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        <title type="volume" n="vol-27">Predigten 1915</title>
        <title type="content">Predigt: Lukas 9,24</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: Lukas 9,24, 18. Juli 1915</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/27030 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1915, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 1996, S. 281–292.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1915</title>
          <title type="text">Predigt: Lukas 9,24</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1996</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 281-292</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe I.27, Predigten 1915, sermon 281</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Lk 9,24, 18. Juli 1915. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1722">KBA 1259</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1915-07-18">18. Juli 1915</date>
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        <language ident="ger">German</language>
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      <dateline>
                        <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>, Sonntag, den <date when="1915-07-18">18. Juli 1915</date><note xml:id="n01">Am 14. Juli 1915 schrieb <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> an <persName ref="kbga-actors-403">Thurneysen</persName>: «Am Sonntag will ich nach
‹Mammon› und ‹Krankheit› über das ‹Ich› predigen, d.h. über das fröhliche Verlierenkönnen
und -dürfen des ‹Lebens› im Gottesreiche. Ich habe einst in Genf
darüber gepredigt oder noch früher als Student (!!!), natürlich ganz ethisch postulierend,
und hoffe es nun besser zu können» (<bibl corresp="kbga-bibls-931">Bw.Th. I, <ref type="pub" target="../volume/03/p065#p065">S. 65</ref></bibl>). Jene Predigt
(über den Paralleltext <ref type="can" subtype="bible" target="Mk.8.34 Mk.8.35">Mk. 8,34f.</ref>) hatte <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> im Juni 1907 im homiletischen Seminar
an der Universität Bern geschrieben. Sie trägt die laufende Nummer <ref type="kba-objects-id" target="1452">1. Manuskript</ref> 
im Karl Barth-Archiv.</note>
                    </dateline>
      <epigraph>
        <cit>
                            <ref type="can" subtype="bible" target="Lk.9.24">Lukas 9,24</ref>
        <quote>Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erhalten.</quote>
                        </cit>
      </epigraph>
          <salute>Liebe Freunde!</salute>
        </div>
        <div type="main">
          <p>Ja, das ist eben auch ein Feind des Menschen und ein Feind Gottes: <hi rend="italic">das liebe Ich</hi> — denn das ist gemeint, wenn es im Text heißt: «sein Leben» erhalten. Das ist auch etwas Fremdes, wenn wir schon wieder meinen, wie unzertrennlich es von uns sei, wie es zu uns gehöre. Das ist <pb xml:id="p282" ed="pga"/> auch eine von den Scheidewänden zwischen uns und dem ewigen Leben, obschon wir unwillkürlich immer wieder denken, das «liebe Ich» sei mit dem «lieben Gott» ganz nah verwandt und verbunden. Das ist auch eine von den Höllenmächten, und zwar auch eine von den gewaltigeren, stärkeren, böseren, trotzdem wir es das «liebe» Ich nennen. Ein ganz besonders schlauer Betrug und grober Angriff ist da im Spiel. Aber nur getrost! Es kann uns nichts anhaben. Es ist schon entdeckt und gerichtet und geschlagen. Das Reich Gottes, das zu uns kommen will, macht uns frei auch von der Herrschaft des «lieben Ich». Jesus Christus herrscht als König, Alles ist ihm untertänig, Alles legt ihm Gott zu Fuß.<note xml:id="n02">Anfang des Liedes <bibl type="song" corresp="kbga-songs-15">Nr. 142 von <persName ref="kbga-actors-2192">Ph. Fr. Hiller</persName> (GERS [1952] 336; EG 123).</bibl>
                        </note> Das wollen wir uns nur gleich vorwegsagen, damit wir uns durch das, was wir vom «lieben Ich» hören müssen, nur gar nicht verwirren und ängstigen lassen.</p>
          <p>Wir müssen es zuerst etwas besser kennen lernen, wer es eigentlich ist. Es ist zuerst einmal gar nichts Schlimmes oder gar Teuflisches dabei, <hi rend="italic">daß ich ich bin</hi> und du du, der Hans der Hans und die Frau Meier wirklich und wahrhaftig die Frau Meier, daß der Käfer ein Käfer ist und die Schnecke eine Schnecke, der Schwab ein Schwab<note xml:id="n03">Als Schwaben («Schwoben», Singular «Schwob») werden in der <placeName ref="kbga-places-58">Schweiz</placeName> auch die Deutschen insgesamt bezeichnet.</note> und der Engländer ein Engländer, daß alle diese Geschöpflein und Wesen wirklich gerade das sind, was sie sind, und nichts Anderes, daß jedes von ihnen nun einmal etwas ganz für sich ist, mit seiner Art, seinen Bedürfnissen, seinen Freuden, seinem Willen, seinen Ansichten und Ideen im Köpflein, ja auch mit seinen Unarten, Klauen und Hörnlein, daß ein jedes sein Leben stracks vor sich hinlebt, so wie es nun einmal ist, und nicht über seinen eigenen Schatten hinwegspringen kann. Nein, da ist nichts Teuflisches dabei, sondern so hat Gott der Herr die Welt gewollt und aufs feinste aufgebaut, nicht als einen einzigen groben Klotz aus einer Masse, sondern aus Millionen und Milliarden kleiner Ichs, von deinem und meinem Ich bis hinunter zum Ich des Käfers und der Schnecke und der Tannennadel und des Wiesenblümleins, eine Harmonie in unendlich vielen besonderen, eigenartigen Stimmen und Instrumenten. Ja, so ist es Gottes wunderbares Werk, und das ist seine Welt, daß jedes seiner Geschöpfe, wie die Sonnenstäublein, in der Luft springen und tanzen und sich freuen darf als das, was es ist, und doch nicht für sich, sondern in <pb xml:id="p283" ed="pga"/> der großen brüderlichen und schwesterlichen Harmonie aller Wesen und zur Ehre Gottes. Da freut sich Gott selber mit uns, lebt im Ganzen wie in jedem Einzelnen von allem, was ist, lebt und webt und bewegt sich, und alles Drängen, alles Ringen ist doch wieder ewige Ruhe in ihm. <persName ref="kbga-actors-136">Goethe</persName> hat das oft und herrlich beschrieben<note xml:id="n04">Vgl. aus dem <bibl corresp="kbga-bibls-2417">«Prooemion» des Gedichtzyklus «Gott und Welt»</bibl>: 
            <q rend="poem">
                                <lg>
              <l>Was wär ein Gott, der nur von außen stieße,</l>
              <l>Im Kreis das All am Finger laufen ließe!</l>
              <l>Ihm ziemt’s, die Welt im Innern zu bewegen,</l>
              <l>Natur in sich, sich in Natur zu hegen,</l>
              <l>So daß, was in ihm lebt und webt und ist,</l>
              <l>Nie seine Kraft, nie seinen Geist vermißt.</l>
                                </lg>
                            </q> Vgl. ferner die Schlußzeilen des Gedichtes <bibl corresp="kbga-bibls-1535">«Wenn im Unendlichen …» aus «<hi rend="italic">Zahme Xenien</hi>» VI</bibl>: 
            <q rend="poem">
                                <lg>
              <l>Und alles Drängen, alles Ringen</l>
              <l>Ist ewige Ruh in Gott dem Herrn.</l>
                                </lg>
                            </q>
               </note>; es steht aber auch schon in der Bibel [<ref type="can" subtype="bible" target="Act.17.28">Act. 17,28</ref>], und jedermann könnte es wissen. Das ist Gottes schöne, reiche Welt, und da gibt’s keine Hölle.</p>
        <p>Aber das schöne, reine Leben Gottes hört sofort auf und die Hölle fängt an, wo die kleinen <hi rend="italic">Ichs ich sein wollen</hi> ohne Gott, wo sie vergessen, wer sie geschaffen hat und wo sie hingehören, wo der Hochmut in ihnen erwacht, daß sie sich frevelhaft trotzig auf sich selbst stellen, wo sie den Mut und die Freudigkeit verlieren, die es dazu braucht, das, was sie sind, zu sein in der großen Harmonie des Ganzen und zur noch größeren Ehre Gottes, wo sie sich lösen wie müde oder verdrießliche Kinder aus der fröhlichen Reihe ihrer Spielkameraden, sich lösen aus dem Ganzen, wo es seinen Wert hat, daß Ich ich bin und der Hans der Hans, und abseits stehen, um etwas für sich zu sein, wo sie ihr Leben erhalten, für sich ohne Gott erhalten wollen, wie Jesus in unserem Textwort sagt. Ja, da fängt freilich die Hölle an. Jetzt ist aus dem Ich, das mit dem lieben Gott wirklich ganz nahe verwandt ist, das «liebe Ich» geworden, das im Gegensatz zu seinem schönen Namen ein ganz böses, verdrehtes, unglückliches Ding ist und mit Gott nichts zu tun hat. Ja, da ist eine feindselige Macht ins Leben hereingebrochen, wenn es heißt: das «liebe» Ich! Gerade wie wenn die Macht des Mammons oder der Krankheit hereinbricht. Nur daß diese Macht noch viel bedrohlicher ist, weil sie das Leben viel mehr an der Wurzel angreift. Und wo das «liebe Ich» gilt, da ist eigentlich erst allen dunklen, bösen Mächten unter dem Himmel Tür und Tor geöffnet, da aber auch sicher und gründlich!</p>
        <p>
                        <pb xml:id="p284" ed="pga" rend="noPipe"/> Da wird <hi rend="italic">die Kreatur</hi> etwas ganz Anderes, als sie zuvor war. Als sie noch ganz in Gott atmete und lebte, verbunden mit seinem Leben, getragen von seiner Liebe, da war sie, so klein und schwach und mangelhaft sie sein mochte, selber göttlich und sündenrein. Sie war herrlich, weil sie zu Gott gehörte und ein Glied war der vollkommenen Schöpfung Gottes. Indem sie sich von Gott löst, <hi rend="italic">verliert sie ihre Reinheit</hi>, jetzt treten ihre Fehler, Schwachheiten, Unvollkommenheiten, ihre Häßlichkeiten und Gefahren hervor, jetzt fangen sie erst an, häßlich und gefährlich zu sein. Denn nun hat sie ja die Verbindung verloren mit der Lebensquelle, die die Schwachheit stark macht, und mit dem großen Zusammenhang des Lebensganzen, durch das auch die größte Armut reich ist. Nun muß sie dastehen in abscheulicher Blöße und frieren, statt warm zu haben, dunkel sein, statt zu leuchten, schließlich erstarren, statt zu leben. Ja, nun erhält sie ihr Leben, die unselige Kreatur, nun ist sie etwas für sich, aber um den schrecklichen Preis, daß sie nun auch nichts Anderes mehr kennt als die ganze Kleinheit, Rätselhaftigkeit und Jämmerlichkeit des Geschöpfs, das <hi rend="italic">nur noch ein Geschöpf</hi> ist, nicht mehr das Kind des liebenden Vaters unter tausend anderen fröhlichen Kindern.</p>
          <p>Ja, jetzt ist’s geschehen: seit ich mich selber so liebgewonnen, lieber als das Ganze, lieber als den, der der Herr ist des Ganzen, seitdem bin ich eben <hi rend="italic">nur</hi> noch ich, und du bist <hi rend="italic">nur</hi> noch du, und der Hans ist <hi rend="italic">nur</hi> noch der Hans, und Frau Meier ist <hi rend="italic">nur</hi> noch die Frau Meier und der Käfer <hi rend="italic">nur</hi> noch ein Käfer und der Grashalm <hi rend="italic">nur</hi> noch ein Grashalm. Ja, das Wörtlein «nur», merkst du’s, was mit diesem Wörtlein für eine andere, traurige Welt sich aufzubauen beginnt? Gelt, du merkst es: wenn du in die Lage kommst, daß du von dir selber sagen mußt: ach, das bin nur ich! oder wenn man es von dir sagt: ach, das ist nur der und der!, da steckt eine ganze Masse von Verachtung, Schande, Betrübnis, Elend dahinter. Und wenn die Menschen das voneinander sagen oder von anderen Wesen und Geschöpfen: das ist ja nur ein Kind, nur ein Arbeiter, nur ein Armer, das ist nur der, den kennen wir schon! oder auch: das ist nur ein Tier, nur ein Wurm, nur eine Schnecke!, dann steckt hinter diesem «nur» ein ganzer Turm von Unrecht und Gewalt, der ganze wilde Kampf ums Dasein<note xml:id="n05">Vgl. oben <ref type="pub" target="../volume/27/p176#fn_n03">S. 176, Anm. 3</ref>.</note>, den die Geschöpfe untereinander führen und in <pb xml:id="p285" ed="pga"/> dem es wohl unzählige Opfer gibt, aber keine Glücklichen, keine fröhlichen Sieger. Ja sieh, das schreckliche Wörtlein «nur» gehört zum «lieben Ich». Es ist gleichsam nur seine andere Seite, jedenfalls seine direkte Folge.</p>
        <p>Sieh da, die furchtbare Selbsttäuschung. Du wolltest etwas Besonderes für dich sein, ohne Gott, und nun bist du für dich und bist gerade darum <hi rend="italic">nichts Besonderes</hi> mehr, nur noch du, nur noch das einzelne kleine Wesen, das du bist, mit deinen Schrullen und Fehlerlein und Sünden, die dir jedermann ansieht und die dich so unbedeutend machen. Denn etwas Besonderes, Bedeutendes, Wertvolles kann eben der Einzelne nur sein, wenn er im Ganzen lebt und mit Gott, als Kind des Vaters. Wer dagegen sein Leben erhalten will, der muß es verlieren. Und weil ich nur noch ich bin und du nur noch du ohne Gott, darum ist nun auch die ganze wundervolle <hi rend="italic">Harmonie</hi> des Lebens, der Welt gestört. Du weißt, wie es beim Singen, beim Musizieren geht, wo ein einziger Mißton oder Taktfehler Alles verderben kann, der Fehler ist einmal da und wirkt fort, und aus der Harmonie wird eine Disharmonie, ein Chaos, ein abscheuliches Geschrei und Durcheinander. Der Mißton in der Welt ist da, und die Harmonie ist dahin.</p>
        <p>Wer hat zuerst falsch gesungen? Wer hat <hi rend="italic">zuerst</hi> sein Leben erhalten wollen? Wer hat zuerst kindisch und trotzig für sich selber leben wollen statt für Gott und für das Ganze? Wer hat zuerst das «liebe Ich» zum Götzen gemacht? Die Bibel nennt uns Adam und Eva als die Schuldigen [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Gen.3">Gen. 3</ref>]. Aber es wäre gar zu einfach für uns, wenn wir einfach alle Schuld auf das unglückliche erste Menschenpaar abwälzen könnten. Adam und Eva sind du und ich, sind alle Menschen, und wenngleich Adam und Eva es zuerst getan haben, der Zeit nach, tun wir es doch alle auch, gerade wie sie: lösen uns von Gottes Willen, um selber so einsichtig und stark zu sein wie Gott, und bringen damit die Unruhe, die Unordnung, den Streit in die Welt.</p>
        <p>Ja, wir sagten es schon: eine ganze <hi rend="italic">andere Welt</hi> hat damit angefangen, eine Welt, die notwendig voll sein muß von Leid und Unrecht, so daß man etwas Anderes schier nicht kennt und gar nicht sich denken kann. Oder wo ist das wunderbare Werk Gottes hingekommen? Der feine, schöne Bau, in dem Alles zusammengehört und zusammenhält? Das große Freiheitsreich, wo Jedes für sich selber leben darf nach seiner Weise? Die große Eintracht, wo doch Alles freudig zusammenklingt, <pb xml:id="p286" ed="pga"/> Platz hat neben einander, einander hilft und bei aller reichen Verschiedenheit eins ist miteinander, weil Alles in Gott ist? Sind das nicht wie Märchenworte, wenn man sie ausspricht? Und ist doch nur die Harmonie, die in Gott ist und aus Gott kommt und die wir auch haben könnten. Aber in der Welt, die vom «lieben Ich» regiert ist, sieht es freilich anders aus.</p>
        <p>Ja, ich Armer, der ich es nun ohne Gott machen muß und nur ich, nichts als ich bin. Jetzt muß ich z.B. <hi rend="italic">für mich sorgen</hi>, wie man sagt, für meine Gesundheit, für mein Vermögelein, für mein Auskommen. Unzählige Menschen «müssen» ja das und wissen nichts Anderes. Natürlich muß man doch in erster Linie für sich sorgen. Ich Armer, und dabei wird nun mein Leben so etwas Kleinliches, Verknorztes, Enges. Ist das nicht etwas schrecklich Unbefriedigendes, immer für sich sorgen zu müssen? Rennt man da nicht, ohne daß man’s will, immer wieder an die Frage an: ja, was soll denn eigentlich das? Für sich sorgen? Aber wozu? Um zu leben? Aber wozu denn leben? Ach, das Leben ist so etwas Dumpfes, Sinnloses, immer die gleiche Tretmühle! Soll das das Leben sein? Ja, das ist das Leben in der Ich-Welt. Und wenn es in unserer Zeit sicher besonders viele Menschen gibt, deren Leben im Innersten dumpf und freudlos und bedrückt ist, so kommt das zweifellos davon her, daß man gerade in unseren letzten Jahrzehnten besonders eifrig und rücksichtslos dem lieben Ich gelebt und einander bestärkt hat in der Torheit: ein jeder für sich sehe<note xml:id="n06">Vgl. die letzte Strophe aus <bibl corresp="kbga-bibls-1608">
                                <persName ref="kbga-actors-136">J. W. von Goethes</persName> Gedicht «Beherzigung»</bibl>: 
          <q rend="poem">
                                <lg>
            <l>Eines schickt sich nicht für alle!</l>
            <l>Sehe jeder, wie er’s treibe,</l>
            <l>Sehe jeder, wo er bleibe,</l>
                                    <l>Und wer steht, daß er nicht falle!</l>
                                </lg>
                            </q>
               </note>, dann kommt’s sicher gut! Ja, dann kommt’s sicher gut, dann wird die Welt notwendig zu einer wahren Hölle von Sinnlosigkeit.</p>
        <p>Ja, du armer Hans!, bist nur der Hans und mußt es ohne Gott machen. Hast deinen <hi rend="italic">Ehrgeiz</hi>. Möchtest vor Allem gelten und recht haben und es zu etwas bringen. Das muß man doch? Ja, das muß man in der Ich-Welt, wo jedes für sich ist. Aber der Fritz will auch gelten und recht haben, gerade dicht neben dir. Du weißt, was es dann gibt, dann gibt’s zuerst Gedanken gegeneinander und dann Worte und zuletzt Streit. Und wenn statt ihrer zwei ein paar Dutzend nebeneinander gelten und <pb xml:id="p287" ed="pga"/> recht haben wollen, dann geht’s eben so zu, wie es manchmal in <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName> zugeht. Und wenn wir statt Hans sagen: «der Engländer» und statt Fritz «der Deutsche», dann sehen wir sofort, warum Weltkrieg sein muß in der Ich-Welt. Das ist gerade so begreiflich und natürlich, wie daß vielen Menschen das Leben verzweifelt trüb und sinnlos vorkommt, weil sie nur für sich zu sorgen und zu denken haben.</p>
        <p>Ja und du, arme Frau Meier, mußt es ohne Gott machen und bist nur die Frau Meier. Lebst beständig in einer <hi rend="italic">großen zittrigen</hi> Angst um deine Sache, deine Haushaltung, deine Familienglieder, lässest dich ganz in Anspruch nehmen von tausend kleinen, unwichtigen Fragen und Fräglein deines äußeren Lebens, nimmst dir die Zeit nie für die eigentlichen, großen, entscheidenden Fragen und Angelegenheiten. Und weil du dir die Zeit nicht nimmst aus lauter Angst, es könnte etwas nicht recht werden, nimmt die Zeit dich, fragt nicht lange und läßt dein Haar grau werden und deine Nerven müde und deine Kraft schwach, und was dir so furchtbar wichtig gewesen ist, daß du Tag und Nacht darüber studieren<note xml:id="n07">= grübeln.</note> mußtest, das geht schließlich Alles dahin und vorbei. Vergangen, vergessen, verloren Alles, Alles, was dir jetzt so brennenden Eifer, so zornige Tränen, so heftige Worte auspreßt. Wie eine große Trauer kommt es über dich, ja, man wird älter, man kann nicht mehr, es langt nicht mehr! Und schließlich kommt der Tod und macht allen Kleinigkeiten und Unwichtigkeiten ganz sicher ein Ende, und was ist nun eigentlich dein Leben gewesen, wenn es eine große Angst und Aufregung war um Dinge, die doch ein Ende nehmen? Was wird da die Vergänglichkeit, das Abnehmen, Altwerden, Sterben für ein Fluch, für ein schwerer Schatten über dem Menschenleben, wenn das das Menschenleben ist, daß man Angst hat für sich und seine Sächlein. Aber in der Ich-Welt kann es nicht anders sein, da ist wirklich der Tod Sieger und König.</p>
        <p>Ja, und da bist du und meinst es vielleicht recht gut, hast eine <hi rend="italic">hohe Auffassung</hi> vom Leben und vortreffliche Gedanken, nimmst es ernst mit deinen Pflichten und möchtest zum Besseren helfen in der Welt. Aber ohne Gott. Nur so für dich und von dir aus, weil es deinen Neigungen und deinem Charakter entspricht, weil es dir Genugtuung be<pb xml:id="p288" ed="pga" break="no"/>reitet. Nicht aus der tiefen, frohen, inneren Notwendigkeit heraus: Ich lebe nicht für mich, sondern für Gott und sein Reich und in seiner Welt und mit seinen Kräften, und meine Sache ist seine Sache. Ja, da wirst du früher oder später mit deinem edelsten und besten Denken und Streben anrennen an jene Schranke, die Jesus einmal gezeichnet hat mit dem Wort: Ohne mich könnt ihr nichts tun [<ref type="can" subtype="bible" target="Joh.15.5">Joh. 15,5</ref>]. Da mußt du entdecken, wenn du nicht ein sehr kurzsichtiger Schwärmer bist oder deine Ziele sehr, sehr niedrig steckst, daß du mit deiner Notration von Tugend und Begeisterung, die du besitzest, gar nicht durchkommst zu einem wirklich guten Leben. Da erlebst du Enttäuschungen mit den Menschen, die dich verbittern und zurückstoßen müssen. Da merkst du, wie stark die Welt von den bloßen Interessen regiert wird und wieviel scheinbare Vortrefflichkeit bloße Heuchelei ist. Da siehst du zuhinterst und am tiefsten nur noch jenen Kampf ums Dasein, den die Geschöpfe miteinander führen und der allerhöchste Auffassungen, die man sich etwa macht, hinwegfegt, als wären es Federlein. Die größten Hindernisse kannst du ja doch nicht beseitigen, die größte Aufgabe nicht lösen, was du tun kannst, ist im besten Fall ein Tropfen Wasser auf einem heißen Stein. Dein bestes Denken und Streben endet mit einem Schiffbruch, wenn es bloß aus dir hervorwächst und bloß auf dir selber beruht. So muß es sein in der Ich-Welt, in der alle Geschöpfe etwas für sich sein wollen in trotziger Eigenmacht statt Kinder des Vaters, der Alles kann und schafft. Eigenmacht muß zerbrechen. Darum sind auch jetzt im Krieg so viele Ansätze zum Guten, die wir stolz Kultur und Fortschritt nannten, zerbrochen und in den Boden gestampft worden, so daß viele träumerische Menschen sich noch immer nicht genug verwundern und die Hände über den Kopf zusammenschlagen können, was das auch für eine Welt sei, in der es so zugehen könne.</p>
        <p>Ja, das ist eben die <hi rend="italic">Ich-Welt</hi>, die zerstörte Harmonie. Der Mißton ist da, und das Lied tönt falsch. Das heitere Spiel der Kinder Gottes ist unterbrochen, und mißmutig, traurig und scheltend laufen sie durcheinander, jeder dem Anderen Schuld gebend, daß es nicht gehen will. Die Kraftleitung ist zerrissen, die Räder stehen still, und matt und sinnlos hängen die Drähte da. Das ist die Welt, wo das Ich ich sein wollte ohne Gott. Ohne Gott heißt notwendig: ohne Freude, ohne Kraft, ohne Frieden, ohne Sinn, ohne Bestand. Wer sein Leben erhalten, für sich erhalten will, der wird es verlieren.</p>
        <p>
                        <pb xml:id="p289" ed="pga" rend="noPipe"/> <hi rend="italic">Und Gott?</hi> Was tut Gott, wenn er sieht, was aus dir und mir geworden ist und was aus seiner schönen, herrlichen Welt geworden ist? Nun ist auch Gottes Ruhe gestört, da seine Geschöpfe nicht mehr in ihm ruhen. Nun ist auch seine Freude unterbrochen, weil er sich nicht mehr an und in seinen Kindern freuen kann. Ja, nun ist sein eigenes göttliches Leben, seine Herrlichkeit gestört und unterbrochen. Gott selbst leidet, es tut ihm weh, die verwandelte Welt zu sehen. Er müßte ja nicht unser Vater sein, wenn es anders wäre, wenn er teilnahmlos und unberührt über dieser Zerstörung stehen könnte. Sieh, das tiefe Weh, das in stiller Stunde oft unsere Seele erfüllt, der Schmerz über die Unbegreiflichkeiten des Lebens, die Schrecken über das Leid und Unrecht unserer Welt, die uns verdüstern, sie sind nur ein Widerhall und Spiegelbild von dem großen Schmerz Gottes um uns. Gott trauert. Die Ich-Welt ist nicht seine Welt. Die Hölle, in der wir leben, ist nicht sein Werk. Das Leid und das Unrecht und die Schwachheit, in denen wir sein müssen, weil wir unser Leben erhalten möchten, ist nicht die Bestimmung, die er unserem Dasein gegeben hat.</p>
        <p>Aber nicht wahr, gerade wenn wir es so bis ins Äußerste verfolgen, was das «liebe Ich» anrichtet bis zu dem Leid, das es Gott selber zufügt, dann muß es uns ja ohne Weiteres ganz klar sein, daß es dabei <hi rend="italic">nicht bleiben kann</hi>. Da müßte ja wiederum Gott gar nicht Gott sein, wenn er es dabei bewenden lassen könnte. Gott kann nicht jammernd neben dem Unheil stehen, wie ein Kind, dem man sein Spielzeug zerbrochen hat. So stehen wir Menschlein da, so ratlos und hilflos. Gott weiß Rat. Gott ist um Antwort nicht verlegen, er hat sie längst gegeben. Sein Schmerz ist nicht Schwachheit, sondern höchste Kraft. Sein Leid ist nicht Enttäuschung und Verbitterung, sondern gewaltigster Wille. Auf die Störung seines göttlichen Lebens antwortet er damit, daß er nun erst recht lebt und seine Herrlichkeit noch ganz anders entfaltet und leuchten läßt. Wir haben uns losgelöst von ihm, so erweist er an uns seine grundlose, endlose Liebe, die das Zerstreute, Losgerissene sucht und findet und wieder zusammenführt. Wir stürmen oder schleichen ohne ihn dahin, so geht er uns nach, und seine Hand, uns zu erreichen, zu halten, zurechtzuleiten, ist uns ganz nahe. Wir haben uns ohne ihn eine falsche, sinnlose, leid- und streitvolle Welt aufgerichtet, so läßt er mitten in dieser Welt sein Reich anbrechen, die Versöhnung, die Erlösung, das Heil für alle Kinder. Wir haben die Hölle geschaffen und müssen sie <pb xml:id="p290" ed="pga"/> nun haben, so läßt er den Himmel kommen über Gerechte und Ungerechte [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Mt.5.45">Mt. 5,45</ref>]: seht, wie ihr euch getäuscht habt, aber dabei müßt ihr nicht bleiben, das kann und soll alles anders werden.</p>
        <p>Das ist die Botschaft von Gott, die <hi rend="italic">Jesus Christus</hi> gebracht hat. Er wußte nichts vom «lieben Ich». Er lebte auch wie wir als Mensch und war etwas ganz Besonderes für sich, aber er war es ganz für Gott und mit Gott und darum auch für die Welt und mit der Welt. Diese Trennung, die wir alle machen: hier ich, dort ihr! hier ich, dort Gott! kannte er nicht. Darum war denn auch sein Leben wirkliches Leben. In kindlicher Reinheit sehen wir ihn seinen Weg gehen. Es kommt einem gar nicht in den Sinn, bei ihm nach Fehlern und Schwachheiten zu suchen, obwohl er auch ein Mensch war. Aber wo eben ein Mensch einfach mit Gott lebt, da ist er auch recht und gut, ganz schlicht und selbstverständlich, weil ihm das Böse nicht möglich ist. Bei ihm hätte das Wörtlein «nur» keinen Platz. Er hat es von Anderen nicht gebraucht, weil er in jedem Menschenkind nicht «nur» einen Kranken, «nur» einen Bettler, «nur» einen Verrückten sah, sondern in jedem das Gotteskind. Und man konnte es auch von ihm nicht sagen: «nur» ein Mensch! Nein, das spürten die Leute ganz deutlich: der ist nicht «nur» ein Mensch, der ist anders als wir anderen, da ist Geltung, Kraft, Größe, da ist Gottheit. Seine Worte, seine Taten zeigten es ihnen, was der Mensch eigentlich sein könnte, wenn er sein Leben verlieren wollte, statt es erhalten zu wollen. Denn das war ja eben das Geheimnis: Jesus war frei von sich selber, weil er ganz erfüllt war von Gott. Und Gott, der mit ihm und in ihm war, nahm ihm alles das ab, womit wir uns für uns, für das «liebe Ich» plagen müssen, die Sorgen, den Ehrgeiz, die Angst, das mühselige Streben nach dem Guten. Gott machte sein Leben freudig und herrlich und zu einer großen, starken Tat, eben weil er für sein Leben so gar nichts suchte. Gott machte sein ganzes Dasein zu einem gewaltigen, entscheidenden Sieg seines Reiches, eben indem Jesus sein Dasein drangab, sein Leben opferte. Ja, Jesus hat sein Leben verloren und eben damit gewonnen und erhalten. Das war Jesus: frei vom «lieben Ich», weil er gebunden war an Gott, frei von den Plagen der Ich-Welt, weil er atmete in der Gotteswelt, frei von der Hölle, die wir uns selbst machen, weil er ganz Gott machen ließ. Das war Gottes Reich, das vor 2000 Jahren anbrach und das auch zu uns ganz neu kommen will.</p>
        <p>Sieh, nun <hi rend="italic">wendet er sich zu uns</hi>, der Mann, der ein Bettler war und <pb xml:id="p291" ed="pga"/> doch ein König, der verlachte Zimmermannssohn und Wanderer ohne Obdach, gegen den doch die Weisesten und Mächtigsten der Welt nichts einwenden können, der Mann, der am Kreuz der Schande gehangen hat und in seinem Blut gesiegt hat — er wendet sich zu uns und sieht uns in all unserem kleinen und großen Jammer, sieht uns in einer Welt drin, die nicht anders sein kann, als sie ist, sieht den vielen Überdruß, die viele Müdigkeit und Unzufriedenheit und Traurigkeit in unseren Seelen und das viele Unrecht und die große Heuchelei in unserem Leben — und sagt uns: seht, was bei mir und für mich wahr ist, das könnte doch sofort auch für euch wahr sein: wer sein Leben verliert um meinetwillen, wie ich, in meiner Nachfolge, im Vertrauen auf Gottes Reich, der wird es erhalten.</p>
        <p>O meine Freunde, was Jesus da sagt: «sein Leben verlieren», das ist nun nicht etwa eine hohe, schwere, übermäßig fromme Anforderung an uns. Dafür dürfen wir nun nicht etwa antworten: das kann ich nicht, das ist zuviel verlangt für mich, ich bin krank, ich bin alt, ich habe viele Gedanken im Kopf, ich weiß nicht, was das soll! O nein, das ist doch etwas ganz Einfaches und Schönes, das mußt du gar nicht machen, das mußt du nur einmal an dich herankommen lassen. Sein Leben verlieren, das heißt einfach auf Gott hinsehen statt auf dich selber, an die Größe Gottes glauben statt an deine Größe, an seine Liebe zu dir und zu der Welt statt an deine Liebe zu dir selber, an seine Kraft statt an deine Kraft, an seine Sache statt an dein Sächlein, an sein Reich statt an unsere Welt. Das ist nicht eine Last, die dir da auferlegt wird, das ist ein Geschenk, das dir gemacht wird, das ist eine Türe, die dir aufgetan wird zur Freiheit, das ist eine Freude, die dir da ganz überraschend bereitet wird. Oder ist das nicht eine Freude, daß der ganze böse Zauber, in den uns das «liebe Ich» eingesponnen hat, aufhören soll? Da wird der Mensch wieder das, was er eigentlich ist. Da erwacht die Kreatur wieder zu ihrer eigentlichen Bestimmung. Da wird Gottes ursprüngliche, reine Welt wieder auferbaut. Da kehrt Gott selber wieder ein bei uns. Ist das so schwer, das gelten und geschehen zu lassen? Ist nicht das Andere viel schwerer, weiterzufahren wie bisher damit, das liebe Ich gelten zu lassen?</p>
        <p>Du weißt, daß es schwerer ist. Du kennst die Unruhe und den Unfrieden, die es über dich und die Welt bringt. Du kennst das Machtwort, das Gott gesprochen hat über diese Höllengewalt, daß sie keine <pb xml:id="p292" ed="pga"/> Gewalt mehr sein darf. Es ist auch für uns gesprochen. Jesus Christus hat auch für uns gelebt. Gottes Reich will auch zu uns kommen.</p>
        </div>
        <div type="closer">
          <salute>Amen.</salute>
        </div>
        <div type="songs">
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-66" type="song">Nr. 33: «Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig» von <persName ref="kbga-actors-2670">J. Neander</persName>, Strophen 1-3 (= Reichs-Lieder 513,1-3)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-107" type="song">Nr. 247: «Allgenugsam Wesen» von <persName ref="kbga-actors-797">G. Tersteegen</persName>, Strophen 1.3.5 (= GERS [1952] 309,1.3; Strophe 5 aus GERS (1891) fehlt; EKG 270,1.3.5a)</bibl>
          <!--<item><ref type="pub" subtype="bib1-kd" target="b0033">Nr. 33</ref>: «Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig» von J. Neander, Strophen 1-3 (Reichs-Lieder
513, 1-3)</item>
          <item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1933" target="b0247">Nr. 247</ref>: <bibl>«Allgenugsam Wesen» von <author>G. Tersteegen</author>, Strophen 1.3.5 (<title level="m">GERS [1952]</title>
309, 1. 3</bibl>; Strophe 5 aus <bibl><title level="m">GERS (1891)</title> fehlt</bibl>; <bibl><title level="m">EKG</title> 270, 1.3.5a</bibl>)</item>-->
          </listBibl>
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</TEI>
