi> Wer die Freude wirklich in sich hat, der ist eben darin auf dem
            christlichen Weg, auch wenn er es sonst noch nicht eben weit gebracht auf diesem Weg.
            Werdet des <hi rend="italic">Geistes voll!</hi>, sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName>. Das ist <hi rend="italic">auch ein Freudenrausch</hi>, aber er kommt nicht von außen, sondern von innen, nicht
            grob, sondern fein, nicht aus der Welt, sondern aus der Tiefe Gottes. Wenn der <hi rend="italic">Geist Raum gewinnt</hi> in uns, dann <hi rend="italic">drängt</hi> er
            von selbst das Niedere, Dumpfe, Finstere zurück, das uns traurig macht, und tut die
            Quellen der Lust auf, die sonst nur verborgen in uns rauschen. Wer <hi rend="italic">mit
              Gott an der Arbeit ist</hi>, nämlich an der Arbeit Gottes, der kann dann auch mit Gott
            feiern. Ein <hi rend="italic">Herz, das gehorsam geworden</hi> ist, das kann dann auch
            spielen in Gott. <hi rend="italic">Es braucht nicht</hi> zu laufen und zu kaufen [?], um
            Freude zu haben, <hi rend="italic">es hat</hi> das Freudige-Schöne und Glänzende, <hi rend="italic">es macht</hi> es sich selber. Es gibt manchmal solche Menschen, die es
            verstehen, sich und Anderen immer <hi rend="italic">Festlein zu machen</hi> aus gar
            nichts, wie Gott die Welt geschaffen aus nichts. Die Kinder haben darin etwas besonders
            Christliches an sich, daß sie das können. |</p>
          <p>«Redet zueinander … » Wir müssen dabei nun nicht gerade an das <hi rend="italic">Gesangbuch</hi> denken. Es steht eben auch im Gesangbuch Vieles, was nicht gerade vom
            Geist eingegeben ist. Was aber <hi rend="italic">von Gott eingegeben</hi> ist, was ein
            Mensch sagt oder tut, weil der Geist in ihm Raum hat, das ist Psalm, Gesang und Lied,
            das ist dem Herrn angenehm. Es <hi rend="italic">ist Freude</hi> in dieser Freude. Man
            hat oft gesagt, <hi rend="italic">im Himmel</hi> werde einmal ein ewiges Singen und
            Musizieren sein, und nur die Narren können behaupten, daß das langweilig werden könnte,
            weil sie nicht wissen, was schön und zwar ewig schön ist. <hi rend="italic">Christen
              wissen es</hi>, und darum können sie sich schon jetzt und in der Trübsal von Herzen
            freuen. Wie merkwürdig können wir an diesen Freuden im Herzen vorbeilaufen [?], die uns
            so nahe liegen. <hi rend="italic">Werdet des Geistes voll</hi>, dann <hi rend="italic">könnt</hi> ihr lachen, dann <hi rend="italic">seid</hi> ihr schön, dann <hi rend="italic">habt</hi> ihr Unterhaltung, die nicht aufhört. Und noch einmal: Wer
            Ohren hat zu hören, der höre! 
          </p>
          <!-- leerzeile -->
          <p rend="margin-top"><hi rend="italic">5.</hi> Das letzte Wort für heute ist das schwerste: <hi rend="italic">Danket dem Herrn immer und für Alles</hi> im Namen unseres Herrn Jesu Christi! Nicht
            wahr, das ist <hi rend="italic">wirklich zu viel</hi> für uns. Da merken wir gar zu
            deutlich, daß wir nicht die Leute sind, die sich von <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName> können ermahnen <pb ed="pga" xml:id="p273"/> lassen. Da <hi rend="italic">sehen wir aber auch</hi>, wo Alles
            herkommt und wo Alles hin will: Das Achtgeben und das Warten und das rechte Sich-Freuen,
            von dem wir heute gehört haben. Es ruht eben Alles auf dem Grunde des Dankens. <hi rend="italic">«Immer und für Alles»</hi>, sagt <persName ref="kbga-actors-313">Paulus</persName>. Das ist’s eben, was wir nicht
            verstehen. Wir meinen, daß wir oft und für sehr Vieles nicht zu danken, sondern uns
            darüber <hi rend="italic">zu beklagen</hi> haben. Wir fühlen uns oft so gefangen, so
            eingeschränkt, so unbefriedigend gestellt in unseren Verhältnissen, unter den Menschen,
            unter denen wir leben müssen, in unserem Beruf. Wir möchten mit den Wolken dann ziehen
            weit, weit weg von hier oder doch ein klein wenig in eine andere Lage, denken wir. Für
            was denn danken, wenn es uns doch nicht wohl ist? Da müßte es sich dann eben zeigen, <hi rend="italic">ob wir das Christentum begriffen haben.</hi>
            <hi rend="italic">Es ist recht</hi>, wenn wir die Gefangenschaft empfinden und eine
            brennende Sehnsucht nach Befreiung. Aber wir müssen die <hi rend="italic">große
              Sehnsucht</hi> in uns aufnehmen an Stelle der kleinen Sehnsüchte. Bei allen
            Veränderungen, die wir jetzt fertig bringen, ist die <hi rend="italic">große Sehnsucht,
              die dahinter steht</hi>, das Wertvolle; die Veränderungen selbst sind <hi rend="italic">alle klein</hi>, und die Unzufriedenheit wird sich binnen Kurzem wieder
            einstellen, wenn wir nicht einmal zur Ruhe kommen in der großen Sehnsucht. Die große
            Sehnsucht nach dem ganz anderen Leben von Gott her bringt uns <hi rend="italic">mit Gott
              in Verbindung.</hi> Mit Gott kann man aber nicht in Verbindung sein, <hi rend="italic">ohne ihn zu loben</hi>, ihm Recht zu geben, auch <hi rend="italic">im Voraus</hi>,
            auch ohne scheinbaren Grund. Gottes Liebe zu uns ist auch grundlos. Und er ist <hi rend="italic">auch jetzt schon Gott</hi>, wo wir noch nicht im Himmel sind. Darum
            müssen wir ihn auch schon im Voraus loben. Danken heißt Gott loben im Voraus. Wenn wir
            das begreifen, können wir es auch. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi können wir es. Er
            ist der offene Zugang zu Gott, immer und für Alles. Sollten wir wirklich nicht Ohren
            haben, das zu hören?<note xml:id="n07">Auf dem freien Teil der letzten Mskr.-Seite
              findet sich folgende Bleistift-Notiz (Anlaß unbekannt): <q rend="block">
                <lg>
                  <l>Die Begründung des guten Willens</l>
                  <l>Der Ernst des Lebens</l>
                  <l>Die Weisheit der Zielbewußten</l>
                </lg></q></note></p>
          <!-- leerzeile -->
        </div>

        <div type="songs">
          <pb ed="pga" xml:id="p274"/>
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-58" type="song"> Nr. 6 «Lobe den Herren, den mächtigen König
              der Ehren» von <persName ref="kbga-actors-2670">J. Neander</persName>, Strophen 1.2.5 (RG [1998] 242,1.2.5; EG 317,1.2.5 mit
              Textabweichungen)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-155" type="song">Nr. 175 «Die Gnade sei mit allen» von
              <persName ref="kbga-actors-2192">Ph. Fr. Hiller</persName>, Strophen 1-4.8 (Reichs-Lieder 640,1-3.-.6)</bibl>
          </listBibl>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
