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        <title type="volume" n="vol-01">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
        <title type="formal">Anhang Nr. 11</title>
        <title type="content">Karl Barth an Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung</title>
        <title type="citation_line_1">Karl Barth an Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, 28. November 1929</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/1121 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966, hrsg. v. Jaspert, Bernd (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 1994, S. 232–236.</title>
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      <editionStmt>
        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
        <sponsor>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</sponsor>
        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
      </editionStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
        <date when="2026">2026</date>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons BY-SA 4.0</licence>
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        <idno type="url">https://kbga.karl-barth.ch/texts/1121</idno>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
          <title type="text">Anhang Nr. 11: Karl Barth an Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>Jaspert, Bernd</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1994</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 232-236</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe V.1, Karl Barth Rudolf Bultmann Briefwechsel 1911-1966, anhang letter 11-1</title>
          <author ref="kbga-actors-2151">Barth, Karl</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
        </bibl>
        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Barth, Karl, Karl Barth an Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, 28. November 1929. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/17113">KBA 9229.252</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1929-11-28">28. November 1929</date>
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        <language ident="ger">German</language>
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          <date when="1929-11-28">28. November 1929</date>
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          <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName>
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      <div type="letter">
        <div>
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        <head>Anhang 11</head>
        <head>I</head>
        <div type="abstract">
          <p>
            [Separatvotum
            <hi rend="smallCaps">
                            <persName ref="kbga-actors-2151">K. Barths</persName></hi>
            für die Wiederbesetzung des Lehrstuhls für <orgName ref="kbga-actors-5258">Systematische Theologie in Münster</orgName> an den
            <hi rend="smallCaps">Minister <orgName ref="kbga-actors-8245">für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung</orgName>,</hi>
            <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName>: undatierter Entwurf vom <date when="1929-11">November
              1929</date> (Original mit handschriftlichem Vermerk Barths: «Nicht abgeschickt» im Karl
              Barth-Archiv):]
          </p>
        </div>
        <div>
          <p>Da ich nicht in der Lage bin, mich dem Votum der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> in Sachen der bevorstehenden
            Neubesetzung des planmäßigen Ordinariats für systematische Theologie anzuschließen,
            gestatte ich mir, als<lb/>
            <q rend="center">
                            <hi rend="italic">Separatvotum</hi>
                        </q>
          </p>
          <p>Folgendes vorzutragen:</p>
          <p>I. Als ich mich entschloß, dem an mich ergangenen Ruf nach <placeName ref="kbga-places-10">Bonn</placeName> Folge zu leisten, war es mir vom ersten
            Augenblick an klar, daß ich mir einen anderen Nachfolger in meiner hiesigen Stellung
            nicht wünschen dürfe und könne als <hi rend="italic">Pfarrer D. <persName ref="kbga-actors-137">Friedrich Gogarten</persName></hi> in <placeName ref="kbga-places-73">Dorndorf</placeName>, zur Zeit Privatdozent an
            der <orgName ref="kbga-actors-8292">Universität Jena</orgName>. Ich hätte mich an
            anderen Nennungen gemeinsam mit der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> nur beteiligen können unter der
            Voraussetzung, daß dieser Name an die Spitze aller übrigen gesetzt worden wäre. Nun die
            <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> sich vielmehr dahin entschlossen hat, diesen Namen überhaupt nicht zu nennen,
            glaube ich die meiner Ansicht und meinem Wunsch in dieser Sache ohnehin besser
            entsprechende Möglichkeit zu haben, eben diesen Namen allein zu nennen.</p>
          <p><persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> ist nicht mein persönlicher Freund.
            Auch sein wissenschaftlicher Weg ist weithin ein ganz anderer als der meinige. Wenn sein
            und mein Name häufig in einem Atemzug genannt werden und wenn wir gemeinsam
            Hauptmitarbeiter der theologischen Zeitschrift «<orgName ref="kbga-actors-6169">Zwischen den Zeiten</orgName>» sind, so beruht das
            auf einer letzten sachlichen Übereinstimmung, die ernsthafte Differenzen in sich
            schließt. Was die Vorbehalte betrifft, mit denen <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> mir gegenübersteht, so verweise ich auf seine Recension meiner
            Dogmatik in Heft I der «<orgName ref="kbga-actors-7470">Theologischen Rundschau</orgName>» dieses Jahres.<note xml:id="n01">
                            <bibl corresp="kbga-bibls-1083">
                                <persName ref="kbga-actors-137">Fr. Gogarten</persName>, <hi rend="italic">Karl Barths
                    Dogmatik</hi>, in: ThR NF, Jg. 1 (1929). 60–80.</bibl>
                        </note> Ich meinerseits halte den Rahmen der Inter<pb xml:id="p233" ed="pga" break="no"/>essen, innerhalb deren <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> arbeitet,
            für zu eng. Ich kann mich, anders als <persName ref="kbga-actors-512">Bultmann</persName>, der Nähe zu der phänomenologischen Philosophie, in der <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> arbeitet, nur wenig freuen. Ich stehe auch
            dem akzentuierten Luthertum, das er vertritt,
            nicht ohne Bedenken gegenüber. Es fällt mir also durchaus nicht etwa leicht, gerade ihn
            für meine Nachfolge in Vorschlag zu bringen.</p>
          <p>Wenn ich dies dennoch mit voller Entschiedenheit und aus ganzer Überzeugung tue, so
            habe ich dazu die beiden folgenden Gründe:</p>
          <p>1. <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> hat sich in den rund 10 Jahren,
            seit denen sein Name eine weitere theologische und nicht-theologische Öffentlichkeit
            beschäftigt, als ein Mann erwiesen, der (im qualifizierten Sinn des Ausdrucks) etwas zu
            sagen hat. Seine Arbeit gilt, wie es heute unumgänglich notwendig ist, den
            Voraussetzungen und Grundbegriffen der Theologie. <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName>, «der Typus eines deutschen kritischen Geistes», wie ihn ein ausländischer Beurteiler
            genannt hat, machte sich mit einer Zähigkeit, wie sie nur Wenige aufbringen, an diese
            Arbeit. Er wußte, was er preisgab, als er sich von der in seinem Lehrer <persName ref="kbga-actors-410">Troeltsch</persName> stattlich repräsentierten
            Vorkriegstheologie lossagte, und er wußte um die Schwere des Unternehmens, als er sich,
            zunächst an <persName ref="kbga-actors-261">Luther</persName> ganz allein sich
            orientierend, einen neuen Weg zu bahnen versuchte. Er tat dies in einer erstaunlichen
            Selbständigkeit auch uns Andern gegenüber, die zur gleichen Zeit ähnlichen Zielen
            nachgingen. Er tat es mit einer großen Fähigkeit, nicht loszulassen und sich nicht irre
            machen zu lassen. Er hat als Ergebnisse seiner Nachforschung gewisse Dinge (mir
            persönlich sind bes. seine Nachweisungen über die Zusammenhänge zwischen Geschichte und
            Ethik neu gewesen und wichtig geworden) mit einem Nachdruck ausgesprochen, wie es in der
            neueren Zeit vor ihm und nach ihm kein Anderer getan hat. Die drei Bände gesammelter
              Vorträge<note xml:id="n02">
                            <bibl corresp="kbga-bibls-1411">
                                <persName ref="kbga-actors-137">Fr. Gogarten</persName>, <hi rend="italic">Die religiöse Entscheidung</hi>, Jena 1921</bibl>; ders., <bibl corresp="kbga-bibls-1412">
                                <hi rend="italic">Von Glauben und Offenbarung. Vier Vorträge</hi>, Jena 1923</bibl>; ders., <bibl corresp="kbga-bibls-1413">
                                <hi rend="italic">Illusionen. Eine Auseinandersetzung mit dem
                    Kulturidealismus</hi>, Jena  1926.</bibl></note> und das größere Buch «Ich glaube an den dreieinigen Gott»<note xml:id="n03">
                            <bibl corresp="kbga-bibls-1060">
                                <persName ref="kbga-actors-137">Fr. Gogarten</persName>, <hi rend="italic">Ich glaube an den dreieinigen Gott. Eine Untersuchung über Glauben und Geschichte</hi>,
                    Jena 1926.</bibl>
                        </note>, die er bei <orgName ref="kbga-actors-93">E. Diederichs</orgName> in
              <placeName ref="kbga-places-36">Jena</placeName> hat erscheinen lassen, sind, wie man
            sich auch zu ihrem Inhalt stellen möge, nicht nur merkwürdige Zeugnisse eines
            unmittelbaren Wissens um die Dinge, von denen er spricht, sondern auch Zeugnisse eines
              <pb xml:id="p234" ed="pga"/> ungewöhnlichen Fleißes und Willens zur Konzentration auf
            die Sache und zu einer Sprache, die gehaltvoll genug ist, daß sie es erlaubt, ihn,
            zustimmend oder ablehnend, bei jedem Satz zu behaften, weil sie keine unnötigen und
            ungewichtigen Worte kennt. Man kann ruhig voraussagen, daß sie sich für das Auge einer
            künftigen Zeit als charakteristisch für das ernsthafteste Suchen der Theologie unserer
            Tage von Dutzenden und Dutzenden anderer Werke, denen sie an zunftmäßiger Gelehrsamkeit
            unterlegen sein mögen, abheben werden. Und es kann kein Zweifel sein, daß wir auch in
            Zukunft noch Anlaß haben werden, auf diesen Mann vor Anderen zu hören als auf einen
            berufenen Theologen, wie es deren nur ganz wenige gibt.</p>
          <p>Ich kann es nun nicht für einen Ruhmestitel der deutschen theologischen Wissenschaft halten, daß sich bis jetzt noch
            keine <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> hat entschließen können, <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> bei eintretenden Vakanzen so zu empfehlen, daß seine Berufung
            aussichtsreich geworden wäre, und ich kann mich an dieser Unterlassung nicht beteiligen.
            Unter den von der Fakultäts-Mehrheit vorgeschlagenen Namen befinden sich zwei: […]<note xml:id="n04">Im <ref corresp="A">Mskr.</ref> folgt hier ein freigelassener Raum, in den <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName> wohl
              gegebenenfalls die betreffenden Namen einsetzen wollte.</note>, die zweifellos, wenn
            auch in abgestuftem Maß, inneres Gewicht haben und deren Nennung ich unter anderen
            Umständen gerne zustimmen würde. Es kann diesmal nicht geschehen, nicht weil ich etwas
            gegen sie einzuwenden habe, sondern weil ich es beklagen würde, wenn <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> zu ihren Gunsten übergangen und in der
            seiner nicht würdigen Privatdozentur in <placeName ref="kbga-places-36">Jena</placeName>
            belassen würde.</p>
          <p>2. Es darf zunächst allgemein darauf hingewiesen werden, daß die Bedeutung, die die von
            unserm Kreis aufgeworfenen Fragen in der theologischen Diskussion immerhin gewonnen
            haben, zu der uns gegönnten akademischen Vertretung heute in keinem Verhältnis steht.
            Und man wird es verständlich finden, wenn ich persönlich den starken Wunsch habe, die
            Arbeit meines hiesigen Nachfolgers möchte eine solche sein, die ich als eine Fortsetzung
            und nicht als eine Zerstörung der meinigen einschätzen darf. Nachdem ich es bei der
            Neubesetzung der bis 1925 von mir innegehabten reformierten Professur in <placeName ref="kbga-places-27">Göttingen</placeName><note xml:id="n05">Die reformierte Theologie wurde in <placeName ref="kbga-places-27">Göttingen</placeName> nach <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> Weggang bis <date when="1934">1934</date> von dem
              Alttestamentler <persName ref="kbga-actors-100">Hans Duhm</persName>
                (12.8.1878–4.1.1946) durch einen Lehrauftrag mit wahrgenommen.</note>
              er<pb xml:id="p235" ed="pga" break="no"/>lebt habe, was das Letztere bedeutet, darf
            ich wohl bitten, mir in diesem Punkt besonders Gehör zu schenken. Die <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät
              Münster</orgName> ihrerseits hat in der Zeit, in der
            ich ihr anzugehören die Ehre hatte, an Ansehen und Studentenzahl jedenfalls nicht
            verloren. Ich darf darum annehmen, daß dieser mein Wunsch auch mit dem wohlverstandenen
            Interesse der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> selbst vereinbar ist. Darüber, daß <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> Alles ganz anders anfassen wird als ich,
            kann nach dem oben Gesagten kein Zweifel bestehen. Ich habe aber zu ihm das unbedingte
            Zutrauen, daß er die Richtung und das Niveau der Forschungs- und Unterrichtsarbeit, wie
            ich sie in Vorlesungen und Übungen und in meiner literarischen Tätigkeit zu halten
            suchte, nicht nur halten, sondern in seiner Weise verbessern wird. <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> würde aber auch zu der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName>, nachdem man
            sich erst an ihn gewöhnt, durchaus passen. Er hat schon in dem kleinen <placeName ref="kbga-places-36">Jena</placeName> als Privatdozent eine bemerkenswerte
            Unterrichtstätigkeit ausgeübt und würde sie als Professor in <placeName ref="kbga-places-44">Münster</placeName> zweifellos erst recht ausüben. Er ist
            überdies Westfale und gehört, wenn
            irgendwohin, dann gerade nach <placeName ref="kbga-places-44">Münster</placeName>. Und
            was die westfälische evangelische Kirche
            betrifft, so hat mich Herr Generalsuperintendent D. <persName ref="kbga-actors-442">Zoellner</persName> ausdrücklich ermächtigt, von seiner Erklärung Gebrauch zu machen,
            daß er sich ausgesprochen für die Möglichkeit einer Berufung des ihm von der <orgName ref="kbga-actors-8265">Lausanner Kirchenkonferenz 1927</orgName> her genau bekannten
              <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> aufs wärmste interessiere.<note xml:id="n06">
                            Ein im Karl Barth-Archiv erhaltener Briefwechsel zwischen Barth und  <persName ref="kbga-actors-442">Zoellner</persName> (<ref type="kba-objects-id" target="16980">B. an Z.:
                20.10.1929
                            </ref>; <ref type="kba-objects-id" target="17005">Z. an B.: 27.10.1929
                            </ref>) dokumentiert, daß beide
              anläßlich eines westfälischen Examens
              über <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> als ihnen erwünschten
              Nachfolger <persName ref="kbga-actors-2151">Barths</persName> gesprochen und daß <persName ref="kbga-actors-442">Zoellner</persName> nachher mit einigen Mitgliedern der <orgName ref="kbga-actors-5258">Münsteraner Fakultät</orgName>
              darüber Fühlung genommen hatte, die Aussichten jedoch ungünstig beurteilte.</note>
          </p>
          <p>Zurückkommend auf die Liste der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> muß ich erklären, daß die Namen: […]<note xml:id="n07">Wie bei <ref type="pub" target="#fn_n04">Anm. 4</ref>.</note> für mich hinsichtlich der gewünschten Kontinuität
            in der Fortsetzung meiner Arbeit nicht tragbar sind. Beide sind mir so fremde Geister,
            daß ich von ihnen nur ein gänzliches Abbrechen der von mir innegehaltenen Linie erwarten
            könnte, und ich bitte gehorsamst, mir diese diesmal, wenn immer möglich, ersparen zu
            wollen. Daß man sie an innerem Gewicht und bezüglich des Ansehens der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> an die Seite zu stellen wagt, ist mir ein
            Gegenstand tiefer Verwunderung.</p>
          
          <p>
                        <pb rend="noPipe" xml:id="p236" ed="pga"/> II. Was die im Schreiben der <orgName ref="kbga-actors-5258">Fakultät</orgName> ebenfalls berührte Frage bezüglich der künftigen
            Stellung und Einkünfte des bisherigen Inhabers des planmäßigen Extra-Ordinariats
            Professor <persName ref="kbga-actors-364">D. Fr. W. Schmidt</persName> betrifft, so
            halte auch ich in Anbetracht der von ihm geleisteten Arbeit und in Anbetracht seiner
            persönlichen Verhältnisse seine gegenwärtige Lage für durchaus reformbedürftig und
            erlaube mir den Vorschlag, es möchten, falls <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName>, wie ich es als selbstverständlich voraussetze, zu meinem
            Nachfolger im planmäßigen Ordinariat bestimmt werden sollte, die Einkünfte Professor
              <persName ref="kbga-actors-364">Schmidts</persName> durch angemessene Erhöhung der
            Kolleggeld-Garantie auf die Höhe der Einkünfte eines im Dienstalter gleichen planmäßigen
            Ordinarius erhoben werden.</p>
        </div>
      </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
