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        <title type="volume" n="vol-01">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
        <title type="formal">Anhang Nr. 15</title>
        <title type="content">Gerhard Krüger an Karl Barth</title>
        <title type="citation_line_1">Gerhard Krüger an Karl Barth, 7. Oktober 1930</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/1126 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966, hrsg. v. Jaspert, Bernd (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 1994, S. 241–243.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
          <title type="text">Anhang Nr. 15: Gerhard Krüger an Karl Barth</title>
          <author ref="kbga-actors-234">Krüger, Gerhard</author>
          <editor>Jaspert, Bernd</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1994</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 241-243</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe V.1, Karl Barth Rudolf Bultmann Briefwechsel 1911-1966, anhang letter 15</title>
          <author ref="kbga-actors-234">Krüger, Gerhard</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Krüger, Gerhard, Gerhard Krüger an Karl Barth, 7. Oktober 1930. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/18157">KBA 9330.536</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1930-10-07">7. Oktober 1930</date>
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        <head>Anhang 15</head>
        <div type="abstract">
          <p>[Brief von
            <hi rend="smallCaps">Privatdozent Dr. <persName ref="kbga-actors-234">Gerhard
              Krüger</persName>,</hi>
            <placeName ref="kbga-places-41">Marburg</placeName>, an
            <hi rend="smallCaps">
                            <persName ref="kbga-actors-2151">K. Barth</persName></hi>
            (<ref type="kba-objects-id" target="18157">Orig. im Karl Barth-Archiv</ref>):]
          </p>
        </div>
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              <addrLine>Zeppelinstr. 23</addrLine>
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            <salute>Sehr verehrter Herr Professor!</salute>
          </opener>
          <p>Nachdem Sie Ihren Vortrag in <placeName ref="kbga-places-41">Marburg</placeName>
            abgesagt haben, werden Sie kaum erwarten, noch einmal von einem andern von der Sache zu
            hören. Ich möchte auch wirklich nicht, daß Sie sich nur um unsres «vielen Geilens»
            willen doch noch entschließen zu kommen, wenn Sie es nur ungern tun können, — ohne
            rechten Sinn darin zu finden. Aber unsre Lage ist peinlicher, als Sie vielleicht denken,
            weil die Marburger in diesem Falle ohne Sie
            gar nichts machen können; und auf der andren Seite hätte es vielleicht doch auch für Sie
            einen Zweck, wenn Sie uns den Vortrag hielten. Selbstverständlich fehlt viel, wenn Sie
            dabei nicht mit allen denen sprechen können, auf die es Ihnen ankommt, aber die
            Möglichkeit, <pb xml:id="p242" ed="pga"/> das in Zukunft zu tun, bliebe Ihnen ja immer
            noch, wenn Sie diesen vorläufigen Anlaß benutzten, nun die Sache auszuarbeiten: <foreign xml:lang="lat">scriptum est, manet.</foreign> Und für die <orgName ref="kbga-actors-8270">Tagung</orgName> wäre es eine Rettung.
            So nämlich bliebe die ganze Verantwortung dafür — genau genommen — auf <hi rend="italic">mir</hi> liegen! <persName ref="kbga-actors-512">Bultmann</persName> kann Ihre Arbeit
            hier nicht gut ersetzen; das Thema ist eben so bestimmt, daß wirklich nur ein <hi rend="italic">Systematiker</hi> darüber sprechen kann. Mit dem Römerbrief, ohne Kenntnis
            der Dogmatik, läßt sich das doch einfach nicht machen! Ich aber bin nur auf eine
            historische Einleitung gefaßt, bin nicht einmal imstande, die philosophische Seite der
            Sache systematisch zu behandeln, geschweige denn die theologische. Und darauf kommt es
            doch für die Frage selbst und vor allem auch für die <hi rend="italic">Teilnehmer</hi> der
            <orgName ref="kbga-actors-8270">Tagung</orgName> allein an. <persName ref="kbga-actors-322">Plato</persName> und <persName ref="kbga-actors-11">Aristoteles</persName> sind doch ganz uninteressant, wenn nicht
            gesagt wird, was von ihnen und ihrer Aufnahme in die alte Theologie dogmatisch zu halten
            sei. Das vorige Mal wurde eben um dieser Lage willen beschlossen, <hi rend="italic">Sie</hi>
            zu bitten. Daß es nicht gut möglich ist, so kurz vorher ganz etwas andres vorzunehmen,
            ist ja auch klar. Kurz, ich bin in großer Verlegenheit: soll ich auch absagen — was
            Ausfall der <orgName ref="kbga-actors-8270">Tagung</orgName> und eine Gefahr für ihre regelmäßige Fortdauer bedeuten würde, oder
            soll man sich mit einer halben Sache begnügen, um derentwillen es sich nicht mehr lohnt,
            daß die Leute alle herkommen. Leider ist <persName ref="kbga-actors-512">Bultmann</persName> nicht zu erreichen. So haben <persName ref="kbga-actors-362">Schlier</persName> und ich beschlossen, den Teilnehmern zunächst die Gefährdung des
            Programms mitzuteilen, damit sie sich selbst entschließen können, ob sie kommen wollen.
            Das ist die Situation, die ich Ihnen nicht verschweigen möchte. Sie werden es mir, der
            ich davon besonders betroffen bin, verzeihen, wenn ich Ihnen das vorstelle!</p>
          <p>Ich möchte Sie allerdings überzeugen und nicht nur nötigen. Sie haben es sich ja anders
            vorgestellt und mit solchen Verlegenheiten bei uns nicht gerechnet. Ich brauche wohl
            nicht näher auszuführen, wie viel uns und insbesondre mir mit Ihrem Vortrag gedient
            wäre. Mich beschäftigt das Thema immer, und ich habe hier niemand, der mir das
            Theologische genügend sagen kann.</p>
          <p>Ich kann Ihnen bei dieser Gelegenheit endlich für das freundschaftliche Interesse
            danken, das Sie meiner Kantarbeit<note xml:id="n01">Die Arbeit erschien wenig später: <bibl corresp="kbga-bibls-1414">
                                <persName ref="kbga-actors-234">G. Krüger</persName>, <hi rend="italic">Philosophie und
                    Moral in der kantischen Kritik</hi>, Tübingen 1931.</bibl>
                        </note> widmen. Ich hoffe <pb xml:id="p243" ed="pga"/> immer noch, daß ich Ihnen auch
            für Ihr Kommen nach <placeName ref="kbga-places-41">Marburg</placeName> danken kann!</p>
          <closer>
            <salute>Es grüßt Sie</salute>
            <salute>Ihr sehr ergebener</salute>
            <signed>
              <persName ref="kbga-actors-234">G. Krüger</persName>
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