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        <title type="volume" n="vol-27">Predigten 1915</title>
        <title type="content">Predigt: 2. Mose 17,8-15 (II)</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: 2. Mose 17,8-15 (II), 5. September 1915</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/27037 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1915, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 1996, S. 356–366.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
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        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1915</title>
          <title type="text">Predigt: 2. Mose 17,8-15 (II)</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1996</date>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe I.27, Predigten 1915, sermon 288</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Ex 17,8-15 (II), 5. September 1915. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1729">KBA 1266</ref>. </bibl>
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                        <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>, Sonntag, den <date when="1915-09-05">5. September 1915</date>
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      <epigraph>
        <cit>
                            <ref type="can" subtype="bible" target="Ex.17.8 Ex.17.15">2.Mose 17,8–15</ref>
                            <span>
                                <idno>II</idno>
                            </span>
                        </cit>
      </epigraph>
          <salute>Liebe Freunde!</salute>
        </div>
        <div type="main">
        <p>Wer hat die Amalekiterschlacht <hi rend="italic">entschieden</hi> und zum guten Ende geführt? Der tapfere <persName ref="kbga-actors-2210">Josua</persName> und seine Scharen, die den ganzen Tag gestritten haben in heißer Anstrengung? Ja! Und doch kamen Sieg und Überwindung nicht von ihnen, sondern von dem <hi rend="italic">alten Mann</hi>, der, den Stab Gottes in seiner Hand, auf des Hügels Spitze stand und nichts tat, als daß er seine Arme zu Gott erhob. Denn indem er nichts tat, tat er Alles: er stellte sich hinein zwischen Gott und sein Volk, umfassend beide mit gleicher Liebe und Treue, und nahm von seinem Gott in Empfang, was sein Volk nötiger brauchte als Manneskraft und Schwertschlag, den Geist und die Freudigkeit und die Kraft des Herzens und Gewissens, die die Feindesmacht zuschanden machte. Und solche Gottesmenschen <hi rend="italic">brauchen wir</hi> in unserem <hi rend="italic">Lebenskampfe</hi>, den wir führen müssen, damit die Liebe es bei uns und unter uns gewinne, die doch das einzige Wahre ist in unserer Seele und in der ganzen Schöpfung, damit unser jetzt so armseliges, unbefriedigendes Dasein einen Sinn bekomme und den schönen Namen Leben wirklich verdiene, damit die Welt hervorbreche und zu Ehren komme, deren Gesetze wir verborgen im Herzen geschrieben tragen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.2.15">Röm. 2,15</ref>]. Solche Gottesmenschen brauchen wir in dem heiligen Krieg der erlösenden, seligmachenden Gottesgnade gegen das Gefängnis von Sünde, Torheit, Elend, Langeweile und Hoffnungslosigkeit, in dem der Mensch mit aller Kreatur seufzt und schmachtet, in dem Krieg zwischen Gotteszukunft und Menschengegenwart, zwischen Gottesreich und üblen, düsteren Höllen- und Teufelsmächten.</p>
        <p>Von <hi rend="italic">solchen Menschen</hi> wie <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> geht die siegreiche Gewalt aus, die diesen Krieg zum Guten wendet, endgiltig für Gott und für uns entscheidet, ein für allemal und auf der ganzen Linie das hervorbrechen läßt, wonach wir alle uns sehnen, was wir alle glauben und erhoffen <pb xml:id="p357" ed="pga"/> müssen. Ja, die Sehnsucht nach dem Sieg haben wir wohl alle, und auch ein Stücklein von gutem Willen, ehrlich mitzukämpfen, ist in uns allen, und es fehlt auch nicht daran, daß da und dort verstreut mitten in der Not und im Unrecht unseres Lebens die Lichtlein des Guten und Göttlichen aufblitzen, daß unter uns Menschen schöne Erkenntnisse und Bemühungen und Fortschritte an den Tag kommen, deren man sich nur freuen kann und die wie eine Verheißung sind. Aber an den Menschen fehlt es uns, von denen jene Gewalt ausgehen könnte, die von Mose ausging. An den Menschen, die uns hindurchreißen würden aus dem Unentschiedenen in die Klarheit, aus dem Hin und Her eines Ungewissen Kampfes in den vollen Sieg, aus dem Viertels- und halben Wesen ins Ganze. Menschen haben wir nötig, die Alles für uns von <hi rend="italic">Gott</hi> erwarten wollen, von Gott dafür aber dann auch <hi rend="italic">Alles</hi>, Menschen, die so stark und freudig sich als Kinder Gottes fühlen und nur als das, daß sie uns helfende, stärkende, tröstende Brüder und Schwestern werden in einer ganz neuen, unerhörten Weise, Menschen, die gleichsam für uns in den Himmel hinaufgreifen, nicht nur um uns Ideale, Pflichten, große Gedanken, eine bessere Religion herunterzuholen, sondern den Himmel selbst, ja, den Himmel herunter auf die Erde, daß wir die Freundlichkeit Gottes wirklich zu schmecken und zu sehen bekommen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Ps.34.9">Ps. 34,9</ref>], daß Gottes Reich wirklich zu uns kommt, daß wirklich Gottes Wille geschehen muß auf Erden wie im Himmel [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Mt.6.10">Mt. 6,10</ref> par.]. Menschen, die so zu Gott stehen, daß sie uns <hi rend="italic">das</hi> leisten können, brauchen wir. — </p>
        <p>Ich habe am letzten Sonntag gesagt und ich bin ganz überzeugt davon, daß solche Gottesmenschen sehr wohl <hi rend="italic">unter uns</hi> sein können. Sie fehlen uns, aber nicht, weil keine da sind, sondern weil die, die es sein könnten, noch nicht erwacht sind, <hi rend="italic">noch nicht sich selber verstanden</hi>, noch nicht ihren Beruf angetreten haben. Es hat ja auch eine Weile gebraucht, bis <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> sich im Ernst dazu hergab, der Befreier und Prophet seines Volkes zu werden. Meine Freunde, es kann ja gar nicht anders sein: es sind nicht nur einer oder einige, sondern eine ganze Anzahl unter uns, die es längst ganz gut wissen: ich müßte jetzt anfangen, mit Gott und seinem Willen ganz ernst zu machen, dann könnte ich meinen Brüdern und Schwestern, meinen Bekannten und Freunden, der ganzen Familie und der ganzen Gemeinde zu einem Gottessegen werden; es würde dann gesiegt werden, es würde dann unter uns etwas hervorbre<pb xml:id="p358" ed="pga" break="no"/>chen von Gottes herrlichem Reich, ich weiß es, Gott wartet nur auf mich, daß ich einmal mich so zu ihm stelle und so zu ihm bete, wie ein Mose tat, — aber noch wage ich’s nicht und mag es nicht tun! Ja, das sind die trägen, ängstlichen, verträumten Gotteskinder, die zu keinem Entschluß kommen können! Wann wird endlich ihre Stunde gekommen sein? Wache auf, der du schläfst! [<ref type="can" subtype="bible" target="Eph.5.14">Eph. 5,14</ref>].</p>
        <p>Aber das Schlafen der Gotteskinder, die nicht anfangen und etwas wagen wollen, ist <hi rend="italic">nicht der einzige Grund</hi>, weshalb es uns an Menschen wie <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName>, die wir so nötig hätten, fehlt. Oder vielmehr: gerade das hat noch einen tieferen Grund als die bloße Furcht und Trägheit, daß solche Gotteskinder wohl da sind, aber immer nur im Verborgenen, ohne daß tatsächlich ein Leuchten, eine Kraft, ein göttlicher Segen von ihnen ausgehen würde. Von diesem tieferen Grund und wie es anders werden könnte, wollen wir heute etwas hören.</p>
        <p>Wir lesen von <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> und seinem Gebet während der Amalekiterschlacht, daß er nicht allein war auf der Spitze des Hügels, sondern <hi rend="italic">Aaron und Hur</hi> gingen mit ihm. Und das war kein Zufall, sondern Mose hatte sie sehr nötig. Denn er wurde müde und wollte seine Hände sinken lassen und nachlassen mit Beten, und dann siegten die <term ref="kbga-terms-1419">Amalekiter</term>, und <term ref="kbga-terms-427">Israel</term> mußte weichen. Da waren es <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName>, die ihn sorglich auf einen Stein setzten, daß er Halt und Stütze hatte für seinen müden Leib, und die ihm unter die Arme griffen links und rechts, daß er fest blieb und nicht aufhörte zu beten, bis die Sonne unterging und der Feind geschlagen war. So hatten sie an dem Gottessegen, den Mose an jenem Tag seinem Volke verschaffte, einen großen, wichtigen <hi rend="italic">Anteil</hi>. Sie waren freilich nicht Mose, sie hätten nicht vermocht, was Mose dort vermochte, aber auch Mose wäre einfach nicht Mose gewesen ohne ihren tapferen, treuen Beistand. Er konnte sein, was er war, und tun, was er tat, weil er Aaron, seinen Bruder, und Hur, seinen guten Freund, neben sich hatte. Nicht sie machten ihn zu dem Gottesmenschen und Gotteshelden, durch den der Sieg kam; dazu hatte ihn Gottes besonderer Ruf gemacht und die Antwort, das Ja!, das er Gott, wenngleich ängstlich und zögernd, gegeben hatte. Was er war und tat, war und tat er ganz von innen heraus, von Gott aus. Sie haben ihn nur gekräftigt, bestärkt, gestützt, aufrechterhalten.</p>
        <p>Aber was wäre er gewesen ohne das? <hi rend="italic">Die Last</hi> war so ungeheuer, die auf ihm ruhte: glauben, beten, hoffen sollte er für sein ganzes Volk, <pb xml:id="p359" ed="pga"/> und er wußte nur zu gut, wie schwach und wankelmütig dieses Volk war, wie gewaltig die Hindernisse des Sieges, wie stark die Feindesmacht. Und nun allem zum Trotz unbedingt glauben: Gott will diesem Volk helfen!, glauben, daß dieser Gott Berge versetzen kann [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Hiob.9.5">Hiob 9,5</ref>], einen ganzen Tag unerschütterlich von Stunde zu Stunde seinem Volke zeigen: seht, in aller eurer Not, ich glaube und hoffe weiter, ich bete für euch, ich weiß, daß Gott euch und mir wirklich zur Seite ist, durch seinen Glauben und sein Beten dies Volk hindurchreißen durch seine Not und in den Sieg hinein, das war auch für ihn zeitweise einfach zu viel, und da brauchte er <hi rend="italic">gerade das</hi>, was ihm <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName> zu bieten hatten, dieses treue Stützen und Aufrechthalten, dieses unermüdliche Mitglauben und Mitbeten, so gut es die Beiden eben konnten, das Gefühl, das sie ihm gaben: ich ringe und kämpfe nicht allein, ich bin bei dem, was ich da bin und tue fern vom Schlachtgetümmel, verstanden und unterstützt und getragen wenigstens von ein paar Anderen. Wenigstens ein paar Andere sind mit mir darin einig, daß jetzt noch etwas Anderes nötig ist als Hieb und Stich gegen den Feind, nämlich Hinschauen auf Gott, von dem allein Sieg kommt, schöpfen aus seinen Quellen, Fußfassen auf der Grundlage, die er gibt, Hellwerden in seinem Lichte. Ja, diese zwei Männer haben <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> tatsächlich beigestanden, das zu tun, was er allein tun konnte und tun mußte. Was wäre er <hi rend="italic">ohne sie</hi> gewesen, an diesem Tag und an anderen wichtigen Tagen seines Lebens [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Ex.24.14">Ex. 24,14</ref>]? Er wäre vielleicht auch ein solches verschlafenes Gotteskind geworden, wie wir solche unter uns haben, ein Mensch, der eigentlich den Ruf von Gott und die Fähigkeit ihm zu gehorchen hat, dem es aber etwas zu Großes und Schreckliches scheint, nun wirklich ein Gottesmensch zu werden, sich ganz Gott zu übergeben und Alles von ihm zu erwarten und zu erhoffen. Er wäre dann auch auf halbem Weg stehen geblieben, und es wäre kein Sieg, kein Segen, keine Überwindung, keine Entscheidung von ihm ausgegangen. Sein Bruder und sein Freund haben es ihm möglich gemacht, so gut sie es verstanden, durchzuhalten, ein Gottesmensch zu sein und zu bleiben und als ein Gottesmensch seinen Brüdern den Segen Gottes zu bringen.</p>
          <p>Ja seht, meine Freunde, da haben wir nun sofort den tieferen <hi rend="italic">Grund</hi>, warum unter uns so manches Gotteskind sicher einen Dornröschenschlaf schläft und nie das wird und wirkt, was es werden und wirken könnte. Es fehlt daran, daß wir <hi rend="italic">einander nicht so helfen</hi>, wie <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und <pb xml:id="p360" ed="pga"/>
                        <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName> dem <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> geholfen haben, und es fehlt uns auch daran, daß wir uns nicht so helfen lassen, wie Mose sich von seinen Gefährten hat helfen lassen. Beides gehört zusammen. Eine neue Art von <hi rend="italic">Gemeinschaft</hi> muß unter uns platzgreifen, das ist’s, was vor Allem anders werden muß. Glaubst du nicht auch daran, daß mehr als eins unter uns ist, <hi rend="italic">in dem etwas Höheres</hi>, Göttliches schlummert? Daß da Menschen sind in deiner Umgebung, die möchten glauben, nämlich ganz glauben, die möchten beten, nämlich so beten, wie Mose gebetet hat, die möchten hoffen, nämlich auf Gott hoffen. <hi rend="italic">Ganz nahe</hi> sind sie dem Durchbruch, ganz nahe sind sie vielleicht dabei, den Troddel<note xml:id="n01">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-98">
                                <hi rend="italic">Deutsches Wörterbuch</hi> von <persName ref="kbga-actors-2031">J. Grimm</persName> und <persName ref="kbga-actors-2032">W. Grimm</persName>, hrsg. von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Bd. XI, Abt. 1,2, Leipzig 1952, Sp. 769</bibl>: «Troddel, m[askulin], seit dem 17. Jh. gewöhnlich f[eminin] … das ursprünglich männliche wort tritt meist in seinen mehrzahlformen auf, was den übergang ins femininum zur folge hatte.»</note> von Leidenschaften, Sorgen und Vorurteilen, der uns alle bedrückt, von sich zu werfen und den freien Entschluß zu fassen: ich will Gottes Kind sein und nur noch das, und als Gottes Kind will ich fortan denken und reden und mein Licht oder Lichtlein leuchten lassen. Es soll endlich Ernst werden mit meinem Glauben, ich kann und will nichts mehr anfangen mit dem alten, unnützen Christentum, das Gott gar nicht Gott sein läßt, ich möchte und will nun zum Frieden kommen, indem ich mit dem Willen Gottes Frieden mache. Ganz nahe sind sie dabei, und was würde das werden, wenn sie nur hinzu- und hindurchkämen!</p>
        <p>
                        <hi rend="italic">Du weißt</hi> ganz gut, auch wenn du selber noch nicht so weit bist: ja, das wäre gut für uns Andere, da käme etwas Neues, Notwendiges in unser Leben hinein, da würde es einen Schritt vorwärts gehen. Sieh, du trägst eine große Verantwortung, wenn du einen solchen Menschen kennst, vielleicht in deiner nächsten Nähe, und weißt: er ist nahe dem Durchbruch, nahe dabei, ein Gottesmensch und eine Segensquelle zu werden. Sieh, nun müßtest du ihm das sein, was <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName> dem <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> waren. Nun müßtest du ihm <hi rend="italic">entgegenkommen</hi> mit einem herzlichen Vertrauen, daß er’s spürt: du erwartest etwas von ihm, es ist dir nicht gleichgiltig, ob er vorwärts kommt oder nicht, es freut dich, wenn er zu einem Entschluß und einer Entscheidung kommt. Mit einer Art Ehrfurcht müßtest du einen solchen Bruder, eine solche Schwester behandeln, nicht Ehrfurcht vor seiner Person, aber Ehrfurcht vor der Sa<pb xml:id="p361" ed="pga" break="no"/>che, die ihn treibt, Ehrfurcht vor dem Gott, der ihn bewegt und beunruhigt, auch wenn es dir selber noch etwas fremdartig vorkommt. Alles müßtest du tun, um ihm zu zeigen: du willst ihn verstehen, du willst mit, du willst ihm die schwere Last, die er auf sich nimmt, tragen helfen, du möchtest um jeden Preis, daß das Flämmlein, das in ihm glimmt, zum Lodern kommt; seine Sache ist deine Sache, weil du einfach weißt: es ist notwendig für ihn, für mich, für uns alle, daß er das wird, was er werden kann, daß er das tut, was er tun kann, daß er dem Rufe Gottes Folge leistet, der an ihn ergangen ist.</p>
        <p>O, es gibt so viel solcher Menschen, aus denen etwas ganz Tiefes und Großes werden und sich entfalten könnte, wenn sie nur jemand fänden, der sie stützen und bestärken wollte durch sein Vertrauen und Verständnis. Was für eine schwere <hi rend="italic">Schuld</hi> ladest du auf dich, lieber Freund, wenn so einer vielleicht jahrelang neben dir ist, so ein <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName>, der ohne dich nicht Mose sein kann. Er fühlt sich einsam, und du willst nicht sein wirklicher Freund und Gefährte werden. Er wird nicht verstanden, und du gibst dir keine Mühe, ihn zu verstehen. Er wagt nicht recht, Gott die Ehre zu geben, und du bestärkst und ermunterst ihn nicht: im Gegenteil, du gehst vielleicht noch hin und bringst durch Gleichgiltigkeit oder Spott oder törichten Widerspruch das kleine, hoffnungsvolle Flämmlein zum Erlöschen. Ist’s nicht schon vielen verborgenen Gotteskindern <hi rend="italic">so gegangen?</hi> Es war ein Segen in ihnen verborgen, ein Licht, eine Kraft, eine Freude von Gott her für ihre ganze Umgebung, aber sie hatten die Stärke nicht, einsam und unverstanden und auf sich angewiesen ihre Arme zu Gott zu erheben, und so ließen sie sie denn sinken, und das große Licht in ihnen wurde zu einem kleinen Kirchenlämplein, wie es tausende gibt, und sie verkümmerten, und der Segen Gottes, der in ihnen war, blieb bei Gott und kam nicht unter die Menschen. Wie muß es dir zu Mute sein, wenn du dir sagen mußt: ich bin schuld, daß es einem Anderen so gegangen ist! O, wir wollen viel <hi rend="italic">aufmerksamer</hi>, viel umsichtiger, viel verständnisvoller werden, meine Freunde, wir wollen uns vornehmen, viel mehr auf die heimlichen, heiligen Dinge zu achten, die in den Seelen unserer Mitmenschen vorgehen, wollen, wenn wir zu nichts Höherem berufen sind, doch werden, was <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName> waren, damit kein Gottessegen verloren gehe. Wahrhaftig, wenn es uns damit ernst wäre, man würde die Folgen bald merken unter uns.</p>
        <p>Aber sieh, es kann nun auch sein, und warum sollte es nicht sein, daß <pb xml:id="p362" ed="pga"/> du selber der heimlich <hi rend="italic">verborgene Mose</hi> bist, ja daß du das Kind Gottes bist, dem Gott einen großen Schatz anvertraut und in die Seele gelegt hat, einen heiligen Schatz von Glauben, Liebe und Hoffnung, und daß gerade von dir eine Himmelreichsgewalt ausgehen könnte, ein mächtiger Antrieb zu Klarheit und Entschiedenheit und Sieg, zu einem Triumph des Gottesreiches in deiner Familie und Gemeinde. Ja, von dir! Und du spürst, wie du tief beunruhigt bist, wie etwas in dir unablässig arbeitet und ans Licht sich drängen will. Du spürst, wie du etwas hast und weißt, was die Anderen nicht haben. Es dauert dich, wenn du ihnen so zusiehst und zuhörst, wie sie’s treiben, und weißt, du hättest ihnen etwas zu sagen und zu geben, was ihnen fehlt und was eine große Freude und Befreiung für sie wäre. Und nicht um deinet- und deiner Ehre, sondern um Gottes willen sollte das, was dir anvertraut ist, zum Wirken und Leuchten kommen, weil es sich ja eben um Gottes und aller Menschen eigenste und heiligste Sache handelt.</p>
        <p>O, wenn du denkst und fühlst: das ist mein Fall!, und es ist dir ernst damit, dann mußt und wirst du einen <hi rend="italic">Aaron und Hur finden</hi>, und das heißt: Menschen und Freunde, die dich gerade in diesem deinem Tiefsten und Besten verstehen, dir vertrauen und dir helfen. Du mußt ja nicht etwa damit anfangen, daß du dich einsam in dich selbst <hi rend="italic">verschließest</hi> mit dem stolzen und doch so furchtbar törichten Gedanken: Mich versteht doch niemand, und so bleibe ich lieber allein und sage niemand, was in mir vorgeht! O nur das nicht! Sieh, was hilft dir alle inwendige Freude und Erleuchtung, die du haben magst, und wenn es die tiefsten Offenbarungen Gottes wären, was hilft es dir, wenn es nicht leuchten und wirken kann, wenn du nun doch kein Gottesmensch wirst, der seine Brüder segnet und seinem Gott siegen hilft in der Welt? Glaube nur: du verlierst auch das, was du hast, und wenn es das Beste wäre, wenn du nicht geben willst, den Anderen geben willst Alles, was du hast, aus vollem Herzen, wenn du dich dabei beruhigst: man versteht mich nicht, man vertraut mir nicht, man hilft mir nicht! Das ist nicht wahr, und wenn es lange so aussieht. Glaub’s nur: die Leute alle um dich herum, die dir jetzt so kalt und gleichgiltig und verständnislos vorkommen, sie <hi rend="italic">sehnen sich</hi> im Grund ihres Herzens alle nach Gott und dem Göttlichen, das du ihnen zeigen könntest. Sie seufzen unter der Not des Lebenskampfes, in ihrer Sünde und ihrem Elend drin, und wollten alle gerne etwas Besseres sehen, wenn man es ihnen nur zeigen <pb xml:id="p363" ed="pga"/> würde. Du mußt ihnen auch vertrauen, wenn du willst, daß sie dir vertrauen sollen. Du mußt sie auch zu verstehen suchen in ihrer Not, wenn du möchtest, daß sie dich verstehen. Du mußt ihnen helfen wollen, dann wird auch dir verholfen zu dem Erwachen und Durchbrechen dessen, was in dir schlummert. Du mußt vor Allem — und daran lassen es viele solcher heimlichen Gotteskinder fehlen — ganz <hi rend="italic">aufrichtig</hi> werden und nicht dein Tiefstes und Bestes immer verstecken vor den Anderen, als ob du dich dessen zu schämen hättest oder auch als ob es dir zu gut wäre für deine Mitmenschen. Es ist nicht zu gut für sie. Es ist überhaupt nur etwas Gutes, nur dann, wenn es für sie ist, wenn du es für sie hast, wenn es eine Siegeskraft des Gottesreiches ist, nicht dein Privatbesitz. Du mußt den ernsten Willen haben, daß man dich kennt als das, was du wirklich und im Tiefsten bist. Sieh, wenn man <hi rend="italic">dich kennt</hi>, dann werden dich auch die Menschen beginnen zu achten und zu lieben, wieder nicht um deiner Person willen, aber um der Sache willen, die dich treibt und für die du lebst und von der sie alle wissen: wir haben sie nötig. Woher hat denn <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> seinen <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> und seinen <persName ref="kbga-actors-5826">Hur</persName> gehabt, die ihn so gut verstanden und die ihm so treulich halfen zu beten und zu glauben? Sie kannten ihn eben, er hatte <hi rend="italic">sein Herz zu ihnen reden</hi> lassen, und sie hatten Respekt vor ihm gewonnen, und sie fühlten: wir müssen ihm helfen, wir brauchen das, was er hat und kann, für uns, für unser Volk, wir können gar nichts Dringenderes tun als ihm darin beistehen, das Göttliche, das in ihm ist, so recht zur Entfaltung und Wirkung zu bringen. Laß dein Herz reden zu den Menschen, und wenn es wirklich etwas Großes ist, was dich treibt, so wirst du auch den Respekt und das Vertrauen derer wecken, die um dich sind, und du wirst Freunde und Vertraute finden, wo du sie vielleicht gar nicht gesucht hast, und dann wird deine Freudigkeit und dein Mut wachsen, und du wirst wagen, was du bis jetzt nicht gewagt hat, und der Durchbruch wird kommen, und du wirst nicht müde werden, deine Arme zu Gott zu erheben, und Segen und Sieg wird von dir ausgehen.</p>
        <p>Ja, meine Freunde! Nicht wahr, wir <hi rend="italic">sehnen uns</hi> alle nach Segen und Sieg in unserem Leben, nach Licht und Kraft in unserer dunklen Welt, nach dem Triumph des Gottesreiches über die Höllenmächte, die uns umklammern. Und wir stehen oft so ratlos da und denken: wenn man doch nur etwas tun könnte, damit das alles einmal kommt! Sieh da: der betende <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> mit seinen Freunden sagt uns: wir können <hi rend="italic">etwas tun</hi>, es <pb xml:id="p364" ed="pga"/> kann etwas anders werden bei uns, wenn wir wollen: wir können ganz anders als bisher miteinander in Gemeinschaft treten: Mehr Aufmerksamkeit und Willigkeit bei den Einen gegenüber dem Großen und Feinen, das in so vielen Mitmenschen schlummert und das geweckt, gestärkt, getragen werden müßte von unserem Verständnis und Vertrauen. Und mehr Aufrichtigkeit bei den Anderen, weniger falsche Scham und falscher Stolz, mehr Tapferkeit und Demut, unser Licht, das doch nicht das unsere ist, leuchten zu lassen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Mt.5.16">Mt. 5,16</ref>] und uns stützen zu wollen auf die, die nur darauf warten, mit uns zu glauben und zu hoffen, mit uns stark zu sein und zu siegen. <hi rend="italic">Warum</hi> konnten und wollten wir <hi rend="italic">nicht</hi> in solche Gemeinschaft miteinander treten? Warum wollen wir nicht anfangen, einander viel, viel mehr zu sein, als wir uns jetzt sind? Das, was Mose und seine Freunde einander gewesen sind. Seht, wir legen so viel Gewicht und Wert auf das oberflächliche, unnütze Ding, das man <hi rend="italic">gewöhnlich</hi> Freundschaft nennt. Wir werden sehr rasch einig miteinander, wenn es gilt, irgend etwas Geschäftliches gemeinsam zu erledigen. Unsere schönen Seelen finden sich, wenn es gilt, jemand zu kritisieren und verächtlich zu machen. Wir sind hurtig dabei, gemeinsame Sache zu machen, wenn es sich um eine Vergnügung oder um irgend einen im Grunde unnützen Betrieb handelt. Wir sind imstande, ganze Nachmittage und halbe Nächte zu verplaudern oder die umständlichsten Briefe einander zu schreiben über die nichtigsten Kleinigkeiten und Formsachen und Äußerlichkeiten. Wir verlangen von den Leuten, daß sie uns achten oder doch nichts Böses über uns sagen sollen. Wir wünschen, daß Friede und Eintracht herrschen im Dorf, d.h. daß ein jeder den Anderen machen lasse. Wir erwarten von unseren Freunden, daß sie uns helfen und Recht geben und unsere Partei ergreifen, und sind tief erschrocken und entrüstet, wenn sie es einmal nicht tun. Und so sieht es aus, wie wenn unsere Herzen für die Gemeinschaft untereinander weit offen wären. Aber es sieht ja nur so aus. Denn wenn es nun darauf ankäme, einander die Gemeinschaft des Geistes zu gewähren, aus der der Segen und der Sieg von Gott her hervorgehen würden, dann werden wir auf einmal <hi rend="italic">stumm und kalt</hi> und gleichgiltig, haben einander nichts mehr zu sagen und zu bieten, tun, als ob wir einander nichts angingen, und verschließen uns ängstlich voreinander. Alle jene andere Art von Gemeinschaft können wir sehr leicht entbehren — und die nehmen wir ungemein wichtig. Die Gemeinschaft des Geistes können wir <pb xml:id="p365" ed="pga"/> nicht entbehren, von ihr leben wir — und sie versäumen wir beständig und berauben uns selbst damit und richten das unüberwindliche Hindernis auf, daß keine Gottesmenschen unter uns wachsen und wirken können und daß das Gottesreich nicht zu uns kommen kann. Warum dieses verkehrte Tun? Liegt es nicht in unserer Hand, da einmal ein Neues anzufangen?</p>
        <p>Wir haben eine <hi rend="italic">Gelegenheit</hi> über die andere, um da einmal ein Neues anzufangen. Ich denke vor Allem an alle die, die einen <hi rend="italic">Mann</hi> oder eine <hi rend="italic">Frau</hi> haben: sieh einmal zu, ob eure Ehe nicht aus einer bloßen Haushaltungsgemeinschaft zu einer Gemeinschaft des Geistes werden könnte; frage dich, ob du nicht gerade in dem Menschen, dem du Treue fürs Leben versprochen hast, deinen <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> oder deinen <persName ref="kbga-actors-5800">Aaron</persName> entdecken könntest, wenn du recht zusehen würdest; ihr würdet dann vielleicht ganz neu erfahren, was Liebe und Treue eigentlich ist. Ich denke an alle die jungen Leute, die <hi rend="italic">Freunde</hi> oder Freundinnen haben, d.h. eben das, was man so nennt; was soll eigentlich eure Freundschaft? was erwartest du vom Anderen? und was hast du ihm zu bieten? Erwartet ihr einen Segen und Sieg fürs Leben von eurer Gemeinschaft, oder erwartet ihr nichts? Wenn du diese Frage ernst nimmst, dann muß eure Freundschaft jetzt ganz tief und schön werden, und dann ist’s gut, oder sie muß sich auflösen, und dann ist’s auch recht. Freundschaft hat nur dann einen Wert, wenn etwas von Mose und Aaron oder von beiden drin ist. Dann hat sie freilich ewigen Wert. Ich denke auch an unser <hi rend="italic">Gemeindeleben</hi>, an unsere Zusammenkünfte hier und an euer Verhältnis zu mir als Pfarrer. Was wollen wir eigentlich miteinander? Wollen wir im Ernst, daß uns hier Segens- und Siegesquellen erschlossen werden, ist es uns im Ernst darum zu tun, in unserem Leben, in unserem Dorf etwas zu erfahren vom Kommen des Gottesreiches? Dann müssen wir hinein in eine tiefere, aufrichtigere Gemeinschaft miteinander, mit mehr Treue und mehr Verständnis und mehr Aufrichtigkeit. Ich sage es mir und euch: wir könnten viel mehr aneinander haben und für einander tun, als es der Fall ist. Wir könnten ganz anders miteinander und für einander glauben und beten.</p>
          <p>Und nun stehen uns wieder zwei <hi rend="italic">Abendmahls</hi>sonntage bevor<note xml:id="n02">Über die Tradition der Abendmahlsfeier in der Gemeinde <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName> s. oben 
            <ref type="pub" target="27001#pr010">S. Xf.</ref></note>. Es ist <pb xml:id="p366" ed="pga"/> ein deutliches Anzeichen für das, was uns fehlt, daß uns das Abendmahl so wenig bedeutet. Der Sinn und das Ziel des Abendmahls heißt Gemeinschaft mit Gott. Aber Gemeinschaft mit Gott durch die Gemeinschaft mit den Brüdern. Denn durch das Leiden mit den Brüdern und für die Brüder hindurch ist Christus in die Herrlichkeit Gottes eingegangen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Lk.24.26">Lk. 24,26</ref>]. Mächtig ruft er uns aus diesem Gemeinschaftsmahl zu: lasset euch versöhnen mit Gott! [<ref type="can" subtype="bible" target="2.Kor.5.20">2.Kor. 5,20</ref>]. Kommet her zu mir … [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.11.28">Mt. 11,28</ref>], aber verschmähet und umgehet den Weg nicht, der zur Versöhnung und zur Erquickung führt und der da heißt: der Wille Gottes, die Liebe! Noch verstehen wir das nicht. Noch ist uns das Bild des betenden <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName> und seiner Freunde ein fernes, fremdes Bibelbild. Noch haben sich uns die Quellen Gottes nicht erschlossen.</p>
        <p>Und wieder wollen wir es uns zum Schluß ganz klar eingestehen: Gott will. Es liegt an uns. Wir können es anders haben.</p>
        </div>
        <div type="closer">
          <salute>Amen.<note xml:id="n03">Am Mittwoch, den 8. September schrieb <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> einen längeren Brief an
<persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName>, in dem er u. a.  mitteilt, er habe «das zweite Mal über den <persName ref="kbga-actors-2228">Mose</persName>» gepredigt,
«und zwar nach Ansicht des Kirchenpflegepräsidenten ‹tiefsinnig›»
(<bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, <ref type="pub" target="../volume/03/p078#p078">S. 78</ref></bibl>). — Im Protokoll der Kirchenpflege- (= Presbyteriums-)Sitzung
vom 9.9.1915 (Kopie im <orgName ref="kbga-actors-8253">Karl Barth-Archiv</orgName>) hat <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> in seiner Eigenschaft als
Aktuar (= Schriftführer) notiert: «Hr. <persName ref="kbga-actors-5852">Schärer</persName> leitet durch eine Frage, die letzte
Predigt betreffend, eine lebhafte Aussprache über das Ziel der kirchlichen Arbeit
ein. Der Aktuar bittet um Wiederholung ähnlicher Anfragen und Aussprachen.»</note>
               </salute>
        </div>
        <div type="songs">
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-104" type="song">Nr. 225: «Ist Gott für mich, so trete» von <persName ref="kbga-actors-131">P. Gerhardt</persName>, Strophen 1.3.5 (= GERS [1952] 259,1.3.5; EG 351,1.3.7 mit Textabweichungen bei der letzten Strophe)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-21" type="song">Nr. 161: «Herz und Herz vereint zusammen» von <persName ref="kbga-actors-441">N. L. von Zinzendorf</persName>, Strophen 5-7 (= GERS [1952] 327,5-7; EG 251,5-7)</bibl>
          <!--<item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1931" target="b0225">Nr. 225</ref>: «Ist Gott für mich, so trete» von P. Gerhardt, Strophen 1.3.5 (<bibl><title level="m">GERS
[1952]</title> 259, 1. 3. 5</bibl>; <bibl><title level="m">EG</title> 351, 1. 3. 7</bibl> mit Textabweichungen bei der letzten Strophe)</item>
          <item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1925" target="b0161">Nr. 161</ref>: «Herz und Herz vereint zusammen» von N. L. von Zinzendorf, Strophen
5-7 (<bibl><title level="m">GERS [1952]</title> 327, 5-7</bibl>, <bibl><title level="m">EG</title> 251, 5-7</bibl>)</item>-->
          </listBibl>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
