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        <title type="volume" n="vol-27">Predigten 1915</title>
        <title type="content">Predigt: Lukas 16,19-26</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: Lukas 16,19-26, 4. Juli 1915</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/27028 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1915, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 1996, S. 259–269.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
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        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1915</title>
          <title type="text">Predigt: Lukas 16,19-26</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1996</date>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe I.27, Predigten 1915, sermon 279</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Lk 16,19-26, 4. Juli 1915. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1720">KBA 1257</ref>. </bibl>
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                        <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>, Sonntag, den <date when="1915-07-04">4. Juli 1915</date>
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      <epigraph>
        <cit>
                            <ref type="can" subtype="bible" target="Lk.16.19 Lk.16.26">Lukas 16,19–26</ref>
                        </cit>
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          <salute>Liebe Freunde!</salute>
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          <p>Warum kommt <persName ref="kbga-actors-2307">Lazarus</persName> in <persName ref="kbga-actors-444">Abrahams</persName> Schoß, der reiche Mann aber in die Hölle? Etwa darum, weil Lazarus <hi rend="italic">tugendhaft und fleißig</hi> war, der reiche Mann aber ein <hi rend="italic">Wucherer</hi>, Betrüger und Lasterknecht? Jesus hat kein Wort davon gesagt. Oder darum, weil Lazarus geduldig und gottergeben seine Leiden getragen hat, während der Reiche herrlich und in Freuden lebte? Auch das müßten wir erst hinzuerfinden und würden damit dem Gleichnis einen ganz anderen Sinn geben. Jesus hat auch davon nichts gesagt. Einfach und unbedingt stellt er Beide nebeneinander: den Armen im Himmel, in Abrahams Schoß, den Reichen in der Hölle. Er fragt nicht danach, ob nicht der Arme vielleicht ein Faulenzer, ein verlumpter Verschwender, ein Trinker war. Er kümmert sich nicht darum, ob nicht vielleicht der Reiche ein ehrlicher, tüchtiger Geschäftsmann war, eine Stütze der Gesellschaft, ein Freund und Wohltäter der Bedürftigen, eine Leuchte der Frömmigkeit. Daß es Arme und Reiche von <hi rend="italic">beiderlei Sorten</hi> gibt, das war damals nicht anders als heute, das wußte Jesus auch. Um das zu sagen, würde Jesus gar nicht den Mund aufgetan haben, das interessierte ihn zu wenig. Ein braver Armer kommt in den Himmel, ein böser Reicher in die Hölle! — das zu sagen überließ er den <term ref="kbga-terms-808">Pharisäern</term> und Schriftgelehrten, auch den Weisen und Verständigen unter den Heiden, die es dann auch tatsächlich oft genug gesagt haben<note xml:id="n01">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-2461">
                                <persName ref="kbga-actors-5819">Fr. Hauck</persName>, Art. <foreign xml:lang="grc" rend="Ell">πένης</foreign>, in: ThWNT VI, S. 38</bibl>: «… setzt sich seit <persName ref="kbga-actors-777">Sokrates</persName> … das Urteil durch, daß die wirtschaftliche Lage des einzelnen sittlich-geistig gleichgültig ist. Ja, der <foreign xml:lang="grc" rend="Ell">πενία</foreign> wird zT der Vorzug vor dem <foreign xml:lang="grc" rend="Ell">πλοῦτος</foreign> gegeben (Plat Leg II 660e). Sie ist geradezu <foreign xml:lang="grc" rend="Ell">γυμνάσιον ἀρετῆς</foreign>. Wert allein hat die Tugend.»</note>. Wenn das der Sinn dieses Gleichnisses wäre, was wir wohl alle in der Schule und in der Kirche schon haben dafür ausgeben hören, daß Reichtum und Armut vor Gott gleichgiltig seien, wenn der <pb xml:id="p260" ed="pga"/> Mensch nur im Übrigen recht und fleißig und gütig sei, so ist das zwar an sich ganz richtig. Aber das pfeifen doch die Spatzen von den Dächern. Dazu hätte doch Jesus kein solch merkwürdiges Gleichnis zu machen brauchen. Das ist doch kein Evangelium, keine frohe, neue Botschaft. Das zu hören bräuchten wir doch nicht in die Kirche zu kommen, nicht einmal die Bibel aufzuschlagen. Das wissen die Armen und die Reichen schon. Das ist selbstverständlich.</p>
        <p>Aber Jesus wollte gar <hi rend="italic">nicht</hi> dem guten Armen vor dem bösen Reichen den <hi rend="italic">Vorzug</hi> geben. Er wollte gar nicht den einen rühmen und den anderen tadeln. Er wollte gar nicht für den einen gegen den anderen Partei ergreifen. So machen wir es. Diesen Unterschied zwischen den Braven und den Wüsten, den Leuten oben auf der Tugendleiter und denen unten machen wir mit unseren Pharisäeräuglein, die eben gar wenig in die Tiefe sehen und meinen, es sei Alles gut und in der Ordnung, wenn wir diesen Unterschied aufgestellt haben. Jesus sah die Welt an mit den Augen der Liebe Gottes. Und da sah er wohl auch den Unterschied zwischen den bösen und den guten Leuten; aber er hat die einen nicht verdammt und die anderen nicht verherrlicht, die ganze Frage war für ihn nicht entscheidend, nicht die wichtigste Frage.</p>
        <p>Jesus sah etwas Anderes: Er sah die <hi rend="italic">Mächte und Gewalten</hi>, die zwischen Gott und die Menschen hineintreten. Sie <hi rend="italic">verhüllen</hi> den Menschen das Antlitz Gottes. Sie machen ihre Herzen fremd der göttlichen Heimat, aus der sie stammen. Sie sperren ihre Gewissen in seltsam enge Gefängnisse, in denen sie sich nicht mehr regen und nur noch halblaut rufen können. Sie stellen alle menschlichen Kräfte, die eigentlich Gott gehören, in ihren Dienst. Sie setzen ihren Augen gefärbte Brillen auf. Sie täuschen ihr Gehör durch wunderbaren Elfengesang oder durch schreckliche Donnerschläge. Sie setzen ihre Glieder in Bewegung, ohne daß sie’s wollen, so daß die Menschen, ein schrecklicher Anblick, stehen und gehen, reden und dreinschlagen müssen als lebendige Automaten. Sie bewegen die ganze Menschheit, daß sie hin- und herschwankt wie eine Schafherde, die von Hunden getrieben ist, jetzt links, jetzt rechts der Straße. Die Könige müssen ihnen gehorchen und die Bettler, die Weisen und die Toren, die Gerechten und die Ungerechten. Ja, das ist das Wunderbare, <hi rend="italic">das Entsetzliche:</hi> diese Mächte und Gewalten, die über den Menschen sind, sie lassen sie wohl manchmal offenkundig in Sünde und Schande versinken, lassen das Verbrechen als Verbrechen er<pb xml:id="p261" ed="pga" break="no"/>scheinen, aber ebenso oft lebt der Mensch unter ihrer Herrschaft dahin in vollendeter Harmlosigkeit, er ahnt gar nicht, auf welchem Weg er ist, er ahnt gar nicht, wem er eigentlich dient in der Welt, ebenso oft stellen sie das Gute selbst in ihren Dienst, prächtig sprossen empor Rechtschaffenheit, Tapferkeit, Edelmut, Barmherzigkeit, Freisinn, Mildtätigkeit, Hingebung und sind doch alles nur Blumen auf dem Baum jener Mächte, die nicht von Gott und gegen Gott sind so gut wie die Sünden und Verbrechen der Anderen; und aus den Früchten erkennt man, welcher Art der Baum ist [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Mt.7.16 Mt.7.20">Mt. 7,16–20</ref>] — wer es erkennt?! Denn immer wieder lassen sich die Menschen täuschen durch die schönen Blüten, statt sich warnen zu lassen durch die häßlichen Wahrzeichen eines gottfremden Lebens und Wesens, immer wieder sagen sie: wir sehen wohl Gutes und Böses nebeneinander, es kann am Baum nicht liegen, laßt ihn weiterwachsen, laßt uns weiterfahren wie bis dahin.</p>
        <p>Und immer wieder gewinnen die Mächte und Gewalten, die zwischen uns und Gott sind, die <hi rend="italic">Herrschaft</hi> über uns, hohnlachend sehen sie zu, wie wir uns immer wieder so fröhlich täuschen lassen, gierig greifen ihre Finger nach neuem Leben, es auszusaugen und immer stärker zu werden, reißen die Bösen an sich und die Guten und die Mittelmäßigen und nehmen zu an Kraft mit jedem Sieg. Und ihren Spuren folgt der <hi rend="italic">Tod</hi>, der sich auch nicht kümmert um Gute oder Böse, und drückt allem menschlichen Wesen seinen Stempel auf, daß es ihm angehören und zu ihm sich bekennen muß. Schwach und krank und irrtumsbeladen müssen die Menschen sein, die unter der Herrschaft der Mächte und Gewalten stehen. Sündigen müssen sie, ohne es zu wissen und zu wollen, und sich selber strafen müssen sie mit dem Bösen, das sie tun und vor dem ihnen doch eigentlich graut. Streben dürfen sie nach dem Guten, und zurückfallen müssen sie alle früher oder später in die dumpfe, verzweifelnde Erkenntnis, daß die Welt doch ewig unvollkommen ist. Leiden dürfen sie unter dem Anblick all des Elends und Unrechts, von dem die Erde voll ist, und niederschmettern müssen sie sich lassen durch das Bewußtsein, daß es in dieser Welt keinen wirklichen Trost, keine tatsächliche Hilfe gibt. Ja, in <hi rend="italic">dieser</hi> Welt, in der sie nicht mehr unter Gott stehen, sondern unter den Mächten und Gewalten! In <hi rend="italic">dieser</hi> Welt, in der die Quellen des Lebens verstopft und verschüttet sind! Mit diesen Mächten und Gewalten, die die Welt zur Hölle machen, hatte es <hi rend="italic">Jesus</hi> zu tun. Sie sah er und nicht die Tugenden und <pb xml:id="p262" ed="pga"/> Untugenden der Menschen oder doch diese nur nebenbei. Sie zu überwinden mit der Macht und Gewalt des Himmelreichs, das war seine Lebensaufgabe und sein Lebensinhalt, und nicht ein paar Gute zu loben und ein paar Böse zu tadeln. Der Sieg über die Hölle war sein Ziel und nicht die Verbesserung des Lebens und die Vermehrung des Glücks der Menschen unter der Herrschaft der Höllenmächte, denen der Tod folgt.</p>
        <p>
                        <hi rend="italic">Ein Stück</hi> dieses seines großen Kampfes, des Kampfes der alten Knechtschaftswelt mit der neuen Freiheitswelt, spiegelt sich im Gleichnis vom armen <persName ref="kbga-actors-2307">Lazarus</persName>. Eine von den Höllenmächten der alten Welt, die über die Menschen herrschen, über die guten wie über die bösen, ist der <hi rend="italic">Mammon</hi>, das Geld, der Besitz des Reichtums und das Streben danach und die Angst, ihn zu verlieren, und der Hunger, ihn zu vergrößern, die Achtung, die er genießt unter den Menschen, und die Geltung, die er tatsächlich hat in der ganzen Welt und in allen Verhältnissen. Darum ist der reiche Mann in der Hölle und in der Qual: er ist in den Klauen einer gottlosen, durch und durch gottlosen Gewalt und Macht. Darum ist der arme Lazarus in Abrahams Schoß: er kennt diese Gewalt nicht, ihre Klauen haben ihn nicht erfaßt. Keine Anklage steckt in dem Gleichnis. Jesus hat ja merkwürdigerweise überhaupt nie einzelne Menschen angeklagt, als ob etwa ein Mensch, der zufällig reich sei, notwendig ein schlechter Mensch sein müsse. Wohl aber ein Aufruf an Alle, ein Aufruf zur Freiheit und zum Leben in Gott, das Evangelium, die frohe Botschaft von der neuen Welt, die die Mächte und Gewalten, denen die Menschheit sich beugt, besiegt und vernichtet. Das Gleichnis zeigt den schon vollendeten Sieg. Sieh da, sagt es, das Geld, das alle Welt anbetet und sucht — das ist die Hölle. Und sieh da, die Armut, wo das Geld nichts zu sagen hat, kein Streben danach, keine Angst darum, keine Achtung davor — das ist der Himmel, da ist der Mensch in Abrahams Schoß. Das ist die Wahrheit gegenüber der großen, dicken Weltlüge, daß der Reichtum der Himmel und die Armut die Hölle sei.</p>
        <p>Oder ist’s nicht so? Ist der Mammon etwa etwas Anderes als eine <hi rend="italic">Höllenmacht?</hi> Bei <hi rend="italic">Jesus</hi> können wir jedenfalls nichts Anderes lernen. Das Neue Testament ist durchzogen von einer fast erschreckenden Schärfe gegen das Geld. Alle Harmlosigkeit und Gemütlichkeit, mit der wir uns immer wieder zu trösten gewohnt sind, als ob es doch auch seine guten Seiten haben könnte, wird einem da verleidet. «Der Mammon <pb xml:id="p263" ed="pga"/> der Ungerechtigkeit» [<ref type="can" subtype="bible" target="Lk.16.9">Lk. 16,9</ref>.<ref type="can" subtype="bible" target="Lk.16.11">11</ref>] heißt es da und «Betrug des Reichtums» [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.13.22">Mt. 13,22</ref> par.], Schätze, die die Motten und der Rost fressen [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.6.19">Mt. 6,19</ref> par.], ein Narr ist der, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich in Gott [<ref type="can" subtype="bible" target="Lk.12.21">Lk. 12,21</ref>], und schließlich das entsetzliche Wort vom Kamel, das eher durch ein Nadelöhr geht, als daß ein Reicher ins Reich Gottes kommt [Mk. 10, 25 par.]. Und das alles richtet sich sichtlich nicht gegen die Reichen, nicht gegen die Menschen, nicht gegen die Personen, wohl aber gegen die Macht, der der Reiche unterworfen ist.</p>
        <p>Ist es eine <hi rend="italic">Macht</hi>, eine von den Mächten, die sich dem Menschen vor das Angesicht Gottes stellen, um ihn sich untertan zu machen? Sieh da den <hi rend="italic">Menschen</hi>, die freie Kreatur Gottes, zur Liebe ist er geschaffen aus der Schöpferliebe Gottes, zur Arbeit, zur Freude, zur Gemeinschaft mit den Anderen, zum sehnsüchtigen, dankbaren Gebet zum Vater des Lebens, zum fröhlichen Wachstum im wahren Leben. Das alles kommt aus ihm selber, das alles ist göttlich, das alles kommt aus der Freiheit. Die Freiheit ist dahin, seit das <hi rend="italic">Geld</hi> ihm in die Augen und durch die Augen in die Seele geleuchtet hat. Das Geld ist nicht totes Metall. Es lebt, es arbeitet, es wirft Angeln aus, es beansprucht die Gedanken, es erregt die Gefühle, es erfüllt die Herzen mit seinen geheimnisvollen Zahlen. Wenn es irgend ein machtvolles Leben gibt, so steckt es im Geld. Und aus dem Geld heraus kommt es über den Menschen.</p>
        <p>Nun kommt er in <hi rend="italic">Bewegung</hi>, in eine ganz andere, seltsame Bewegung. Nun hat er Freude, die Freude, etwas zu besitzen. Nun wird er sehnsüchtig, sehnsüchtig, sich noch mehr zu erwerben. Nun wird er dankbar, dankbar dafür, daß es ihm bis jetzt so schön gelungen ist. Nun sieht er die Menschen, die ihm vorher gleichgiltig waren, mit ganz anderen Augen an, seine Kinder und seine Verwandten und seine Dorfgenossen, die Nahen und die Fernen, die Mitmenschen im Vaterland und die Mitmenschen jenseits des Meeres, er hat jetzt ein Verhältnis zu ihnen, sie gehen ihn jetzt etwas an, sie müssen ihm helfen, zu seiner Sache, zu seinem Geld zu kommen. Und er selbst muß jetzt arbeiten, wie er noch nie gearbeitet hat. O, der Mammon ist der größte Arbeitgeber der Welt. Er treibt Millionen Räder und hetzt die Menschen, daß sie selber zu Millionen Rädern werden. Er befruchtet die Gedanken der Intelligenten und läßt sie Erfindung über Erfindung machen, weil er sie zu bezahlen weiß. Und er braucht die Kräfte und Muskeln und Nerven aller Übrigen, damit sie die Karren schieben und die Steine klopfen, die <pb xml:id="p264" ed="pga"/> auch geschoben und geklopft sein müssen. Die Welt ist eine ungeheure Fabrik geworden, weil der Mammon sie beherrscht.</p>
        <p>Und weil er einmal im Regimente sitzt, darum <hi rend="italic">gilt</hi> er auch. Sagen wir nicht alle: es kann ja nicht anders sein, wir leben ja vom Gelde, wir verdanken ihm unser Brot, unser bißchen Achtung und Einfluß, die wir genießen. Ohne Geld keine Schweizer. Ohne Geld keine Kultur. Ohne Geld keine Ruhe und Rast. Ohne Geld keine Freude und keine Zufriedenheit. Ohne Geld leider auch kein Christentum. Ja, wir leben vom Geld. Wer das Geld hat, der wird respektiert und gefürchtet, der hat die Behörden von vornherein für sich, der kann, wenn es sein muß, auch den Gesetzen und Ordnungen eine kleine Nase drehen, der richtet sich überhaupt die Welt so ein, wie es ihm paßt. Er kann befehlen, und er kann, wenn er will, auch bestrafen, wie ein zweiter lieber Gott. Er kann mit seinem Geld, wenn es sein muß, auch Liebe und Barmherzigkeit spenden mit vollen Händen, mit seinem Geld in der Welt, die vom Gelde lebt, und kann dafür die Verehrung und Dankbarkeit und den ewigen Gehorsam der Anderen in Empfang nehmen. Und dabei kann er <hi rend="italic">persönlich</hi> vielleicht ein ganz vortrefflicher, vielleicht aber auch ein sehr zweifelhafter oder schlechter Mensch sein. Das ist gerade das Entscheidende, daß es darauf nicht ankommt. Der Mammon weiß nichts von Gut und Böse. Der Mammon ist einfach Macht. Als Macht kommt er über die Menschen. Als Macht zwingt er sie in seinen Dienst, Macht schenkt er ihnen in unendlicher Fülle, wenn sie ihm einmal Untertan sind.</p>
        <p>Ob diese Macht wirklich eine <hi rend="italic">Höllen</hi>macht ist? Ob Jesus recht hat, wenn er so schlicht und rücksichtslos Gott und das Geld von einander trennt, einander gegenüberstellt wie Himmel und Hölle? Ja, warum ist der Mammon eine gottwidrige Macht? Meine Freunde, darum, weil das Geld <hi rend="italic">Schein</hi> ist und das Leben, das aus dem Geld kommt und vom Geld beherrscht ist, ein Scheinleben. Gott ist die Wahrheit und hat auch seine Kreaturen zur Wahrhaftigkeit erschaffen. Und nun kommt der Mammon mit seinen geheimnisvollen Zahlen und lehrt die Menschen rechnen und stellt an den Platz des natürlichen, gottseinfachen Lebens Werte, die gar keine Werte sind, Tatsachen, die nur Abbildungen sind von Tatsachen, ein Leben, das nur Leben bedeutet und verspricht, aber nicht Leben ist. Nun meint der Mensch, er könne etwas <hi rend="italic">erwerben</hi> über das hinaus, was er jede Stunde braucht, um sein Leben zu fristen — die <pb xml:id="p265" ed="pga"/> Zahlen sagen es ihm, und er glaubt es, und alle Menschen glauben es. Nun meint der Mensch, er könne etwas <hi rend="italic">besitzen</hi> über das hinaus, was er eben jeden Augenblick gerade ist — die Zahlen sagen es ihm: ja, du hast etwas! Der Mammon sagt es und beweist es klar, das sei ein großer Unterschied, ob man hinten an einer 1 Nullen anhänge oder vorne, sagt ihm, daß es eine heilige Sache sei um 1000, 10000, 100000, und wieder glaubt er es, und wieder glauben es ihm auch die Anderen und bedauern sich, daß sie nicht so viele Nullen anhängen können, und bewundern ihn darum, daß er es tun kann. Nun meint der Mensch, er könne immer <hi rend="italic">noch mehr</hi> erstreben und hinzutun zu seinem Besitz, und der Mammon flüstert ihm zu: ja, du kannst es, und wiederum glaubt er’s, und die Zahlen bekommen Zauberkraft durch seinen großen Glauben und werden länger und länger, und die Anderen staunen und möchten mit ihm in der Wette rennen und möchten ihre Zahlen auch wachsen lassen und freuen sich gierig, wenn es ihnen auch gelingt, und jammern erbittert und enttäuscht, wenn es ihnen nicht gelingt. Und wieder meint der Mensch und muß es meinen, ihm sei ein <hi rend="italic">Unglück</hi>, ein wirkliches Unglück widerfahren, wenn die Zauberkraft der Zahlen rückwärts gewirkt hat statt vorwärts, wenn die Nullen nun eben ein paar weniger geworden sind, und der Mammon hilft ihm ein Klage- und Sorgenlied anstimmen.</p>
        <p>Ein <hi rend="italic">Schein</hi> ist das Glück des Besitzes, ein Schein die Achtung, die er verschafft, ein Schein die Geltung und Würde, die er genießt in der Gemeinde und im Staat, ein Schein das ganze kunstreiche Gebäude von Kultur und Wohlfahrt, die er aufbaut, ein Schein die Zufriedenheit, die er dem Einzelnen verschafft und die er zuweilen über ganze Familien und Völker verbreitet, ein Schein das Christentum, das von ihm lebt, ein Schein auch seine Barmherzigkeit und Güte. Das alles ist und besteht ja nicht eigentlich und von sich aus und aus eigener Kraft, nicht aus den reichen, tiefen Lebensquellen Gottes kommt es, sondern nur aus der kühnen Anmaßung, die sich das Geld im Menschendasein nun einmal hat erlauben dürfen. Und wenn das Geld lange die ganze Welt regiert, und wenn wir lange alle von ihm abhängig sind, mehr oder weniger nach seiner Pfeife tanzen, ihm öffentlich oder insgeheim opfern müssen Gesundheit, Ehre, Lebensfreude, Glaube, Liebe und Hoffnung, ein Schein ist es doch, und als eine Scheinmacht ist es schon gerichtet. Der Besitz, den das Geld vorstellt, ist <hi rend="italic">keine Wahrheit</hi>, nichts <pb xml:id="p266" ed="pga"/> Reales, nichts, was eigentlich ist, sondern eine Annahme, eine Phantasie, eine Meinung oder auch nur Staub, wie man es auffassen will. Der Betrug des Reichtums!</p>
        <p>Das ist es, was Jesus damit gemeint hat. Wenn wir uns unter die Herrschaft des Scheins stellen, <hi rend="italic">trennen wir uns</hi> von Gott. Wenn wir die Herrschaft Gottes anerkennen, verliert der Schein seine Macht über uns. Denn Gott ist die Wahrheit. Darum hat er gesagt: niemand kann zweien Herren dienen; ihr könnt nicht Gott dienen <hi rend="italic">und</hi> dem Mammon [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.6.24">Mt. 6,24</ref>]. Es heißt wählen. Wo des Mammons Macht über die Menschen gekommen ist und wo ihr Leben erfüllt, getrieben und gelenkt ist von der Macht, die er ihnen schenkt, da sind sie <hi rend="italic">in der Hölle</hi>, schon vor dem Sterben. Denn die Hölle, das ist doch eben der Ort und die Welt, die ohne Gott ist, die es nun wirklich ohne ihn machen muß. Und darum muß der reiche Mann, ob er gleich nichts sonderlich Böses getan, in der Hölle sein. Er hat gewählt. Er dient nicht Gott, sondern dem Mammon. Er glaubt an ihn. Er hält den Schein für Wahrheit. Und das ist eben die Hölle.</p>
        <p>Wollt ihr’s hören, warum er nicht nur in der Hölle, sondern auch in der <hi rend="italic">Qual</hi> ist, warum er im schrecklichen Widerspruch zu seinen Kleidern von Purpur und köstlicher Leinwand, zu seinem Leben herrlich und in Freuden Pein leiden muß in dieser Flamme? Warum dem Mammon, wie jeder Macht und Gewalt, die nicht von Gott ist, der Tod folgt und folgen muß? Ja, muß ich es erst noch sagen, daß die Unwahrhaftigkeit, die Abwendung vom lebendigen Gott zu den Götzen <hi rend="italic">notwendig Unheil</hi>, Schrecken, Zerstörung, Leid und bittere Tränen zur Folge hat? Sieh, was das Geld aus den Menschen gemacht hat! Hast du schon <hi rend="italic">einen</hi> Menschen gesehen, der um seines vermeintlichen Besitzes willen <hi rend="italic">froh</hi>. gewesen wäre? Hast du schon einen von Herzen lachen gesehen über Zinsrenditen und Geschäftsbüchern? Wo das Geld regiert, hört das Lachen auf, hört die Freude auf, weil da auch Gott aufhört. Dafür fängt etwas Anderes an: die Unruhe, die Sorge, der Neid, das Mißtrauen. Darum heißt es: in der Hölle — und in der Qual. Jeder, der in den Klauen des Mammon ist, erfährt auch diese Qual, früher oder später. Und die Menschheit erfährt sie beständig und wird sie so lange und immer schwerer erfahren müssen, bis sie merkt, in was für Händen sie ist.</p>
        <p>Der Mammon hat die Peitsche der <hi rend="italic">Konkurrenz</hi> erfunden, den Wettlauf zwischen denen, die ein paar Nullen anhängen möchten an ihre <pb xml:id="p267" ed="pga"/> Eins, und schwingt sie unablässig, rücksichtslos, wahrhaftig nicht zum Heil der Menschen, sondern zu seiner eigenen Lust. Der Mammon reißt die <hi rend="italic">Klassen</hi> auseinander und treibt sie in den Kampf gegen einander, die Herrenklasse und die Proletarierklasse hier und dort, die Bauern und die Arbeiter, als ob diese Gegensätze sein müßten, als ob sie nicht die größte Narrheit wären; aber es ist wahr, sie müssen sein, wo der Mammon regiert.</p>
        <p>Der Mammon ist’s, der ins Feuerlein der <hi rend="italic">nationalen</hi> Leidenschaften geblasen hat hüben und drüben, der den Völkern eingeflüstert hat, ihre Interessen seien gefährdet, wenn der Andere, der da drüben, nicht einmal gründlich gedemütigt werde, hat den Millionen das Gewehr in die Faust gepreßt, ob sie gleich nicht wollten, und freut sich nun des angerichteten Schadens, denn seine Zinsen laufen weiter, und wenn die Erde gut gedüngt ist mit Menschenblut, gedeihen nach alter Erfahrung seine Saaten umso besser. Das heißt: in der Hölle und in der <hi rend="italic">Qual</hi>. So brennt es uns auf den Fingern, daß wir uns dem Schein ergeben haben. So muß es zugehen, solange eine gottfremde, gottlose Macht über uns herrscht!</p>
        <p>Und unterdessen sitzt <hi rend="italic">
                            <persName ref="kbga-actors-2307">Lazarus</persName></hi>, der Arme, in Abrahams Schoß. Dem zuvor die Hunde die Schwären leckten vor des Reichen Tür, der ist nun mitten in der Herrlichkeit Gottes. Sieh da, die verkehrte Welt! Nein, nicht die verkehrte, die <hi rend="italic">zurecht gekehrte</hi> Welt. Da kommt der Sinn Gottes zum Vorschein in der Verwirrung der Welt, die Freiheit aus der Knechtschaft der Mächte und Gewalten, das eigentliche Ziel des Menschen und der Menschheit. Wir wissen von Lazarus nichts Gutes, wie wir von dem Reichen nichts Böses wissen. Wir wissen von ihm nur, daß er nicht unter der Macht des Geldes stand, von seinem Schein und darum auch von seiner Qual nichts wußte. Es machte ihn nicht groß und mächtig, es verblendete ihn nicht, und es führte ihn darum auch nicht irre. Weil er keines hatte. Weil er eben ein <hi rend="italic">armer, kranker Lazarus</hi> war. Das ist kein Verdienst. Da ist nichts zu rühmen. So ist es leicht, in den Himmel zu kommen! Ganz recht! Wo die Versuchung fehlt, wo der Weg zur Hölle zum vornherein verrammelt ist. Ganz recht, gerade das meinte Jesus, gerade das wollte er sagen: wie der Weg zum Himmel, d.h. zu einem Leben in der Wahrheit Gottes und in seiner Freude so kinderleicht sei, wenn einmal die Pforten der Hölle verrammelt sind. Keinen tugendhaften Lazarus will er uns vorführen, sondern einfach einen Menschen, der mit dem Mammon, mit seinen Kräften und Tri<pb xml:id="p268" ed="pga" break="no"/>umphen, mit seinen Sorgen und Verbrechen <hi rend="italic">nichts zu tun hat</hi>. Warum? und Wie?, das kann uns gleichgiltig sein, aber er hat nichts damit zu tun. Er lebt aus der Hand in den Mund, von den Brocken, die von des Herrn Tische fielen. Er muß in den Augen unserer Welt, vor dem Throne des Mammon der größte Narr und das bemitleidenswerteste Geschöpf sein. Ein Mensch, der nichts besitzt, der von nichts als von seinen Lumpen sagen kann: das ist mein! Ja, das scheint uns wohl die tiefste Tiefe des Lebens, unseres Lebens zu sein. Und ist es auch. Da hört eben Alles auf.</p>
        <p>Aber eben da, wo Alles aufhört, wo die falschen Mächte und Gewalten aufhören, da fängt das Leben Gottes an. Das ist <persName ref="kbga-actors-2307">Lazarus</persName>. Er ist der Mensch ohne das Geld. Weil er vom Geld nichts weiß, darum ist er in Abrahams Schoß. Ach, wenn wir doch von Lazarus im Himmel ebensoviel sähen und wüßten, wie wir leider vom reichen Mann in der Hölle wissen! Merkt ihr’s, daß Lazarus eigentlich eine ganz <hi rend="italic">neue</hi> Welt bedeutet, eine Welt der Einfachheit, der Sorglosigkeit, der Brüderlichkeit, eine Welt der Wahrheit, eine Gotteswelt, eine Welt ohne Geld. Wir können lange sagen: eine solche Welt können wir uns nicht vorstellen! Das ist’s ja gerade: wir kennen eben nur unsere alte Welt des Geldes. Und in dieser Welt muß Alles so sein, wie wir es vorhin beschrieben haben. Über dieser Welt steht zuletzt geschrieben das Wort Hölle.</p>
        <p>Aber, ob wir es uns vorstellen können oder nicht, in <hi rend="italic">Jesus</hi> ist eine andere Welt angebrochen. Eine Welt, wo die Herrschaft der Mächte und Gewalten gebrochen ist. Eine Welt, in der das Geld nichts mehr zu sagen hat. Es hat je und je auch wieder solche Menschen gegeben, die vom Mammon ganz frei waren, die von Mein und Dein nichts wußten aus lauter überströmender Gottesklarheit. Franz von Assisi war einer von ihnen. Jesus und solche Menschen sind wie die Sterne, durch die wir nach dem alten, schönen Kinderglauben wie durch offene Fenster in den goldenen Himmel hineinsehen. Wir können sie <hi rend="italic">nicht nachahmen</hi>. Wir können nicht aus eigener Machtvollkommenheit und ohne Beruf die Fesseln sprengen, unter denen die Welt seufzt. Wir können nicht alle Fahnenträger sein. Aber wir können an die neue Welt Gottes, an die Welt des kindereinfachen Lebens <hi rend="italic">glauben</hi>. Wir können damit anfangen, den Willen Gottes, der Wahrheit ist und über den Schein siegen will, ganz anders ernst zu nehmen. Wir können den Fahnenträgern folgen mit der Waffe, der unüberwindlich starken Waffe des Gebetes: Dein <pb xml:id="p269" ed="pga"/> Reich komme! [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.6.10">Mt. 6,10</ref> par.]. Das können wir, und dazu ruft uns Jesus auf. Dann kommt die neue Welt tatsächlich näher. Denn sie will inwendig begründet sein und wachsen in den Herzen und Gewissen der Menschen, bis sie auswendig sichtbar <hi rend="italic">hervorbrechen</hi> kann. Dann brechen da und dort ihre Anzeichen auf und zeigen sich ihre Vorboten. Häufiger. Deutlicher. Lebendiger.</p>
        <p>Du mußt nicht immer sagen: ich kann mir das <hi rend="italic">nicht denken</hi>. Den lieben Gott und was er schafft, kann man sich überhaupt nicht denken. Den muß man erfahren — und erfahren, dann kommen von selbst auch die neuen Gedanken. Und was der arme Lazarus erfahren hat, das wird auch der Mensch noch einmal erfahren.</p>
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        <div type="closer">
          <salute>Amen.</salute>
        </div>
        <div type="songs">
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl type="song" corresp="kbga-songs-126">Nr. 190: Walte, walte nah und fern, allgewaltig Wort des Herrn von <persName ref="kbga-actors-2150">J. Fr. Bahnmaier</persName> (1774–1841), Strophen 1.4–7 (= GERS [1952] 359,1.4–7)</bibl>
            <bibl type="song" corresp="kbga-songs-67">Nr. 9: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut von <persName ref="kbga-actors-1404">J. J. Schütz</persName>, Strophen 1.3.8 (= GERS [1952] 49,1.3.8; EG 326,1.3.8)</bibl>
          <!--<item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1928" target="b0190">Nr. 190</ref>: «Walte, walte nah und fern» von J. Fr. Bahnmaier (<date from="1774" to="1841">1774–1841</date>), Strophen
1.4–7 (<bibl><title level="m">GERS [1952]</title> 359, 1.4–7</bibl>)</item>
          <item><ref type="pub" subtype="bib1-gesd" target="b0009">Nr. 9</ref>: «Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut» von J. J. Schütz, Strophen 1.3.8
(<bibl><title level="m">GERS [1952]</title> 49.1.3.8</bibl>; <bibl><title level="m">EG</title> 326, 1.3.8</bibl>)</item>-->
          </listBibl>
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</TEI>
