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        <title type="volume" n="vol-27">Predigten 1915</title>
        <title type="content">Predigt: Jesaia 53,4-5</title>
        <title type="citation_line_1">Barth, Karl: Predigt: Jesaia 53,4-5, 14. März 1915</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/27012 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Predigten 1915, hrsg. v. Schmidt, Hermann (Gesamtausgabe, Abt. I), Zürich 1996, S. 100–110.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Predigten 1915</title>
          <title type="text">Predigt: Jesaia 53,4-5</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Schmidt, Hermann</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1996</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 100-110</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe I.27, Predigten 1915, sermon 263</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Predigt: Jes 53,4-5, 14. März 1915. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/1704">KBA 1241</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1915-03-14">14. März 1915</date>
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                        <placeName ref="kbga-places-54">Safenwil</placeName>, Sonntag, den <date when="1915-03-14">14. März 1915</date>
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      <epigraph>
        <cit>
                            <ref type="can" subtype="bible" target="Jes.53.4 Jes.53.5">Jesaja 53,4-5[a]</ref>
        <quote>Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen.</quote>
                        </cit>
      </epigraph>
          <salute>Liebe Freunde!</salute>
        </div>
        <div type="main">
        <p>Was sagen die Feinde Jesu, das Rudel der Gleichgiltigen und Schwätzer, vor seinem Kreuze? Hört, wie sie spotten, durch und durch gescheit und zutreffend: Er hat Gott vertraut — der erlöse ihn nun! [<ref type="can" subtype="bible" target="Mt.27.43">Mt. 27,43</ref>]. Was heißt das? Das heißt: Gott hat dich in diese jämmerliche Lage gebracht. Derselbe Gott, den du liebtest, dem du gehorsam sein wolltest, den du zu Ehren zu bringen gedachtest, derselbe hat es nun zugelassen, daß du einsam und verhöhnt am Kreuze sterben mußt. Deine Dornenkrone, dein zermarteter Leib, deine Wunden an Händen und Füßen, dein rieselndes Blut, deine Schande vor aller Welt, deine Seelenqual, ob denn nun Alles umsonst gewesen sei, dein Zweifel an Gott selbst, der dir das Einzige noch rauben wolle, was dir bleibt — das alles tut Gott dir an, legt er dir auf, so ist’s nun einmal sein geheimnisvoller Wille und Ratschluß! Nicht wahr, du hattest dir das anders gedacht! Du glaubtest an einen Gott, der da hilft, und an einen Herrn, der vom Tode errettet [<ref type="can" subtype="bible" target="Ps.68.21">Ps. 68,21</ref>]. Du meintest, die Welt, in der du lebtest innerlich, müsse auch da draußen Wahrheit sein. Du vertrautest darauf, daß die Liebe und die Freude dessen, den du deinen himmlischen Vater nanntest, mit großer Freudigkeit und hellem Glanz hervorbrechen müsse in <pb xml:id="p101" ed="pga"/>
                        <placeName ref="kbga-places-780">Galiläa</placeName> und <placeName ref="kbga-places-37">Jerusalem</placeName>. Du dachtest, das, was du als die Wahrheit ansahst, müsse es gewinnen nur darum, weil es ja die Wahrheit sei. Und nun? Nun ist eben Alles ganz anders gekommen. Nun hat sich ein gähnender Abgrund aufgetan zwischen deiner inneren Welt und der Wirklichkeit. Nun hat es sich gezeigt, daß Gott selber ein ganz Anderer ist als der, den du anbetetest in deinem Wahn: Er hat sich ja nicht zu dir bekannt, er hat dich ja fallen lassen, er hat ja dem finsteren Schicksal, das über dich gekommen ist, nicht Einhalt geboten. Nicht nur das: er begehrt wohl deinen Glauben und deinen Dienst gar nicht, er achtet dein Leben und Streben so wenig, als wenn du ein Gottloser gewesen wärest, er hat dich getroffen mit einem seiner zornigen Schläge, wie er eben blind und wahllos seine Schicksalsblitze treffen läßt Gerechte und Ungerechte. Nun sieh zu, daß der Gott dir helfe, dem du vertraut hast! Nun glaube auch an seine Liebe, wenn du magst. Oder dann sieh es eben ein, du Tor, wie schwer du dich getäuscht hast!</p>
        <p>So der Spott vor dem Kreuze Christi, dieser Spott, dem man gar nicht widersprechen kann. Er ist nicht nur auf <placeName ref="kbga-places-405">Golgatha</placeName> ertönt — obwohl er nirgends so schauerlich und klar ertönen durfte wie auf Golgatha —, sondern überall und immer, wo der Knecht Gottes leiden mußte, wo er vor den Menschen dastand, wie wir es am letzten Sonntag gehört haben, als der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, überall da, wo die Wahrheit unterdrückt wurde als etwas Unnützes und Gefährliches, wo das Recht zu Boden gestampft war und seine Bekenner und Vertreter schweigen mußten. Da ist überall und immer auch der Spott aufgetreten: Siehe da, Gott ist eben ein ganz Anderer, als ihr dachtet: er läßt es zu, daß das Licht von der Finsternis erdrückt wird, er läßt es geschehen, daß die besten Bemühungen und Anstrengungen scheitern und zum Gelächter werden, er läßt das fürchterlichste Unrecht und das tiefste Elend Raum gewinnen und sich einwurzeln und schließlich sich entladen in entsetzlichen Katastrophen.</p>
        <p>Er will ja wohl das alles; es ist seine unergründliche, geheimnisvolle Absicht so. Er ist eben gar nicht nur der Gott des Friedens und der Gerechtigkeit und der Wahrheit, wie ihr meintet, sondern ebensosehr ein Gott des Zornes, des Hasses, der Vernichtung. Gott! — wer heißt euch an einen Gott glauben, der nur das Gute will und der das Gute zum Sieg führen müßte? Warum sollte das, was ihr Gott nennt, nicht eine Schicksalsmacht sein, die sich um Gut und Böse viel weniger kümmert, <pb xml:id="p102" ed="pga"/> als ihr denkt, die hier segnet und dort straft, hier aufbaut und dort zerstört ohne Rücksicht auf Wahrheit und Recht! Seht da, auf alle Fälle, wie die Wirklichkeit so ganz anders ist als euer Traum. Was lehnt ihr euch auf dagegen? Warum glaubt ihr an Dinge, die nun einmal zur Welt und zu den Menschen, wie sie sind, nicht passen? Was geht ihr Wege, die niemand verstehen und billigen kann, wo ihr nichts Anderes sein könnt als eben die Allerverachtetsten und Unwertesten? Das rächt sich nun an euch, und mit Recht! Wollt ihr noch länger glauben? Wollt ihr darauf warten, ob vielleicht doch noch etwas Anderes dabei herauskomme als Leiden und Kreuz? Oder wollt ihr’s endlich einsehen, daß der Gott der Welt ein Anderer ist als der Gott eurer Gedanken? Die Wirklichkeit euch zum Trotz etwas Anderes, als was ihr glaubt, liebt und hofft?</p>
        <p>Das ist der Spott, den die alten Propheten hören mußten, so wurde das ganze Volk Israel verlacht und bedauert in seinem Elend von den mächtigen Heidenvölkern ringsum, so hat man über die ersten Christen die Achseln gezuckt in <placeName ref="kbga-places-53">Rom</placeName> als über Narren, die sich ihr Schicksal selbst verdient hatten, so ist es gegangen und geht es den Gläubigen und den Kämpfern der unsichtbaren Wahrheit bis auf den heutigen Tag. Es konnte nicht fehlen, daß auch die heutigen Weltereignisse diesen Spott wieder hervorrufen mußten: Seht da, wie ihr nun von Gott geschlagen und desavouiert seid, ihr Schwärmer und Phantasten, die ihr euch in die Verhältnisse und Ordnungen der Welt nicht finden konntet. Seht da, wie das allgewaltige Schicksal über das Sehnen und Hoffen der Millionen nach etwas Besserem hinweggeschritten ist. An Frieden und Gerechtigkeit glaubtet ihr, und nun ist die Welt voll von rastlosem Hassen und Kämpfen, voll von Leid und Flüchen und Gewalt, voll von Zerstörung und Leichenfeldern. So hat die Wirklichkeit euren Glauben erschlagen. Wollt ihr immer noch glauben? Willst du immer noch glauben, du armes, törichtes Menschenherz, willst du immer noch nicht lassen von deinem geheimen inwendigen Widerstand gegen das, was nun einmal ist?</p>
        <p>Was sollen wir sagen zu diesem Spott? Das ist ja sicher, daß man ihn nicht widerlegen kann. Da hängt Jesus am Kreuz, und Blutstropfen um Blutstropfen entflieht sein kostbares Leben, bis die Welt triumphieren kann: es ist vollbracht, wir haben Recht behalten. Da steht der Knecht Gottes vor uns, immer und überall, nicht in Glanz und Herrlichkeit, <pb xml:id="p103" ed="pga"/> sondern als der Geschlagene und Verworfene. Da ist die Wirklichkeit oder was man so nennt, das, was wir mit Augen sehen, mit Ohren hören, mit Händen greifen können, tatsächlich etwas total Anderes als die Welt des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Da ist tatsächlich der Krieg und alles das, was er enthüllt hat, eine ungeheure Widerlegung und Unterdrückung aller anderen Gedanken und Erwartungen und Bestrebungen. Wir sollten das nicht leugnen, weil wir es nicht leugnen können. Der Spott hat Recht.</p>
        <p>Aber halt, wer wird da eigentlich verspottet? Wen soll das treffen, wem wehtun, wen niederdrücken, dieser Hohn: Gott ist anders, die Welt ist anders, die Wirklichkeit ist anders, als was wir glauben und hoffen? Wem fällt denn eigentlich diese erschütternde Wahrheit zur Last? Etwa Gott, oder dem, was du Gott nennst, dem Schicksal, der sogenannten Wirklichkeit? Aber nein, mit deinem Spott über die Niederlage des Guten und Wahren gibst du ja gerade dem Schicksal recht, du sagst ja selbst: es muß so sein! Du nennst das Unrecht Recht, den Greuel eine Notwendigkeit, du nickst mit dem Kopf zu dem, was geschieht, und fragst nicht mehr, ob es nicht eigentlich anders sein müßte. Den Gott der Welt kann also doch wohl dein Spott nicht treffen. Oder meinst du, er berühre und treffe den leidenden Knecht Gottes, den unterdrückten Geist der Wahrheit und der Liebe in der Welt und seine Bekenner, die Verachteten und Unwerten, das Sehnen und Hoffen der Menschenseele, das durch das Schicksal zum Schweigen gebracht ist? Du sagst nichts Neues mit deinem Spott, du kannst das Leiden des Gottesknechtes nicht vermehren; das ist’s ja gerade, worunter er leidet, daß die Welt der sogenannten Wirklichkeit eine andere ist als die des Glaubens, daß der Gott der Welt die Oberhand hat und nicht der Gott der Liebe. Was willst du damit, daß du das noch einmal sagst? Du kannst ihn widerlegen, nachdem er schon widerlegt ist, der Geist des Guten; eins aber kannst du ja doch nicht: du kannst ihn nicht aufheben und vernichten. Er sagt dir zum Trotz immer wieder, daß er da ist. Er sagt: ich lebe! mitten im Sterben. Es bleiben bestehen seine Forderungen und seine Verheißungen mitten im Krieg und Entsetzen. Er redet in deiner eigenen Seele und sagt dir: eigentlich habe ich recht!, und wenn du ihn zehnmal, hundertmal aufs klarste Lügen gestraft hättest. Du kannst ihn wohl verspotten, aber er bleibt deinem Spott unerreichbar.</p>
        <p>Oder sollte der Spott, den du in deiner Klugheit erhebst, am Ende <pb xml:id="p104" ed="pga"/> dich selber treffen? Sieh einmal zu und denk darüber nach. Ist nicht aller Hohn, mit dem die Menschen den Knecht Gottes, den Geist der Wahrheit bedecken, im Grunde ein Schrei der Verzweiflung, eine bittere, schmerzliche, tränenvolle Klage über sich selbst? Man kann ja diesen Spott auch in ein wenig andere Worte fassen, dann tönt er nicht mehr wie Spott, sondern im Gegenteil wie Frömmigkeit, wie hohe, überlegene Weisheit.</p>
          <p>Oder hast du’s nicht auch schon sagen hören, vielleicht sogar in der Kirche sagen hören oder in christlichen Blättern gelesen, daß Gott nach seinem geheimnisvollen Rat das Böse geschehen lasse? Gott ist’s, der verantwortlich ist dafür, daß unzählige Menschen in Finsternis und Todesschrecken dahinleben. Gott ist dafür verantwortlich, daß der Mammon sein Szepter schwingt über der Menschheit, daß das Geld die Seelen vergiften und das Leben der Menschen verderben und ihr Zusammensein zu <hi rend="italic">einem</hi> großen Unrecht gestalten darf. Gott ist verantwortlich für die Torheiten und Leidenschaften, die nun einmal unter uns im Schwange sind, und für das tausendfache Elend, das sie im Gefolge haben. Gott ist verantwortlich für den Weltkrieg. Der Gegensatz zwischen der Sicherheit des reichen Mannes und der beständigen Sorge des armen <persName ref="kbga-actors-2307">Lazarus</persName> [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Lk.16.19 Lk.16.21">Lk. 16,19–21</ref>] — er ist Gottes Wille! Die jämmerlichen Wohnungen, in denen Tausende und Millionen ihr Leben verbringen — Gottes Wille! Die Lungensanatorien und all das Elend, das sie bergen — Gottes Wille! Die Schützengräben da draußen, in denen Menschen auf Menschen lauern wie auf wilde Tiere — Gottes Wille! Diese Eisenbahnzüge mit ihrem schrecklichem Inhalt von Verwundeten und Verstümmelten, die unser Land durchquert haben<note xml:id="n01">Vgl. <bibl corresp="kbga-bibls-2436"><persName ref="kbga-actors-5862">M. Trechsel</persName>, <hi rend="italic">Die Liebestätigkeit in der Schweiz</hi>, in: <persName ref="kbga-actors-3921">J. Ruchti</persName>, <hi rend="italic">Geschichte der Schweiz während des Weltkrieges 1914-1919</hi>, Bd. II, Bern 1930, S. 393–397</bibl>: «… erstrebte schon im Oktober 1914 Bundespräsident <persName ref="kbga-actors-5824">Dr. Hoffmann</persName> eine Verständigung unter den Kriegführenden zum Zwecke des Austausches der gegenseitigen Invaliden und Schwerverwundeten … im Frühling 1915 führten die Unterhandlungen zum gewünschten Erfolg, indem <placeName ref="kbga-places-21">Frankreich</placeName> und <placeName ref="kbga-places-151">Deutschland</placeName> einem derartigen Abkommen zustimmten, dem später auch <placeName ref="kbga-places-18">England</placeName>, <placeName ref="kbga-places-297">Rußland</placeName> und <placeName ref="kbga-places-167">Belgien</placeName> beitraten. Nur solche Invalide konnten zum Austausch in Betracht kommen, deren körperlicher oder auch seelischer Zustand jede weitere Verwendung im Kriege ausschloß. … Zum Transport wurden Sanitätszüge der SBB [Schweizerischen Bundesbahn] verwendet, bestehend aus 18 Wagen …, 5 Wagen zum Transport leichter Verletzter …, 10 Wagen für diejenigen, die infolge ihrer Gebrechen liegen mußten … Für ihre Behandlung stand alles Nötige und Wünschbare zur Verfügung. … Zwei Zugskompositionen verließen gleichzeitig die Anfangsstationen Lyon und Konstanz, an welchen Orten die Schwerverwundeten bereit gehalten wurden zum Abtransport. … Derselbe begeisterte Empfang, der früher den Transporten der Zivilinternierten und der Abgeschobenen durch die Bevölkerung der <placeName ref="kbga-places-58">Schweiz</placeName> überall erwiesen wurde, wo die Züge anhielten, wiederholte sich auch hier. Der Zudrang zu den Bahnsteigen war so groß, daß … die Bahnhöfe abgeschlossen werden mußten. Die Liebesgaben aber fanden den Weg in die Hände der Empfänger durch Vermittlung der Samariter und <orgName ref="kbga-actors-8718">Rot-Kreuz</orgName>-Personen …» Zwischen März und September 1915 fuhren 29 Züge, in denen ca. 8500 Schwerverletzte in ihr Heimatland zurückgeführt wurden.</note> — Gottes Wille! Das <pb xml:id="p105" ed="pga"/> grenzenlose Leid um unersetzliche Verluste, das nun fort und fort in allen Sprachen zum Himmel schreit — Gottes Wille! Und in Gottes Willen muß man sich schicken, fahren solche Tröster fort. Gegen Gottes Willen kann und darf man sich nicht auflehnen, ohne sich zu versündigen. In all diese Dinge muß man schweigend sich ergeben, weil er es so beschlossen hat, auch wenn lange unser Herz und Gewissen, wenn lange das Evangelium dagegen schreit: Nein, nein, nein, das kann ja nicht sein, kann ja nicht so Gottes Wille sein. Doch, sagt man uns, es ist Gottes Wille so. Und wer ein Christ ist, der fügt sich in das Unvermeidliche und verehrt Gottes unerforschliche Majestät.</p>
        <p>Nicht wahr, solche Reden tönen nicht wie Spott? Sollte man’s glauben, daß sie eigentlich ganz aufs Gleiche herauskommen wie die Rede der Spötter? Und doch ist’s so. Denn was geschieht da Anderes, wo so geredet wird, als daß man aus Gott ein Verhängnis macht, ein Schicksal, eine finstere, unerforschliche Macht, die sich um gut und böse nicht kümmert, die segnet, wen’s trifft, und straft, wen’s trifft. Was tun wir da Anderes, wenn wir so denken und reden, als daß wir uns mit den Spöttern vor das Kreuz des Gottesknechts hinstellen, daß wir mit ihnen sagen: du hast dich eben getäuscht, wenn du meintest, nun werde sich Gott zu dir bekennen, nun bist du von dem Gott, auf den du vertrautest, geplagt, geschlagen und gemartert. Das ist nun einmal so! Brüderlich stehen sie nebeneinander, die vermeintlichen Spötter und die vermeintlichen Frommen, die das Böse in der Welt für notwendig und die Niederlage des Guten für natürlich halten. Jene Menschen unter dem Kreuze Jesu waren ja auch beides zugleich: fromme Spötter und spottende Fromme. Und bis auf den heutigen Tag geht beides aus der gleichen Quelle hervor: das Reden von der Wirklichkeit, die den Glauben Lügen strafe, und das Reden von dem Gott, der das Böse wolle und <pb xml:id="p106" ed="pga"/> dem man sich ergeben müsse. Und beide haben es an sich, daß wir, wenn wir ihnen auf den Grund gehen, darauf stoßen, daß sie durch und durch Unwahrheit sind. Wie der Spott des vermeintlichen Spötters schließlich auf ihn selbst zurückfällt, so verwandelt sich das Wort des vermeintlichen Frommen vom Willen Gottes, der das Böse wolle, zur Anklage gegen ihn selbst. Beide Reden haben es an sich, daß sie im Grunde Ausreden sind, törichte Verzweiflungsschreie der armen Menschheit, die das Unheil wohl sieht, in dem sie steckt, sich aber scheut, seinen wirklichen Ursprung zu erkennen, und nicht merkt, daß gerade diese Scheu sie an der Erlösung hindert. «Wir aber hielten ihn für den, der von Gott geplagt und geschlagen und gemartert wäre.»</p>
          <p>Siehst du’s ein, warum das falsch ist? Weil Gott nicht der ist, den man sich da vorstellt! O ja, Gott tut Manches, was uns dunkel ist. Seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken und seine Wege denn unsere Wege 
            [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Jes.55.8 Jes.55.9">Jes. 55,8f.</ref>]. Es gibt tatsächlich tausenderlei Fälle, wo Leid und Schmerz über uns hereinbrechen, ohne daß wir etwas Anderes damit anfangen können, als zu denken: 
            <q rend="block">
                            <lg>
              <l>Hat er es denn beschlossen,</l>
              <l>So will ich unverdrossen</l>
              <l>An mein Verhängnis gehn<note xml:id="n02">Anfang der <bibl corresp="kbga-songs-18" type="song">Strophe 7 des Liedes 263 «In allen meinen Taten» von <persName ref="kbga-actors-1354">P. Fleming</persName> (GERS [1952] 279,7 mit verändertem Text, EKG 292,7; im EG fehlt die Strophe)</bibl>.</note>,</l>
                            </lg>
                        </q>
            wo wir tatsächlich hinter dem dunklen Schicksal den gütigen Vater finden müssen, wo uns nichts übrig bleibt als die eine Erklärung, der eine Trost: es ist der Herr, er tue, was ihm wohlgefällt! [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Sam.3.18">1.Sam. 3,18</ref>]. Ich denke an das weite Gebiet der Krankheit. Ich denke an Naturereignisse wie die italienischen Erdbeben.<note xml:id="n03">Am 28.12.1908 wurden 90% der Stadt <placeName ref="kbga-places-1059">Messina</placeName> durch ein Erdbeben und die nachfolgende Flutwelle vernichtet. 84000 Menschen (2/3 der Einwohnerschaft) kamen ums Leben. Ein weiteres Erdbeben am 16.10.1911 betraf besonders die Stadt Fondimacchia auf <placeName ref="kbga-places-1028">Sizilien</placeName>.</note> Da sagt uns freilich auch das Kreuz Christi vorläufig nichts Anderes als: stille sein und hoffen auf Gott [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Jes.30.15">Jes. 30,15</ref>]. Vielleicht daß wir auch da noch einmal klarer sehen werden. Eins aber ist sicher: daß diese Erklärung und dieser Trost sofort zur Lüge wird, wenn wir sagen: Gott will das Unrecht. Gott ist das Licht, und was er will und tut, das kann nicht Finsternis sein [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="1.Joh.1.5">1.Joh. 1,5</ref>]. Gott <pb xml:id="p107" ed="pga"/> öffnet uns nicht seine wunderbare Welt der Liebe und des Friedens, um sie gleichzeitig in der Welt mit Füßen treten zu lassen. Er läßt nicht seinen Knecht ausgehen durch die Länder und durch die Jahrtausende hin und schlägt ihn gleichzeitig mit Hindernissen und Schwierigkeiten, die sein Werk unmöglich machen. Gott hat die Welt nicht dazu geliebt und ihr seinen Sohn gesandt [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Joh.3.16 Joh.3.17">Joh. 3,16f.</ref>], um gleichzeitig die Ordnung aufzustellen, daß die Welt nun einmal nicht anders kann, als diesen Sohn verwerfen.</p>
        <p>Gott will nicht, daß die Menschen ihren Trieben den Lauf lassen und den Tieren gleich werden. Gott will nicht, daß wir uns durch Gleichgiltigkeit, Hinterlist und Brutalität gegenseitig das Leben schwer machen. Gott will nicht, daß wir unter der Mammonsherrschaft stehen und uns ihr fügen und all das Unrecht und Elend, das sie mit sich bringt, in Kauf nehmen. Gott will nicht, daß die Völker sich als Feinde ansehen und behandeln. Gott will nicht den Hochmut und die Selbstgerechtigkeit und die Selbstsucht und die Kurzsichtigkeit und Alles, was daraus kommt. Wer hier sagt: Gott will es!, der kennt Gott nicht. Wer hier redet von Geduld und Ergebung, der versündigt sich an Gott.</p>
        <p>Gott will, daß allen Menschen geholfen werde [<ref type="can" subtype="bible" target="1.Tim.2.4">1.Tim. 2,4</ref>]. Gott will von dem allem das Gegenteil. Und das wissen wir auch recht gut. Wir wissen recht gut allesamt und trotz allem und trotz unserer Ausreden, mit denen wir uns entschuldigen möchten: Gott ist wirklich der, der in dem verachteten, unwerten Gottesknecht mit uns redet. Gott ist Gerechtigkeit und Wahrheit, Liebe und Friede und nichts Anderes. Das sagt uns die Stimme unserer Seele, die trotz allem Spotte göttlichen Ursprungs ist: es ist nicht wahr, sagt sie uns immer wieder, es ist nicht wahr, daß das Böse, das wir freilich um uns und in uns wirksam sehen, die Wirklichkeit ist, daß das alles schließlich gelten könnte, die Wahrheit sein könnte; du weißt es ganz gut, das Andere ist’s, das, was jetzt freilich verborgen und geschlagen und zertreten ist. Hier ist Gott und nicht in dem Schicksal, und wenn tausend Schicksale tausendmal über das Gute in der Welt triumphieren würden. Das sagt uns die ganze Bibel, wenn wir sie zu uns reden lassen, statt uns unsere eigenen frommen Gedanken über Gott zu machen. Wohl erzählt sie uns auf allen ihren Blättern viel von den Triumphen des Bösen, aber nirgends, gar nirgends von einem Gott, der das Böse gutheißt und will und tut. Der Gott, den die Bibel uns zeigt, ist ein Gott, der da hilft, rettet, erlöst, befreit, seg<pb xml:id="p108" ed="pga" break="no"/>net, ein Gott, der das Recht will und schafft, der das Böse überwindet durch das Gute [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.12.21">Röm. 12,21</ref>].</p>
        <p>Und wo uns in der Bibel der leidende Gottes-Knecht begegnet, da wird uns kein Zweifel darüber gelassen: Gott denkt gar nicht daran, sich auf die Seite seiner Feinde zu stellen, Gott denkt nicht daran, die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn die Menschen ihn verwerfen. Wer an einen anderen Gott glaubt, an einen Gott, dem wir das Böse zuschieben könnten, der glaubt nicht an den Gott der Bibel. Und können solche anderen Gedanken überhaupt in uns aufkommen, wenn wir an das Kreuz Christi denken? Wir kommen ja von diesem Kreuze her: wir haben gerade dort die Spötter und die Frommen kennen gelernt mit ihrer Ausrede: er ist von Gott gestraft und verlassen! Aber spüren wir nicht gerade hier unwiderleglich die Unmöglichkeit dieser Art, die Torheit dieser Klugheit, die Gottlosigkeit dieser frommen Ergebung?</p>
        <p>O ja, da sehen wir den Gottessohn in der tiefsten Verstoßenheit und Erniedrigung. Aber hat etwa Gott den <persName ref="kbga-actors-2301">Judas</persName> geheißen, Jesus zu verraten? War es Gottes Rat, was im hohen Rat von <placeName ref="kbga-places-37">Jerusalem</placeName> beschlossen wurde? War es Gottes Urteil, was <persName ref="kbga-actors-2239">Pilatus</persName> über Jesus aussprach? War es Gottes Stimme, die Stimme des Volkes, die «Kreuzige ihn!» [<ref type="can" subtype="bible" target="Mk.15.13">Mk. 15,13</ref> par.] rief? Das erschütternde Bild von <placeName ref="kbga-places-405">Golgatha</placeName> antwortet uns: nein, das war der Menschenwille, der sich von Gott entfernt hatte. Der Menschenwille, der sich in jenen Leuten vor 2000 Jahren gegen den heiligen Gotteswillen auflehnte, wie er sich auch in uns gegen Gott auflehnt. <hi rend="italic">Wir</hi>, nicht Gott, tragen die Schuld und die Verantwortung dafür, daß der Knecht Gottes der Allerverachtetste und Unwerteste ist. <hi rend="italic">Wir</hi> sind es, die die Wahrheit unterdrücken [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Röm.1.18">Röm. 1,18</ref>]. <hi rend="italic">Wir</hi> sind’s, die den heiligen Geist verwerfen und zum Schweigen bringen. Er ist um <hi rend="italic">unserer</hi> Missetat willen verwundet und um <hi rend="italic">unserer</hi> Sünde willen zerschlagen. Gott bleibt, der er ist!</p>
        <p>Und sofort leuchtet mit dieser neuen, besseren Gotteserkenntnis auch eine neue, bessere Selbsterkenntnis in uns auf. Was ist das für eine glaubenslose, lieblose, hoffnungslose Art, dem Leiden des Gottesknechtes zuzusehen wie einem Schauspiel und dann die Bemerkung zu machen: die Wirklichkeit ist so, die Welt ist so, so geht es eben, oder: Gott will es so! Sofort, wenn die Nebel verflogen sind, die uns gehindert haben, Gott zu sehen, wie er wirklich ist, zu sehen, was eigentlich <pb xml:id="p109" ed="pga"/> die Wirklichkeit ist, sofort, wenn wir Gott wieder wahrgenommen haben in seiner majestätischen Klarheit, sofort wissen wir auch, daß seine Sache unsere Sache ist, sofort spüren wir die gewaltige Verantwortlichkeit, die auf uns liegt. Wir können nicht zusehen und unsere kühle Meinung bilden darüber, ob Gott es gewinnt oder verliert in der Welt, ob sein Geist leidet oder triumphiert in der Menschheit, ob sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit hervorbricht in unser Leben oder ob Alles bei dem alten Jammer bleibt. Da können wir nicht mehr sagen: Wie Gott will! oder: wie die Welt nun einmal ist!, sondern das kommt auf uns an. Da sind wir entweder des großen Gottes Mitarbeiter an seinem Siege, oder wir sind mitschuldig an seiner Niederlage. Gott wartet darauf, ob wir erkennen wollen, was zu unserem Frieden dient [vgl. <ref type="can" subtype="bible" target="Lk.19.42">Lk. 19,42</ref>], indem wir ihm gehorchen, oder ob wir es fernerhin vorziehen, seine Wahrheit zu verwerfen und uns dadurch selber mit all dem Leid und Unheil zu strafen, mit Elend, Ungerechtigkeit und Krieg, die solche Verwerfung notwendig mit sich bringt. Und wenn wir nun sehen, wie es tatsächlich steht mit Gottes Sache in der Welt, wenn wir Christus am Kreuze sehen und die christlichen Völker im Weltkrieg und uns selbst in unserer Geldknechtschaft und Menschenfurcht, dann können wir nun doch wohl nicht einen Augenblick daran zweifeln, daß wir bis jetzt das Zweite gewählt haben, daß wir bis jetzt nicht Gottes Mitarbeiter gewesen sind, sondern die Mitschuldigen des Bösen.</p>
        <p>Das Unrecht, von dem die Welt voll ist, kommt nicht aus der Luft, sondern von uns Menschen. <hi rend="italic">Wir</hi> könnten Gott gehorsam sein und dürften dann mit ihm leben in Frieden und Gerechtigkeit. <hi rend="italic">Wir</hi> haben ihm den Rücken gekehrt und haben damit all die bösen Geister entfesselt, die sofort zum Leben kommen, wo eben Gott nicht ist. <hi rend="italic">Wir</hi> sind unsere eigenen Wege gegangen und sind damit in unsere jetzigen Verhältnisse und Zustände hineingelaufen und zuletzt in den Krieg hinein. <hi rend="italic">Wir</hi> haben die Welt gemacht, wie sie ist, so finster und gottes- und friedelos; die Welt ist ja gar nichts als der Spiegel der Menschen. <hi rend="italic">Wir</hi> sind schuld, alle miteinander und jeder an seinem kleinen Teil. Hört noch einmal das Prophetenwort: Er ist um <hi rend="italic">unserer</hi> Missetat willen verwundet und um <hi rend="italic">unserer</hi> Sünde willen zerschlagen.</p>
        <p>Wenn wir hier angelangt sind und das einsehen: <hi rend="italic">unser</hi> ist die Schuld!, wenn uns das Kreuz Christi diese Erkenntnis gebracht hat, dann stehen wir unmittelbar vor weiteren noch viel größeren Wahrheiten. Der Pro<pb xml:id="p110" ed="pga" break="no"/>phet deutet sie bereits an mit den Worten: fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen! Darin ist ausgesprochen, daß das nicht das Letzte ist, daß wir erkennen: wir sind schuld am Leiden des Gerechten, an der Niederlage des Göttlichen in der Welt. Es gibt noch etwas Besseres: unsere Schuld, die jetzt den Knecht Gottes drückt, soll eben durch ihn und sein Leiden von uns weggenommen werden. In seiner Erniedrigung, die wir auf dem Gewissen haben, liegt unsere Befreiung. In der Niederlage, die wir dem Geiste Gottes und damit uns selbst zugefügt, soll unser Sieg verborgen sein. Wunderbare Wahrheiten! Aber ahnen wir nicht schon jetzt, daß sie Wahrheiten sind? Was sagt uns denn Gott, wenn er uns heute vom Kreuze Christi aus zuruft: ihr seid schuld!? Werdet aufrichtig!, sagt er uns, werfet von euch den falschen Wahn, den Wahn der Spötter und den Wahn der Frommen, sehet, was ich bin, und sehet, was ihr seid! Wenn das Kreuz Christi diese Aufrichtigkeit in uns schafft, daß wir einmal sehen wollen, statt immer zu meinen, dann kann uns die Gnade Gottes nicht mehr fern sein, die unsere Mitschuld in freudige Mitarbeit verwandeln will.</p>
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        <div type="closer">
          <salute>Amen.</salute>
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        <div type="songs">
          <head>Lieder:</head>
          <listBibl type="songs">
            <bibl corresp="kbga-songs-79" type="song">Nr. 111: «Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen?» von <persName ref="kbga-actors-1366">J. Heermann</persName>, Strophen 1-4 (= GERS [1952] 143,1.3–5; EG 81,1.3.4.6)</bibl>
            <bibl corresp="kbga-songs-25" type="song">Nr. 113: «O Welt, sieh hier dein Leben» von <persName ref="kbga-actors-131">P. Gerhardt</persName>, Strophen 1-3 (= GERS [1952] 149,1-3; EG 84,1.3.4)</bibl>
          <!--<item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1920" target="b0111">Nr. 111</ref>: «Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen?» von J. Heermann, Strophen
1-4(<bibl><title level="m">GERS [1952]</title> 143, 1.3–5</bibl>; <bibl><title level="m">EG</title> 81, 1.3.4.6</bibl>)</item>
          <item><ref type="pub" subtype="bib1-ein1920" target="b0113">Nr. 113</ref>: «O Welt, sieh hier dein Leben» von P. Gerhardt, Strophen 1-3 (<bibl><title level="m">GERS
[1952]</title> 149, 1-3</bibl>; <bibl><title level="m">EG</title> 84, 1.3.4</bibl></item>-->
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