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        <title type="volume" n="vol-01">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
        <title type="formal">Brief Nr. 13</title>
        <title type="content">Rudolf Bultmann an Karl Barth</title>
        <title type="citation_line_1">Rudolf Bultmann an Karl Barth, 31. Oktober 1923</title>
        <title type="citation_line_2">https://kbga.karl-barth.ch/texts/1015 (Stand: 25. August 2026)</title>
        <title type="citation_line_3">Druck: Karl Barth, Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966, hrsg. v. Jaspert, Bernd (Gesamtausgabe, Abt. V), Zürich 1994, S. 25–26.</title>
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        <edition>Digitale Karl Barth-Gesamtausgabe</edition>
        <sponsor>Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)</sponsor>
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        <sponsor>Karl Barth-Stiftung</sponsor>
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        <publisher>Karl Barth-Archiv</publisher>
        <pubPlace>Basel</pubPlace>
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        <!-- The printed Gesamtausgabe -->
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          <title type="volume">Karl Barth – Rudolf Bultmann. Briefwechsel 1911–1966</title>
          <title type="text">Brief Nr. 13: Rudolf Bultmann an Karl Barth</title>
          <author ref="kbga-actors-512">Bultmann, Rudolf</author>
          <editor>Jaspert, Bernd</editor>
          <pubPlace>Zürich</pubPlace>
          <publisher>Theologischer Verlag</publisher>
          <date type="publication">1994</date>
          <biblScope unit="page">Pp. 25-26</biblScope>
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        <!-- The first digital edition (data from xml and database) -->
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          <title type="edition">Princeton Barth Project edition</title>
          <title type="text">electronic edition of Karl Barth, Gesamtausgabe V.1, Karl Barth Rudolf Bultmann Briefwechsel 1911-1966, letter 13</title>
          <author ref="kbga-actors-512">Bultmann, Rudolf</author>
          <editor>James R. Adair, Jr.</editor>
          <editor>Timothy J. Finney</editor>
          <editor>Christian Kelm</editor>
          <pubPlace>Princeton</pubPlace>
          <publisher>Alexander Street Press</publisher>
          <date type="publication">2001</date>
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        <!-- Data from KBA (https://kba.karl-barth.ch) -->
        <bibl xml:id="A" type="source">A (Vorlage der Edition): Bultmann, Rudolf, Rudolf Bultmann an Karl Barth, 31. Oktober 1923. <ref target="https://kba.karl-barth.ch/objects/12369">KBA 9125.226</ref>. </bibl>
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        <date type="creation" when="1923-10-31">31. Oktober 1923</date>
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          Bultmann
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                        [richtig: <date when="1923-10-30">30.X.1923</date>, vgl. <ref type="pub" target="#fn_n04">Anm. 4</ref>]
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          <salute>Lieber Herr <persName ref="kbga-actors-2151">Barth</persName>!</salute>
        </opener>
        <p>Für Ihren Brief war ich Ihnen recht dankbar, da er mir nachträglich mein Gewissen stärkte. Ich war nämlich in den Verhandlungen über die Nachfolge <persName ref="kbga-actors-210">Jülicher</persName>, die wir schon im <date when="1923-05">Mai</date> pflogen, sehr für <persName ref="kbga-actors-317">Peterson</persName> eingetreten. (Alles natürlich nur in strengster Vertraulichkeit.) Da unsere Vorschläge schon im <date when="1923-05">Mai</date> bzw. <date when="1923-05">Juni</date> nach <placeName ref="kbga-places-8">Berlin</placeName><note xml:id="n01">An das <orgName ref="kbga-actors-8245">Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung</orgName>.</note> abgegangen sind, hat Ihr Brief den Gang der Sache also gar nicht mehr beeinflußt, aber es war mir, wie gesagt, lieb, durch Ihre Charakteristik <persName ref="kbga-actors-317">Petersons</persName> in meinem Urteil über ihn bestärkt zu werden. Mein bisheriges Urteil beruhte — außer auf einzelnen fragmentarischen Nachrichten über ihn — auf der Lektüre seines Manuskripts der großen Untersuchung <foreign xml:lang="grc" rend="Ell">εἷς θεός</foreign><note xml:id="n02">Siehe <ref type="pub" target="1014#fn_n04">Nr. 12, Anm. 4.</ref>
                    </note>, die mir ebenso für die Solidität seiner Arbeitsweise wie für die Vorsicht seines Urteils und für seine Gabe geschichtlichen Sehens ein Beweis war. — Ich hätte ihn gern an die 2. Stelle unserer Liste gebracht; es ist aber leider nur die 3. für ihn herausgekommen. Des näheren kann ich Ihnen davon wohl später einmal erzählen.</p>
        <p>Ich kann Ihnen leider auch heute noch gar nichts über Ihre Arbeit in «<bibl corresp="kbga-bibls-972">Zw. den Zeiten IV</bibl>»<note xml:id="n03">Siehe <ref type="pub" target="1014#fn_n09">Nr. 12, Anm. 9.</ref></note> schreiben; ich konnte noch nicht zur Lektüre kommen, da ich nach der Rückkehr aus den Ferien alle Zeit für einen Vortrag verwenden mußte, den ich gestern beim Besuch der Kollegen aus <placeName ref="kbga-places-83">Leiden</placeName> zu halten hatte.<note xml:id="n04">Nach<bibl corresp="kbga-bibls-982"> <persName ref="kbga-actors-329">M. Rade</persName>, <hi rend="italic">Besuch der Leidener Fakultät bei der Marburger</hi>, in: CW, Jg. 37 (1923) Sp. 724</bibl>  sprach <bibl corresp="kbga-bibls-959">
                            <persName ref="kbga-actors-512">Bultmann</persName> am 29. (!) 10.1923 über <hi rend="italic">Die Bedeutung der neuerschlossenen mandäischen und manichäischen Quellen für das Verständnis des Johannesevangeliums</hi>, abgedruckt in: ZNW, Jg. 24 (1925), S. 100–146</bibl> (= <bibl corresp="kbga-bibls-958">
                            Exegetica, S. 55–104)</bibl>; demnach hat sich <persName ref="kbga-actors-512">Bultmann</persName> oben im Briefdatum geirrt. Aus <placeName ref="kbga-places-83">Leiden</placeName> waren bei dem Vortrag zugegen die Professoren <persName ref="kbga-actors-233">William Brede Kristensen</persName>, <persName ref="kbga-actors-344">Karel Hendrik Roessingh</persName> und <persName ref="kbga-actors-428">Hans Windisch</persName>.</note> Aber demnächst werde ich sie lesen und dann auch meine Meinung dazu sagen.</p>
        <p>Auch heute bin ich noch in ziemlicher Eile und muß Sie bitten, mit <pb xml:id="p026" ed="pga"/> wenigen Worten zufrieden zu sein. Es liegt mir aber am Herzen, Ihnen noch einen Wink zu geben, womit ich mich ebenso in Ihre Angelegenheiten einmische, wie Sie es mit Ihrem Brief in Bezug auf uns gemacht haben. Ich hörte nämlich, Sie wollten den stud. <persName ref="kbga-actors-399">Strunck</persName><note xml:id="n05">Siehe <ref type="pub" target="1013#fn_n03">Nr. 11, Anm. 3.</ref></note>, der jetzt bei uns Examen macht, im reformierten Stift in <placeName ref="kbga-places-27">Göttingen</placeName> als Inspektor anstellen. Ich kann Sie nur warnen. Str. ist zwar ein liebenswürdiger Mensch, dessen erstes Auftreten besticht. Ich halte ihn aber für einen rechten Schwätzer, der, mit reichlichem Selbstbewußtsein ausgestattet, sich mit allen Dingen beschäftigt und nichts mit Ernst betreibt. Ich war entsetzt, als ich hörte, er solle Stiftsinspektor werden! — Nehmen Sie diese unerbetene Warnung, bitte, freundlich auf; ich fühlte aber eine gewisse Pflicht, sie Ihnen zukommen zu lassen.</p>
        <p>Ich habe mir auch einige Mühe gegeben, in <placeName ref="kbga-places-24">Gießen</placeName> für <persName ref="kbga-actors-137">Gogarten</persName> einzutreten. Ob es Erfolg hat, steht dahin.</p>
        <closer>
          <salute>Nun noch einmal die Bitte, meine Kürze zu entschuldigen, und herzliche
Grüße, auch von meiner Frau, an Sie und die Ihre</salute>
          <salute>Ihr</salute>
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            <persName ref="kbga-actors-512">Rudolf Bultmann</persName>
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