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        <title type="volume" n="vol-29">Predigten 1916</title>
        <title type="content">Predigt: 1 Johannes 1,8-10 (Himmelfahrt)</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: 1 Johannes 1,8-10 (Himmelfahrt), 28. Mai 1916</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/29025 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1916, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 1998, S. 202–204.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1916</title>
          <title type="text">Predigt: 1 Johannes 1,8-10 (Himmelfahrt)</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1998</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 202-204</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe I.29, Predigten 1916, sermon 327</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: 1 Joh 1,8-10 (Himmelfahrt), 28. Mai 1916. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/2117">KBA 1305</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1916-05-28">28. Mai 1916</date>
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        <language ident="ger">German</language>
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                        <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>, Sonntag, den <date when="1916-05-28">28. Mai 1916</date><note xml:id="n01">Predigtnummer, Orts- und Terminangabe, Teststelle und Liedziffern sind
im Manuskript in lateinischer Schrift relativ breit geschrieben wie in allen anderen
Predigtmanuskripten des Jahrgangs. Die Predigtnotizen dagegen sind in deutscher
Schrift klein und eng geschrieben, so daß das Manuskript insgesamt nur 1 Seite
und 5 Zeilen auf der 2. Seite umfaßt. Am <date when="1916-05-30">30. Mai</date> schrieb <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> an <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName>:
«… hatten wir eher eine düstere Woche. Sie stand ganz im Zeichen meiner
Zahnlücke, die sich durch Fieber, Kopfweh und schlaflose Nächte übel bemerkbar
macht bis heute … Ich habe am Sonntag zähneklappernd und schweißgebadet
nach ein paar Notizlein dürftig gepredigt – und dabei geschah es noch, daß
<persName ref="kbga-actors-5802">Fränzeli</persName> seiner Hüterin entrann und mitten in meinem Sermon … erschien, um
  ‹Papa zu holen› … Um meine Predigt war es nicht schade» 
  (<bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, <ref type="pub" target="../volume/03/p138#p138">S. 138</ref></bibl>). In
<persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> <ref type="kba-objects-id" target="91490">Kalender</ref> ist beim <date when="1916-05-28">28. Mai</date> notiert: «(frei)!» und «<persName ref="kbga-actors-5802">Fränzeli</persName> tritt auf». Das
Stichwortkonzept wird buchstabengetreu wiedergegeben.</note>
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          <epigraph>
            <cit>
                            <ref type="can" subtype="bible" target="1.Joh.1.8 1.Joh.1.10">1.Johannes 1,8–10</ref>
                        </cit>
          </epigraph>
        </div>
        <div type="main">
        <p>Hier wird uns <hi rend="italic">die Sünde</hi> zu einer ernsten u. wichtigen Sache gemacht. Und das ist sie. Sünde ist ja das Wandeln in der Finsternis, das gänzlich Unmögliche. Nicht bloß einzelne auffallende Worte u. Handlungen: die Tatsache unsres Lebens ohne Gott. Nicht an Trinker, Zänker, Steuerbe<pb xml:id="p203" ed="pga" break="no"/>trüger denken, noch weniger an Mörder und Schelme. Ehrlicher Mann – dein Besitz! Fleißiger Mann – dein gutes Geschäft! Braver Mann – deine Gerechtigkeit! Tüchtige Frau – deine Familie! armes Menschenkind – dein Leid! Fromme Seele – dein Chr[isten]t[um]! Ists nicht so: in dem Allem besteht unsre Finsternis?! Es kommt beständig an den Tag, daß wir außer u. ohne Gott sind, u. darunter leiden wir. Das <hi rend="italic">ist</hi> ernst u. wichtig.</p>
          <p>Und doch ist gerade hier die Sünde nicht die Hauptsache. <hi rend="italic">Gott ist treu u. gerecht</hi>. Die Sünde bleibt, solange sie uns wichtiger ist als Gott. Gott ist beständig, u. Gott schafft Ordnung. Alle gute Gabe … [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Jak.1.17">Jak. 1,17</ref>]. Diese Verschiedenheit zwischen ihm u. uns kann uns trösten u. aufrichten. Oder wird sie uns erst recht zu Boden drücken? … <hi rend="italic">Sünde vergiebt; reinigt uns</hi> … [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Joh.1.9">V. 9</ref>]. Gott ist nicht tot sondern lebendig, nicht fern u. kalt, sondern tätig. So hat ihn <persName ref="kbga-actors-1073">Joh.</persName> bei Jesus kennen gelernt. Sünde vergeben = aufheben. Wir sollens nicht mehr ohne Gott machen können. Die Gottlosigkeiten sollen von uns abfallen. Die Vergebung d. Sünde ist im Reich Gottes u. auf dem Wege dazu. Und das tut Gott, indem er <hi rend="italic">sein Wort u. s. Wahrheit in uns</hi> sein läßt. Kraft seiner ewigen (nicht menschlicher!) Treue macht er uns gerecht. Kraft seiner ewigen (nicht menschl.) Gerechtigkeit bleibt er uns treu. Er hält Gemeinschaft mit uns. In der Finsternis d. Sünde drin sollen wirs wissen: wir gehören zu ihm. Wir haben eine Hoffnung u. einen Weg. Das ist noch ernster u. wichtiger als die Sünde.</p>
        <p>Wo liegt das <hi rend="italic">Hindernis?</hi> Warum sind uns Gott u. unsere Finsternis immer getrennte Welten? Wir sind <hi rend="italic">nicht aufrichtig</hi>. Wir wollen uns selbst gerecht sprechen. Wir haben wohl Sehnsucht u. guten Willen aber sie gehen nicht in der rechten Richtung. Wir haben keine Sünde: ich habs nicht getan, es ist nicht so gefährlich, ich bin nicht verantwortlich, andre tuns auch! Was heißt das: wir machen uns selbst u. Gott zum Lügner. <hi rend="italic">Folge</hi>: sein W[ort] u. W[ahrheit] [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Joh.1.10">V. 10</ref>.<ref type="can" subtype="bible" target="1.Joh.1.8">8</ref>] sind nicht in uns, wir scheiden uns von der Arbeitsgemeinschaft mit ihm, seine Gerechtigkeit u. Treue sind für uns nicht da, die Finsternis bleibt.</p>
        <p>
                  <hi rend="italic">Der Weg</hi>: bekennen, leise od. laut d.h. uns innerlich von der Sünde lossagen. Denkt es braucht nicht mehr als das! Dann hat uns Gott. Damit fangen seine fruchtbaren Beziehungen zu uns an, in einer Gesellschaft von solchen Menschen kann Gott etwas Neues schaffen. Da hilft er schon jetzt den Einzelnen von Vielem frei zu werden. Das ist das Allerwichtigste u. Ernsteste, daß diese Beziehung zu Stande kommt.</p>
        </div>
      
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          <head>Lieder:</head> 
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            <bibl corresp="kbga-songs-27" type="song">Nr. 12 «Womit soll ich dich wohl loben» von <persName ref="kbga-actors-1363">L. A. Gotter</persName>, Strophen 1-3 (GERS [1952] 55,1-3)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-148" type="song">Nr. 218 «Wie mächtig spricht in meiner Seele» von <persName ref="kbga-actors-8815">J. Chr. Krüger</persName> (1722–1750), Strophen 1-3</bibl>
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            <item><ref type="pub" subtype="bib1-gesd" target="b0012">Nr. 12</ref> «Womit soll ich dich wohl loben» von L. A. Gotter, Strophen 1-3 (<bibl><title level="m">GERS</title> [1952] 55, 1-3</bibl>)</item>
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